Magellan®-Verfahren im klinischen Alltag einfach durchführbar

Beschleunigte Wundheilung bei diabetischem Fußsyndrom

 

Magellan(R)-Technologie von MedtronicBad Oeynhausen (13. Oktober 2005) – Chronische Ulzera – insbesondere das diabetische Fußsyndrom – verursachen im öffentlichen Gesundheitssystem erhebliche Kosten und beeinträchtigen die Lebensqualität der betroffenen Patienten. Konventionelle Behandlungsoptionen, also Druckentlastung, Verbände, Antibiotika, chirurgische Therapie und Förderung der Nährstoffzufuhr, sind bei schlecht heilenden Wunden nur begrenzt wirksam.

Der Einsatz von autologem Thrombozyten-reichem Plasma (PRP, platelet-rich-plasma), gewonnen mit Hilfe des Thrombozytenseparators Magellan® von Medtronic, kann die Wundheilung bei Patienten mit Wundheilungs-Störungen deutlich verbessern. Hiervon können insbesondere Patienten mit Diabetes mellitus profitieren. Dies zeigen die positiven Ergebnisse der Behandlung von chronischen Wunden, die im Rahmen eines Pressegespräches in Kooperation mit dem Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ) präsentiert wurden. Die Behandlung mit autologem PRP zur Wundheilungsbeschleunigung ist ein etabliertes, gut verträgliches Verfahren in der Chirurgie und zeigt sich als gute Option bei der Therapie von chronischen Wunden, insbesondere beim diabetischen Fußsyndrom“, sagte Univ.-Prof. Dr. Diethelm Tschöpe, Direktor des Diabeteszentrums.

 

Chronische Wunden sind bei Menschen mit Diabetes mellitus noch immer einer der Hauptgründe für Amputationen der unteren Extremitäten. Selbst bei optimalem Wundheilungsmanagement heilen Wunden bei Diabetikern schlechter, langsamer, teils auch gar nicht ab. Diabetische Fußläsionen stellen daher eine häufige Komplikation bei den Patienten dar. Nach Angaben der aktuellen Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) kam es in Deutschland im Jahr 2001 zu rund 29.000 diabetesbedingten Fußamputationen – Tendenz steigend. Neben dem Leid der Patienten verursachen die diabetischen Fußläsionen auch erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem. Die Vermeidung von Amputationen stand darum auch im Mittelpunkt des Welt-Diabetes-Tag am 14. November 2005, der dem Motto „Vorfahrt für gesunde Füße“ gewidmet war.

 

Ein Gel aus Thrombozyten-reichem Plasma (PRP, platelet-rich-plasma) und autologem Thrombin kann die Wundheilung effektiv unterstützen. Das verwendete PRP wird direkt vor der Applikation mit dem Thrombozytenseparator Magellan® (Medtronic) aus dem Blut des Patienten gewonnen. Durch die darin enthaltenen hohen Konzentrationen von körpereigenen Wachstumsfaktoren kann die Wundheilung wieder aktiviert werden. Prinzipiell eignet sich die Therapie für alle akuten und insbesondere für schlecht heilende Wunden wie Ulcus cruris, Diabetisches-Fuß-Syndrom, Dekubitus und andere Wundheilungsstörungen.

 

Die positiven Effekte der Wundheilungstherapie mit PRP aus dem Magellan®- Verfahren bei chronischen Wunden von Patienten mit Diabetes wurden in einer Anwendungsbeobachtung im Diabeteszentrum des HDZ in Bad Oeynhausen untersucht. Insgesamt 31 diabetische Patienten mit chronischen Ulzera, bei denen trotz optimalen Wundmanagements keine Verkleinerung der Wunde erreicht werden konnte, wurden mit autologem PRP behandelt, wie Dr. Dirk Lammers, Oberarzt und Leiter im Wundheilungzentrum berichtete. Zusätzlich wurde autologes thrombinreiches Plasma aufgetragen. In allen betrachteten Fällen konnte eine deutliche Wundverkleinerung beobachtet werden, in 70 Prozent der Fälle heilten die Wunden im Beobachtungszeitraum vollständig ab. Es wurden keinerlei lokale oder systemische Nebenwirkungen beobachtet. Damit wurde die Wirksamkeit von in vivo aktiviertem autologen Thrombozytenkonzentrat zur Heilung chronischer Wunden bei diabetischen Fußläsionen gezeigt.

 


 

Quelle: Pressegespräch der Firma Medtronic zum Thema „Verbesserung der Wundheilung bei diabetischen Fußläsionen unter Verwendung der Magellan®-Technologie von Medtronic“ am  13. Oktober 2005 in Bad Oeynhausen (tB).

 

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