Studiendaten belegen: Targin®-Therapie erhöht Lebensqualität und spart Kosten

 

  • Aktuelle Versorgungsforschungsstudie zeigt Vorteile einer Targin®-Therapie
  • Deutlichere Verbesserung der Lebensqualität im Vergleich zu anderen starken Opioiden
  • Niedrigere Therapiekosten

 

Frankfurt am Main (23. März 2011) – Eine Schmerztherapie mit Targin® führt zu einer stärkeren Schmerzlinderung und verbessert die Lebensqualität der Patienten deutlicher als eine Therapie mit anderen starken Opioiden. Gleichzeitig verursacht die Targin®-Behandlung geringere Kosten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, bundesweiten, nicht-interventionellen Versorgungs­forschungsstudie zur Therapie chronischer Rückenschmerzen, die im Rahmen eines Expertengesprächs anlässlich des 22. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses in Frankfurt am Main vorgestellt wird.

 

„Bei den mit der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon behandelten Patienten verbesserte sich die Lebensqualität in der zwölf­monatigen Beobachtungszeit signifikant“, sagt Professor Dr. Dr. Reinhard Rychlik, Direktor des Institutes für Empirische Gesundheits­ökonomie, Burscheid, und Leiter der Studie. So lag die Schmerzintensität (1) bei der Targin®-Gruppe zu Beginn der Therapie deutlich über den Werten der Gruppe mit anderen starken Opioiden, reduzierte sich jedoch im Laufe der Behandlung um 45,0 Prozent und somit fast doppelt so stark wie in der Ver­gleichsgruppe (24,7 Prozent). Bei der Targin®-Therapie entstanden deutlich niedrigere Kosten als eine Therapie mit anderen starken Opioiden. Die Kostendifferenz von rund 370 Euro wurde vor allem durch Einsparungen bei der Ko- und Rescue-Medikation, der Notfallbehandlung sowie den Kosten für Klinikaufenthalte erzielt. „Die auf diesen Daten basierende Kosten-Effektivitäts-Analyse spricht für eine Verordnung von Targin® bei starken chronischen Schmerzen“, so Rychlik.

 

Die Praxisrelevanz dieser Daten bestätigt der Fall eines Patienten mit starken Halswirbelsäulen-Schmerzen, den SanRat Dr. Oliver Emrich, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) und Leiter des regionalen Schmerzzentrums Ludwigshafen vorstellt. Die Schmerzen des Patienten, die bis in den kleinen Finger ausstrahlten, stiegen bis auf den Wert 9 auf der Visuellen Analogskala(2). Der 42-jährige Mann war dadurch im Alltag stark eingeschränkt und konnte seinen Beruf als Haustechniker nicht mehr ausüben. Mehrere operative Eingriffe an der Halswirbelsäule brachten keine Besserung. Auch die Behandlung mit NSAR-Präparaten linderte die Schmerzen nicht ausreichend und führte überdies zu Magenproblemen. Emrich stellte den Patienten auf zweimal täglich 10 mg/5 mg Targin® ein, um den Schmerz sowie die Behinderung durch Schmerz zu lindern und Physiotherapie zu ermöglichen. Bereits nach drei Wochen reduzierte sich die Schmer­zintensität auf VAS(2) 4. Auch die Lebensqualität des Patienten ver­besserte sich deutlich. „Die medikamentöse Therapie mit einem Opioid wie Targin® ist stark wirksam und zugleich vergleichsweise überlegen verträglich. Somit ermöglicht sie dem Patienten den Weg zurück ins Leben“, so Emrich.

 

Chronische Schmerzen belasten nicht nur die Patienten, sondern auch das Gesundheitssystem. Jährlich entstehen volkswirtschaftliche Kosten von 20 bis 40 Milliarden Euro für die Behandlung und die Folgen chronischer Schmerzen. Dabei nehmen chronische Rückenschmerzen einen großen Teil ein, denn sie sind in Deutschland einer der häufigsten Gründe, den Arzt aufzusuchen. Gesundheitspolitiker und Kassenärztliche Vereinigungen erhoffen sich Ein­sparungen durch den Einsatz möglichst preisgünstiger Analgetika. Dabei können durch die Therapie mit innovativen Opioiden sogar Kosten eingespart werden, wie eine Versorgungsforschungsstudie zur Therapie chronischer Rückenschmerzen zeigt. Die aktuellen Ergebnisse werden anlässlich des 22. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses in Frankfurt am Main im Rahmen eines Expertengesprächs vorgestellt.

 

 

Patienten profitieren von Behandlung mit Oxycodon/Naloxon

 

Die Erhebung wurde deutschlandweit als nicht-interventionelle, multi­zentrische, offene, prospektive Studie im Parallelgruppendesign bei 134 All­ge­mein­medizinern, Praktikern, Orthopäden und Internisten durchgeführt. In einer zwölfmonatigen Beobachtungszeit wurden die gesundheitsbezogene Lebens­qualität von 924 Patienten und die Kosten unter Therapie mit der Fix­kombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) im Vergleich zur Therapie mit anderen starken Opioiden untersucht. „Die Auswertung zeigt für die mit Targin® behandelte Patientengruppe eine signifikante Verbesserung für nahezu alle Bereiche der Lebensqualitäts­fragebögen im Vergleich zu Patienten, die mit einem anderen starken Opioid behandelt wurden“, so Professor Dr. Dr. Reinhard Rychlik, Direktor des Institutes für Empirische Gesundheitsökonomie, Burscheid, und Leiter der Studie. Die durchschnittliche Schmerzintensität(1) konnte in der Targin®-Gruppe um 45,0 Prozent (von 24,2 auf 13,3 Punkte) gesenkt werden, während sie in der Gruppe mit anderen starken Opioiden zu Studienende nur 24,6 Prozent (von 21,9 auf 16,5 Punkte) niedriger war. Die Targin®-Gruppe hatte also zu Studienbeginn stärke Schmerzen als die Vergleichsgruppe und erzielte zum Ende der Beobachtungszeit dennoch eine größere Schmerzreduktion. Positiv entwickelten sich auch die Werte bei den mit Targin® behandelten Patienten in Bezug auf die Faktoren körperliche Funktionsfähigkeit, Vitalität und soziale Funk­tionsfähigkeit(3). Hier lagen die Verbesserungen bei 74,7 Prozent (von 30,8 auf 53,8 Punkte), 51,4 Prozent (von 31,5 auf 47,7 Punkte) und 41,8 Prozent (von 44,0 auf 62,4 Punkte). In der Vergleichsgruppe waren die Ver­bes­ser­ungen weniger deutlich: 28,3 Prozent (von 32,5 auf 41,7 Punkte), 17,5 Prozent (von 34,2 auf 40,2 Punkte) und 13,4 Prozent (von 49,3 auf 55,9 Punkte). „Insgesamt erlangten die Patienten unter Therapie mit Targin® eine deutlich höhere Lebensqualität als die mit anderen starken Opioiden behandelte Gruppe“, resümiert Rychlik.

 

 

Geringere Therapiekosten durch Verordnung der Fixkombination

 

Der höhere Therapieerfolg einer Targin®-Therapie führt dazu, dass die Be­hand­lungskosten 369,53 Euro unter denen einer Therapie mit anderen starken Opioiden liegen. 2.403,45 Euro im Vergleich zu 2.772,98 Euro fielen pro Patient innerhalb eines Jahres an Kosten für Behandlungen, Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, nicht-medikamentöse Therapien, Notfallbehandlungen sowie Klinik- und Rehabilitationsaufenthalte an. Einsparungen wurden vor allem bei der Ko- und Rescue-Medikation, der Notfallbehandlung und den Kosten für Klinikaufenthalte erzielt. „Die auf diesen Daten basierende Kosten-Effektivitäts-Analyse spricht für eine Verordnung von Targin® bei starken chronischen Schmerzen. Die Effektivität der Therapie mit der Fixkombination war bei niedrigeren Kosten höher als unter Behandlung mit anderen starken Opioiden“, so Rychlik.

 

 

Targin® in der Praxis: Therapieerfolg für Patient und Arzt

 

Die Praxisrelevanz dieser Daten bestätigt der Fall eines Patienten mit starken Halswirbelsäulen-Schmerzen, den SanRat Dr. Oliver Emrich, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) und Leiter des regionalen Schmerzzentrums Ludwigshafen vorstellt. Sein Patient litt unter starken Halswirbelsäulen-Schmerzen, die bis in den kleinen Finger aus­strahlten. Die Schmerzen des 42-jährigen Mannes stiegen bis auf den Wert 9 auf der visuellen Analogskala(2), was den Patient im Alltag stark einschränkte. Den Wert der Beeinträchtigung gab er mit 10 auf einer Skala von eins bis zehn an. Seinen Beruf als Haustechniker konnte er nicht mehr ausüben. Eine Bandscheiben-Operation linderte zwar geringfügig die Beschwerden. Jedoch ergaben sich in der direkten postoperativen Phase Komplikationen durch neue Lähmungserscheinungen, so dass die eingesetzte Bandscheibenprothese wieder entfernt werden musste. Die daraufhin durchgeführte Versteifung der betroffenen Wirbelsegmente brachte zwar eine Rückbildung der Lähmungen, aber keine Besserung der Schmerzen. Ein Dauerschmerz blieb bestehen und wurde brennend und stechend. Eine Behandlung mit NSAR-Präparaten linderte die Schmerzen nicht ausreichend und führte zudem zu Magen­problemen. Emrich diagnostizierte ein Mixed-Pain-Syndrom, das heißt eine Mischung nozizeptiver und neuropathischer Schmerzen. Er stellte den Patienten direkt auf zweimal täglich 10 mg/5 mg Targin® ein. Bereits nach drei Wochen reduzierte sich die Schmerzintensität auf VAS(2) 4, was unter anderem die dringend notwendige Physiotherapie ermöglichte. Auch die Lebensqualität des Patienten verbesserte sich deutlich. Emrich sieht gute Chancen für die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, was vorher kaum realistisch schien: „Die medikamentöse Therapie mit Targin® ist stark wirksam und zugleich überlegen verträglich. Damit ermöglicht sie dem Patienten den Weg zurück in seine Sozialbezüge, in seinen Beruf, kurz: zurück ins Leben.“

 

 

Infografik. Quelle: Mundipharma

 

Abb. 1: Targinâ: Lebensqualität durch stärkere Schmerzreduktion bei geringeren Therapiekosten – Eine Schmerztherapie mit Targin® führt zu einer stärkeren Reduktion der Schmerzintensität und verbessert die Lebensqualität der Patienten deutlicher als eine Therapie mit anderen starken Opioiden. Zudem entstehen geringere Therapiekosten. Das ist das Ergebnis einer nationalen, nicht-interventionellen Versorgungs­forschungsstudie zur Therapie chronischer Rückenschmerzen. Unter Therapie mit Targin® fielen während der zwölfmonatigen Beobachtungszeit pro Patient 2.403,45 Euro an direkten Kosten für Behandlungen, Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, nicht-medikamentöse Therapien, Notfallbehandlungen sowie Klinik- und Rehabilitationsaufenthalte an. Damit lagen diese Kosten 369,53 Euro unter den Kosten der Therapie mit anderen starken Opioiden (2.772,98 Euro). Gleichzeitig profitierten die mit Targin® behandelten Patienten von einer Reduktion der Schmerzintensität um 45,0 Prozent. Unter Therapie mit anderen starken Opioiden lag diese nur bei 24,7 Prozent. Photo: Mundipharma

 

 

Anmerkungen

 

  • (1) Krankheitsspezifischer Lebensqualitätsfragebogen BPI-SF:
    Schmerzintensität 0 = kein Schmerz, 40 = stärkster vorstellbarer Schmerz
    (Summenscore aus vier Einzelparametern)

 

  • (2) Visuelle Analogskala (VAS) 0 = keine Schmerzen, 10 = stärkste vorstellbare Schmerzen

 

  • (3) Krankheitsübergreifender Lebensqualitätsfragebogen SF-36:
    Acht Subskalen: jeweils 0 = Minimum an Lebensqualität, 100 = Maximum an Lebensqualität

 

 

Quellen

 

  1. Expertengespräch „Schmerztherapie im Spannungsfeld zwischen Lebensqualität und Kostendruck – Neue Studiendaten zu Targin®“, veranstaltet von Mundipharma anlässlich des 22. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses am 23. März 2011 in Frankfurt am Main
  2. Versorgungsforschungsstudie zur Lebensqualität und zu pharmaökonomischen Aspekten von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen unter Therapie mit Oxycodon/Naloxon oder anderen Opioiden der WHO-Stufe III, Institut für Empirische Gesundheitsökonomie, 2011
  3. Vauth C., Greiner W., Kosten in der Schmerztherapie, Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement 2011; 16: S3-S9

 

 

Download

 

Prof. Dr. Dr. med. Reinhard Rychlik: „Versorgungsforschungsstudie bei Schmerzpatienten zeigt: Targin® erhöht die Lebensqualität und spart Therapiekosten“
Abstract: Abstract Rychlik.doc Abstract Rychlik.doc (35.00 KB)

 

SanRat Dr. med. Oliver Emrich : „Targin® in der Praxis: Therapieerfolg für Patient und Arzt“
Abstract: Abstract_Emrich.doc Abstract_Emrich.doc (29.50 KB)

 

 


Quelle: Expertengespräch „Schmerztherapie im Spannungsfeld zwischen Lebensqualität und Kostendruck – Neue Studiendaten zu Targin®“, veranstaltet von Mundipharma anlässlich des 22. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses am 23. März 2011 in Frankfurt am Main (Dorothea Küsters Life Science) (tB).

MEDICAL NEWS

New guidance to prevent the tragedy of unrecognized esophageal intubation
Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Menschen mit Diabetes während der Corona-Pandemie unterversorgt? Studie zeigt auffällige…
Suliqua® zur Therapieoptimierung bei unzureichender BOT
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…

ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung: „Nicht das Salz und nicht das Fett verteufeln“
Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?

ONKOLOGIE

Nahrungsergänzungsmittel während der Krebstherapie: Es braucht mehr Bewusstsein für mögliche…
Fusobakterien und Krebs
Fortgeschrittenes Zervixkarzinom: Pembrolizumab verlängert Leben
Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…