Typ-2-Diabetes: Vorteil mit Toujeo® in der Einstellphase

Geringeres Hypoglykämierisiko unter Insulin glargin 300 E/ml vs. Insulin glargin 100 E/ml

 

Frankfurt am Main (10. März 2021) — „Auch in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie ist eine gute Blutzuckereinstellung für Menschen mit Diabetes wichtig“, betonte Dr. Stephan Kress, Landau.* Gemeinsam mit Dr. Thorsten Siegmund, München, rief er vor diesem Hintergrund dazu auf, Patienten mit Typ-2Diabetes rechtzeitig auf Insulin einzustellen und dabei auf eine konsequente Titration in Richtung des individuellen Zielwertes zu achten. Erfolgt die Neueinstellung auf das langwirksame Basalanaloginsulin Toujeo® (Insulin glargin 300 Einheiten [E] pro Milliliter [ml]), können die Patienten in der Einstellphase von einem geringeren Hypoglykämierisiko im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml profitieren.1 Ähnliches zeigte sich im Vergleich zu Insulin degludec**,2 – jeweils bei vergleichbarer Senkung des HbA1c-Wertes.1,2

 

Typ-2-Diabetes: Den Teufelskreis mit effektiver Insulintherapie durchbrechen

„Eine schlechte Blutzuckereinstellung erhöht nicht nur das Risiko der Betroffenen in der aktuellen Pandemiesituation, sondern kann einen Teufelskreis in Gang setzen: Die schlechte glykämische Kontrolle geht mit mikro- und makrovaskulären Langzeitkomplikationen, wie z.B. Neuropathie oder chronischer Niereninsuffizienz einher. Diese können die Lebensqualität der Betroffenen dauerhaft beeinträchtigen. Eine schlechte Lebensqualität kann wiederum ein Treiber für eine schlechtere Blutzuckerkontrolle sein.“3-5, so Siegmund. Er ergänzte außerdem: „Trotzdem wird eine Insulintherapie oft erst sehr spät begonnen: Beispielsweise hatten in einer in Europa und den USA durchgeführten retrospektiven Beobachtungsstudie 42 Prozent der über 40.000 insulinnaiven Patienten mit Typ-2-Diabetes vor der Initiierung einer Basalinsulintherapie einen HbA1c von über 9 Prozent.“6

„Zu Beginn einer Basalinsulintherapie, sollte intensiv titriert werden“, riet Siegmund, denn in der Einstellphase – den ersten 12 Wochen der Basalinsulintherapie – werden etwa 80 Prozent des maximalen Behandlungseffektes erreicht.7 Das Ansprechen des Patienten in der Einstellphase ist außerdem ein Prädiktor für seine langfristige Blutzuckereinstellung.6

 

Compliance-Barriere Hypoglykämie

Ein wesentliches Kriterium für das Gelingen der Einstellphase ist Siegmund zufolge, das Vermeiden von Hypoglykämien: Schon eine Unterzuckerung in den Wochen 0-12 der Insulintherapie verdoppelt das Risiko für Hypoglykämien im weiteren Verlauf (Wochen 13-24).8 Darüber hinaus erhöhen Hypoglykämien das Risiko, dass der Patient die Behandlung abbricht.9 Siegmund unterstrich, dass Hypoglykämien außerdem mit einer signifikant geringeren Behandlungszufriedenheit einhergehen und eine Barriere für eine gute Compliance darstellen.10,11

 

Insulin glargin 300 E/ml: Weniger Hypoglykämien in der Einstellphase (Woche 0-12) 

„Um das Risiko von Hypoglykämien in der Einstellphase zu minimieren, kann die Initiierung der Basalinsulintherapie mit Insulin glargin 300 E/ml von Vorteil sein“, erläuterte Kress und präsentierte Auswertungen aller EDITION-Studien, die mit Typ-2-Diabetes durchgeführt wurden. Sie zeigen, dass das Risiko für eine Hypoglykämie in der Einstellphase unter Insulin glargin 300 E/ml im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml über 24 Stunden sowie nachts geringer ist.1,12-14 Das geringere Hypoglykämierisiko von Insulin glargin 300 E/ml bestätigte sich auch im Vergleich mit Insulin degludec: In der BRIGHT-Studie lag die Hypoglykämie-Inzidenz in der Einstellphase (Woche 0-12) zu jeder Tageszeit unter Insulin glargin 300 E/ml signifikant niedriger als unter Insulin degludec (p = 0,030 für bestätigte Hypoglykämien ≤ 70 mg/dl [≤ 3,9 mmol/l] und p = 0,040 für bestätigte Hypoglykämien ≤ 54 mg/dl [≤ 3,0 mmol/l]).**, Kress erklärte: „Das geringere Hypoglykämierisiko wird aber nicht mit einer schlechteren Blutzuckereinstellung erkauft: Nach 6 Monaten erreichten mehr Menschen mit Typ-2-Diabetes unter Insulin glargin 300 E/ml ihre individuellen Blutzuckerziele ohne Hypoglykämien als unter einem Standard-Basalanaloginsulin. Dies zeigte die 2020 publizierte ACHIEVE-Control-Studie.“15 Mit diesen aktuellen Real-World-Daten, aber auch mit randomisierten kontrollierten Studien wie BRIGHT, die zum Teil nach Markteinführung durchgeführt werden, unterstreicht Sanofi sein anhaltendes Engagement für eine bestmögliche Insulintherapie der Patienten.

 

100 Jahre Insulintherapie – Meilensteine aus Frankfurt Hoechst

Dieses Engagement reicht nahezu 100 Jahre zurück. Im Jahr 1921 gelang es an der Universität von Toronto, Kanada, Insulin aus Tieren zu extrahieren und erstmals einen jungen Menschen mit Diabetes erfolgreich zu behandeln. Bereits zwei Jahre später begann die industrielle Insulinproduktion in Frankfurt-Höchst. Es folgten eine Reihe von Meilensteinen in der Entwicklung von Insulinpräparaten wie einer verbesserten Reinheit und der Entwicklung von Insulinformulierungen mit unterschiedlichen Wirkprofilen. Dem Unternehmen Sanofi, das aus der Fusion und Integration verschiedener pharmazeutischer Firmen – darunter die Farbwerke Hoechst – entstanden ist, gelang in den 1980er Jahren die erste biotechnologische Herstellung von Humaninsulin.  Im Jahr 2000 wurde in Frankfurt-Höchst das Basalanaloginsulin Insulin glargin 100 E/ml (Lantus®) und 15 Jahre später Insulin glargin 300 E/ml (Toujeo®) mit weiteren Vorteilen für Menschen mit Diabetes eingeführt.16

 

 

Anmerkungen

*Online-Fachpressekonferenz „Insulintherapie – Bedeutung der Einstellphase bei Typ-2-Diabetes“, 24. Februar 2021; Veranstalter Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

**Mit Toujeo® geringere Rate an bestätigten# Hypoglykämien vs. Insulin degludec 100 E/ml in der

Einstellphase (Behandlungswochen 0-12) bei insulinnaiven Typ-2-Diabetespatienten. Vergleichbare Inzidenz und Rate an Hypoglykämien während der Erhaltungsphase (Behandlungswochen 13-24) und der gesamten 24-wöchigen Studiendauer.

#bestätigte Hypoglykämien (≤ 70 mg/dl [≤ 3,9 mmol/l] und < 54 mg/dl [< 3,0 mmol/l]) zu jeder Tageszeit und bestätigte nächtliche (00:00–05:59 Uhr) Hypoglykämien (≤ 70 mg/dl [≤ 3,9 mmol/l]).

 

 

Referenzen

  1. Bolli GB et al. Diabetes Obes Metab 2015;17:386-394
  2. Rosenstock J et al. Diabetes Care 2018;41: 2147-54
  3. Berard L et al. Diabetes Obes Metab 2018;20:301-308
  4. Hayes A et al. Value Health 2016;19:36–41
  5. Cannon A et al. J Manag Care Spec Pharm 2018;24(9a Suppl):S5-S13
  6. Mauricio D et al. Diabetes Obes Metab 2017;19:1155-1164
  7. Owens DR et al. Diabetes Res Clin Pract 2014;106:264-274
  8. Harris S et al. ADA 2019;San Francisco, USA. 1095-P
  9. Dalal M, et al. Curr Med Res Opin. 2017;33:209-214.
  10. Jódar-Gimeno E et al. Rev Clin Esp 2015;215(2):91-97
  11. Alvarez Guisasola et al. Diabetes Obes Metab 2008;10(Suppl. 1):25-32
  12. Riddle MC et al. Diabetes Care 2014;37:2755-2762
  13. Yki-Järvinen H et al. Diabetes Care 2014;37:3235-3243
  14. Terauchi Y et al. Diabetes Obes Metab 2016;18:366-374
  15. Meneghini L et al. Diabetes Obes Metab 2020;22:2004-2012
  16. Becker RHA et al. Diabetes Care 2015;38(4):637-643

 

 

Über Sanofi

Sanofi ist ein weltweites Unternehmen, das Menschen bei ihren gesundheitlichen Herausforderungen unterstützt. Mit unseren Impfstoffen beugen wir Erkrankungen vor. Mit innovativen Arzneimitteln lindern wir ihre Schmerzen und Leiden. Wir kümmern uns gleichermaßen um Menschen mit seltenen Erkrankungen wie um Millionen von Menschen mit einer chronischen Erkrankung.

Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in 100 Ländern weltweit und annähernd 9.000 Mitarbeitern in Deutschland übersetzen wir wissenschaftliche Innovation in medizinischen Fortschritt.

Sanofi, Empowering Life.

 


Quelle: Sanofi-Aventis, 10.03.2021 (tB).

Schlagwörter: , ,

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 
Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung