Chronische Wunden mit schlechter Heilungstendenz

Das innovative PolyHeal™ schafft neue Perspektiven

 

Brüssel, Belgien (25. Mai 2011) – Zu den größten medizinischen Herausforderungen zählen chronische Wunden, die sich – trotz intensiver medizinischer und pflegerischer Anstrengungen – hartnäckig der Heilung widersetzen. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um echte Problemwunden handelt, bei denen Knochen und/oder Sehnen-, bzw. Bandstrukturen offen zu Tage treten. Die Bandbreite der einzelnen Ursachen ist groß und reicht von der unfallbedingten Traumatisierung, über den chronischen Prozess der Gewebsbeeinträchtigung wie beim Dekubitalulcus bis hin zum Defekt, der auf einer chronischen Minderdurchblutung basiert, z.B. als Folge einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Typische Faktoren, die einer raschen und problemlosen Wundheilung häufig entgegenstehen, sind Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, venöse Insuffizienz, konsumierende Tumorerkrankungen, Bestrahlungsfolgen oder auch ein supprimierter Immunstatus. Kommt es im Bereich der Wunde selbst oder in deren Umgebung auch noch zu Infektionen, so wird ein langfristiger – eventuell komplizierter – Verlauf mit deutlich erhöhter Tendenz zur Chronifizierung noch wesentlich wahrscheinlicher.

 

Durch vielfältige Wirkansätze verbessert PolyHeal Heilungsbedingungen

 

Neue Behandlungsperspektiven bietet in diesen Fällen der Einsatz von PolyHeal™ des Unternehmens TEVA. Bei PolyHeal™ handelt es sich um das innovative CPM-Verfahren, eine topische Wundbehandlung mittels negativ geladener Polystyrol Mikrosphären (CPM = Charged Polystyrene Microspheres) mit einer Größe von 5 Mikron in steriler wässriger Suspension.

 

Die Wirkung von PolyHeal™ erklärt man sich in erster Linie durch die Größe und die Oberflächeneigenschaften von CPM. Die Experten gehen davon aus, dass unter CPM-Einfluss eine heilungsfördernde Mikroumgebung auf der Wundoberfläche entsteht, die den epithelialen, endothelialen und inflammatorischen Zellen die Möglichkeiten der Migration und Anhaftung bietet. Für negativ geladene Mikrosphären konnte bereits im Tierversuch ein Stimulationseffekt auf Wachstumsfaktoren (Faktor beta 1) gezeigt werden. CPM bewirkt insbesondere eine deutliche Aktivierung der Makrophagen und somit des Heilungsprozesses und zugleich eine Wiederherstellung des inflammatorischen Gleichgewichts im Wundbereich. Dies ermöglicht eine schnelle Granulation und signifikante Reduktion der Wundgröße, wie PolyHeal™ in Untersuchungen zeigen konnte.

 

 

Klinische Resultate bestätigen positive präklinische Erkenntnisse

 

Die klinische Bestätigung der positiven Eigenschaften von PolyHeal™ erfolgte u. a. durch Falluntersuchungen an 54 Patienten mit offenen, schlecht heilenden Wunden unterschiedlicher Ätiologie.1 Etwa 40 % dieser untersuchten Wunden wiesen offen liegende Knochen-, Band- oder Sehnenstrukturen auf. Die klinischen Endpunkte bestanden aus dem kompletten Wundschluss, der abgeschlossenen Vorbereitung der Wunde für den chirurgischen Verschluss und das Vorliegen von >75 % Granulationsgewebe im Wundgebiet.

 

Bei ebenfalls guter Verträglichkeit fielen die Ergebnisse zur Wirksamkeit von PolyHeal™ mehr als überzeugend aus. Im kurzen Zeitraum von durchschnittlich 4,2 Wochen wurden bei diesen ausgesprochenen Problemkonstellationen >75 % Granulationsgewebe im Wundgebiet erreicht (Abb. 1).

 

 

 

Abb. 1: Patienten mit >75 % Granulation nach Wundtypen. Photo: TEVA PolyHeal

 

 

Ganz besonders beeindruckend waren die Resultate bei den ausgeprägten, tiefen Wunden mit offenen Knochen-, Band- oder Sehnenstrukturen, denn jeder erfahrene Behandler weiß um die besonders schlechte Heiltendenz und hohe Komplikationsrate bei solchen Wunden. Deshalb kann das Ergebnis von 45 % Wundschluss unter PolyHeal™-Einsatz innerhalb des Beobachtungszeitraums kaum hoch genug eingeschätzt werden (Abb. 2).

 

 

 

Abb. 2: Patienten mit > 95 % Reduktion der Wundgröße nach Wundtypen. Photo: TEVA PolyHeal

 

 

Gute Behandlungsoption unabhängig von der Lokalisation

 

Nach Meinung von Fachleuten eröffnet PolyHeal™ ganz neue und deutlich verbesserte Behandlungsperspektiven bei den geschilderten, schlecht heilenden Wunden, die als ausgesprochene Problemwunden angesehen werden müssen. Das gilt auch für den Einsatz von PolyHeal™ zur Vorbereitung des jeweiligen Gewebsareals für den chirurgischen Wundschluss.

 

Ein enormer Vorteil ist hier auch die Einsetzbarkeit bei Lokalisationen, die aufgrund der anatomischen Gegebenheiten für eine V.A.C.-Therapie (Vacuum Assisted Closure) nicht in Frage kommen, so dass PolyHeal™ hier die Palette der Behandlungsoptionen entscheidend erweitert.

 

 

Referenz 

  1. Govrin J et al. „New method for treating hard-to-heal wounds: clinical experience with charged polystyrene microspheres“. Wounds 2010; Vol 6: 52–61

 

Download

 

 


 

Quelle: Symposium der Firma TEVA zum Thema “Charged polystyrene microspheres enhance natural healing of chronic and hard-to-heal wounds“ in Brüssel, Belgien (Med-in-Mind) (tB).

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