Dosierung im Sinne der Patienten

bene-Arzneimittel bleibt bei bewährten Empfehlungen für Paracetamol

 

benuronMünchen (25.Juli 2008) – Die Gefahr einer Überdosierung des Wirkstoffs Paracetamol wurde in den letzten Monaten über verschiedene Pressemeldungen gestreut und verunsicherte selbst die Fachkreise. Das Problem einer Unterdosierung und deren Folgen wurden dabei offensichtlich weniger beleuchtet. Hintergrund der Diskussion sind sog. Mustertexte des BfArM.

Seit August 2007 wurden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Mustertexte von Paracetamol mehrfach geändert. Die letzte Änderung erfolgte im Juni 2008. Die darin aufgeführten Dosiervorschläge für den Wirkstoff weichen teilweise erheblich von denen des Paracetamol-Präparates ben-u-ron der bene-Arzneimittel GmbH ab und entsprechen nicht den derzeit gültigen Zulassungen.

 

Die permanente Literaturrecherche der Abteilung Forschung und Entwicklung bei bene-Arzneimittel konnte keine veränderte Datenlage entdecken, die die Dosierungsanpassung des BfArM erforderlich machte. Eine wissenschaftliche Begründung seitens der Behörde für diese Änderungen liegt bene-Arzneimittel bis heute nicht vor. Da also aufgrund der Datenlage kein Grund zur Veränderung der Dosierempfehlung gegeben ist, wird das Münchener Traditionsunternehmen von seinen Angaben nicht abweichen.

 

bene-Arzneimittel wird aus den aufgeführten Gründen nur für die in der Zulassung dokumentierten Dosierungen die Verantwortung übernehmen und kann eine Herabsetzung der Dosierung nur als Hinführung zu einer Unterdosierung werten. Das Unternehmen prognostiziert, dass Paracetamol im Verlauf einer solchen Dosierungssenkung nicht wirksam genug ist. Die Folge wäre, dass zu früh andere, nebenwirkungsstärkere Substanzen zum Einsatz kommen.

 

Bedauerlicherweise haben die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker und einige Pharmafirmen die nicht rechtsverbindlichen Dosierungsempfehlungen des BfArM kritiklos übernommen. Deshalb gibt es jetzt in Apotheken z. B. Packungsbeilagen von Paracetamol-Zäpfchen mit der „alten“ korrekten Dosierung ebenso wie mit der „neuen“ niedrigeren Dosierung. Dies führt zwangsläufig zu großen Verunsicherungen bei den Patienten bzw. besorgten Eltern, die widersprüchliche Packungsbeilagen erhalten – und natürlich zu Diskussionen mit dem Kinderarzt bzw. dem Apotheker.

 

Die pharmakologisch fundierten Dosierungsempfehlungen haben sich in in den letzten Jahrzehnten nicht nur in der Pädiatrie bewährt. Eine Änderung wäre aus Sicht von bene-Arzneimittel erst dann sinnvoll, wenn tatsächlich eine neue, überzeugende und gut dokumentierte Datenlage existiert. Auf Wunsch stellt die Abteilung Forschung und Entwicklung von bene-Arzneimittel Apothekern und Ärzten Literaturquellen zur Verfügung.

 

Weiterführende Fragen beantwortet der medizinischen Service des Unternehmens (Tel. 089 / 74 987 – 190).

 

Über ben-u-ron®: ben-u-ron® ist ein sanftes Schmerz- und Fiebermittel und enthält die gut verträgliche, magenfreundliche und nebenwirkungsarme Wirksubstanz Paracetamol. Bereits seit 1959 bietet ben-u-ron® passend dosierte Formen für alle Altersgruppen an: Zäpf­chen, Saft, Tabletten und Kapseln – in bedarfsgerechten Stärken von 75 mg bis 1.000 mg für Neuge­borene, Babys, Kleinkinder, Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene.


Quelle: Pressemitteilung der Firma bene-Arzneimittel vom 29.07.2008 (PRONOMEN Public Relations).

MEDICAL NEWS

Fitness watches generate useful information, but increase patient anxiety
A new device provides added protection against COVID-19 during endoscopic…
81 million Americans lacking space or bathrooms to follow COVID…
Front-line physicians stressed and anxious at work and home
EULAR: High-Dose Glucocorticoids and IL-6 Receptor inhibition can reduce COVID-19…

SCHMERZ PAINCARE

Morbus Fabry mittels Datenanalysen aus dem PraxisRegister Schmerz aufspüren
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2020 – ONLINE
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert Anerkennung von Nicht-Psychologen in der…
DBfK: Besondere Rolle für Pflegeexpert/innen Schmerz – nicht nur in…

DIABETES

“Körperstolz”: Michael Krauser managt seinen Diabetes digital
Der richtige Sensor – von Anfang an
Diabetes mellitus: Ein Risikofaktor für frühe Darmkrebserkrankungen
Fastenmonat Ramadan: Alte und neue Herausforderung für chronisch Erkrankte während…
Sanofi setzt sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes…

ERNÄHRUNG

Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland
Neue Daten zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen: Mangelernährung…
Baxter: Parenterale Ernährung von Patienten mit hohem Aminosäurenbedarf

ONKOLOGIE

Darolutamid bei Prostatakarzinom: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen
Multiples Myelom: Wissenschaftler überprüfen den Stellenwert der Blutstammzelltransplantation
Neues zur onkologischen Supportiv- und Misteltherapie und aktuelle Kongress-Highlights zum…
Finanzierung der ambulanten Krebsberatung weiterhin nicht gesichert
Lungenkrebsscreening mittels Low-Dose-CT

MULTIPLE SKLEROSE

Geschützt: Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei…
Neurofilamente als Diagnose- und Prognosemarker für Multiple Sklerose
Bedeutung der Langzeittherapie bei Multipler Sklerose – mehr Sicherheit und…
Bristol Myers Squibb erhält Zulassung der Europäischen Kommission für Ozanimod…
Einige MS-Medikamente könnten vor SARS-CoV-2/COVID-19 schützen

PARKINSON

Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…
Putzfimmel im Gehirn
Parkinson-Patienten in der Coronakrise: Versorgungssituation und ein neuer Ratgeber
Neuer Test: Frühzeitige Differenzialdiagose der Parkinson-Erkrankung
Gegen das Zittern: Parkinson- und essentiellen Tremor mit Ultraschall behandeln…