Deutscher Schmerztag 2009

Targin® erhöht Lebensqualität bei Bewegungsschmerzen

 

  • Opioid-naive und -vorbehandelte Patienten profitieren
  • Hoher therapeutischer Nutzen für Osteoporose-Patienten
  • 43,6 Pro­zent mehr Lebensqualität durch effektive Analgesie und überlegene Verträglichkeit
  • Morphin nicht mehr Goldstandard

 

Frankfurt (28. März 2009) − Morphin ist nicht mehr Gold­standard. Es hat im Vergleich zu anderen starken Opioiden die geringste Einsatzbreite, ein ungünstiges Nebenwirkungsprofil und bildet einen aktiven Metaboliten mit Kumulationsgefahr bei Nieren­insuffizienz. Moderne Opioide wie Targin® hingegen ermöglichen chronisch Schmerzkranken heute ein hohes Maß an Lebens­qualität. Den großen therapeutischen Nutzen der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon präsentiert Ulf Schutter auf einem von Mundipharma unterstützten Symposium im Rahmen des 20. Deutschen Schmerz- und Palliativkongresses in Frankfurt anhand einer Kasuistik: Eine 68-jährige Patientin mit stärksten Schmerzen aufgrund einer Coxarthrose wurde von zweimal täglich 75 mg Diclofenac auf zweimal 10 mg/5 mg Oxycodon/Naloxon eingestellt. Dadurch reduzierte sich ihre Schmerzintensität um 50 Prozent. Der Bowel Function Index (BFI)[1] nahm um 23 Punktwerte ab, somit erreichte ihre Darmfunktion Normalwerte. „Nach sechs Jahren mit stärksten Schmerzen ist ihre Lebensqualität so in kurzer Zeit um knapp 65 Prozent gestiegen“, sagt Schutter. Das zeigt laut des Schmerzexperten aus Marl, dass auch opioid-naive Schmerzpatienten von der effektiven Analgesie und überlegenen Verträglichkeit von Targin® profitieren.

 

Wie gut diese zweifach wirksame Schmerztherapie bei Osteo­porose-Patienten funktioniert, zeigt eine Subgruppenanalyse mit 1.586 Patienten, die Dr. Peter Schermuly, Limburg, vorstellt: Innerhalb von vier Wochen nahm die durchschnittliche Schmerz­intensität der Patienten von NRS[2] 5,6 auf 3,1 ab. Der BFI redu­zierte sich von 44,1 auf 16,8 Punktwerte und erreichte damit Normalwerte. Die Anzahl an Patienten, die unter gastrointestinalen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Bauchschmerzen sowie Schwindel litten, nahm ebenfalls signifikant ab. Insgesamt verbes­serte sich damit die Lebensqualität der Patienten um 43,6 Prozent. „85,3 Prozent der Ärzte beurteilten die Fixkombination als „viel besser“ oder „besser“ verträglich im Vergleich zur Vortherapie“, fasst der Schmerzexperte die Ergebnisse zusammen.

 

Ständige Verbesserungen in der schmerztherapeutischen Ver­sorgung und Forschung haben während der letzte Jahrzehnte dafür gesorgt, dass es heute innovative Opioide gibt, die die analgetische Therapie für den Arzt vereinfachen und für den Patienten Lebensqualität bedeuten. Wie sehr Patienten mit starken chronischen Schmerzen des Bewegungsapparats von modernen Therapieoptionen wie Targin® profitieren, auch wenn sie erstmals ein Opioid erhalten, zeigt Ulf Schutter auf einem von Mundipharma unterstützten Symposium im Rahmen des 20. Deutschen Schmerz- und Palliativtages in Frankfurt anhand einer Kasuistik.

Zweifach wirksame Schmerztherapie im Praxis-Alltag bestätigt

 

Der Schmerzexperte aus Marl schildert den Fall einer 68-jährigen Patientin, die seit sechs Jahren an einer Coxarthrose litt. Gegen ihre Schmerzen erhielt sie zweimal täglich Diclofenac. Unter dieser Therapie betrug ihre Schmerzintensität weiterhin NRS 6 bis 8. Zudem hatte sie einen BFI von 35 und damit verbunden gastro­intestinale Beschwerden. Ihre Lebensqualität[3] war deutlich beeinträchtigt. „Da die Analgesie dieser Therapie unzureichend war und sie Diclofenac zudem sehr schlecht vertragen hat, wurde sie auf zweimal täglich 10 mg/5 mg Oxycodon/Naloxon eingestellt“, sagt Schutter. Mit der Fixkombination reduzierte sich ihre Schmerzstärke von NRS 6 bis 8 auf NRS 3 bis 5. Der BFI nahm von 35 auf 12 Punktwerte ab, ihre Darmfunktion normalisierte sich. „Nach sechs Jahren mit stärksten Schmerzen hat sie durch die Einstellung auf ein modernes Opioid ihre Lebensqualität zurück gewonnen“, sagt Schutter. Sie hat sich einer Behinderten-Sportgruppe angeschlossen, kann ihre täglichen Besorgungen wieder selbst erledigen und ist sehr zufrieden.

 

Osteoporose: Mehr Lebensqualität durch effektive Wirk­samkeit und überlegene Verträglichkeit

 

Diesen hohen therapeutischen Nutzen hat die Fixkombination auch bei starken Osteoporose-Schmerzen. Das zeigt eine Subgruppen­analyse von 1.586 Osteoporose-Patienten, die Dr. Peter Schermuly, Schmerzexperte aus Limburg, vorstellt. Die Patienten erhielten vier Wochen lang retardiertes Oxycodon/Naloxon. Innerhalb dieser Zeit nahm die durchschnittliche Schmerzintensität der Patienten von NRS 5,6 auf 3,1 ab. Das entspricht einer Schmerzreduktion um knapp 45 Prozent. Die Darmfunktion der Patienten verbesserte sich und erreichte Normalwerte. So reduzierte sich der BFI von durchschnittlich 44,1 auf 16,8 Punktwerte. Die Anzahl der Patienten mit gastrointestinalen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Bauchschmerzen und Schwindel nahm deutlich ab. Insgesamt reduzierte sich der Summenscore der Beeinträchtigung der Lebensqualitäts-Parameter von 41,5 auf 23,5, damit stieg die Lebensqualität der Patienten um 43,6 Prozent. Ihre allgemeine Aktivität, Fähigkeit zu arbeiten und soziale Kontakte zu pflegen sowie ihr Gehvermögen, ihre Stimmung, Lebensfreude und Schlafqualität erhöhten sich jeweils um zirka 40 bis 50 Prozent. „Opioid-naive Patienten, die vor Studienbeginn mit schwachen Analgetika der WHO-Stufe I behandelt wurden, profitierten am meisten von der Einstellung auf Oxycodon/Naloxon“, sagt Schermuly. Nach vier Wochen beurteilten 85,3 Prozent der Ärzte die Verträglichkeit der Therapie mit Oxycodon/Naloxon als „viel besser“ oder „besser“ im Vergleich zur Vortherapie.

 

Moderne Opioide lösen den Goldstandard Morphin ab

 

„Diese positiven Ergebnisse aus dem Praxis-Alltag verdeutlichen, warum Morphin bei starken bis sehr starken Schmerzen inzwischen nicht mehr Goldstandard ist, auch wenn es in nationalen und internationalen Leitlinie immer noch als Mittel der Wahl bei Tumorschmerzen genannt wird“, sagt Professor Gerd Mikus. Im Vergleich zu anderen starken Opioiden habe es laut des Klinischen Pharmakologen vom Universitätsklinikum Heidelberg die geringste Einsatzbreite, zeige vergleichsweise höhere Neben­wirkungsinzidenzen und bilde einen aktiven Metaboliten, der bei eingeschränkter Nierenfunktion kumulieren kann. Daher könne es nicht mehr als Leitsubstanz und auch nicht als Alternative zu anderen Wirkstoffen klassifiziert werden. Außerdem ist es weltweit nicht mehr das meistverordnete starke Opioid. „Morphin ist aufgrund ungünstiger pharmakologischer Eigenschaften und auftretender Nebenwirkungen nicht mehr Leitsubstanz. Moderne Opioide wie Targin® hingegen sind analgetisch hochwirksam und zugleich sehr gut verträglich. Damit ermöglichen sie es Patienten mit moderaten bis starken chronischen Bewegungsschmerzen, ihre gewohnte Lebensqualität zurück zu bekommen“, so die Experten unisono.

 

Infografik Lebensqualitaet Osteoporose

 

Abb.: Targinâ – Signifikante Erhöhung der Lebensqualität für Osteoporose-Patienten: Eine effektive Schmerztherapie ist dann gewährleistet, wenn das Analgetikum hoch­wirksam und zugleich sehr gut verträglich ist. Diese Anforderung erfüllt die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon: Im Rahmen einer nicht-interventionellen Multicenterstudie erhielten 1.586 Patienten mit mittelstarken bis starken Osteoporose-bedingten Schmerzen vier Wochen lang Targin®. Innerhalb dieses Zeitraums nahm der Grad der Beeinträchtigung der sieben Lebensqualitätsparameter signifikant ab. Insgesamt erhöhte sich so die Lebensqualität der Patienten um 43,6 Prozent. Graphik: Mundipharma Bildarchiv


Quellen

  1. Symposium “Perspektiven der modernen Schmerztherapie”, veranstaltet von Mundipharma am 28. März 2009 im Rahmen des 20. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses (Deutscher Schmerztag), Frankfurt am Main (Dorothea Küsters Life Science Communications).
  2. Schermuly P.: Therapie starker Osteoporose-Schmerzen mit der Kombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon. Poster Deutscher Schmerz- und Palliativkongress, 26.-28. März 2009, Frankfurt .

Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS), Oberursel – Unterstützt von Mundipharma

 

 

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Vortrag Ulf Schutter.pdf Vortrag Ulf Schutter.pdf (34.59 KB)

Folien zu Vortrag Ulf. Schutter.pdf Folien zu Vortrag Ulf. Schutter.pdf (7.24 MB)

 

Vortrag Dr. med. Gerd Mikus.pdf Vortrag Dr. med. Gerd Mikus.pdf (38.07 KB)

Folien zu Vortrag Prof. Dr. med. Gerd Mikus.pdf Folien zu Vortrag Prof. Dr. med. Gerd Mikus.pdf (8.31 MB)

 

Poster Therapie starker Osteoporose-Schmerzen.pdf Poster Therapie starker Osteoporose-Schmerzen.pdf (160.25 KB)

 

Daten und Fakten zur Schmerztherapie in Deutschland.pdf Daten und Fakten zur Schmerztherapie in Deutschland.pdf (63.94 KB)

 



[1] Bowel Function Index (BFI): gemessen anhand der Leichtigkeit des Stuhlgangs (0 = leicht,
  100 = größte Schwierigkeit), dem Gefühl der unvollständigen Darmentleerung sowie der
  Beurteilung der Obstipation (0 = leicht, 100 = größte Schwierigkeit)

 

[2]  Numerische Ratingskala (NRS): 0 = keine Schmerzen, 10 = stärkste vorstellbare
   Schmerzen

[3] Erfasst mittels eines validierten Fragebogens anhand der Beeinträchtigung der Parameter
  Aktivität, Stimmung, Fähigkeit zu gehen und zu arbeiten sowie soziale Kontakte, Schlaf
  und Lebensfreude (0 = keine Beeinträchtigung, 10 = stärkste Beeinträchtigung) und dem
  daraus resultierenden Summenscore (0 – 70).

 

 

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