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23 | 02 | 2017
KrankenPflege-Journal - aktuell
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Paradigmenwechsel in der Brustkrebstypisierung: MammaTyper®. Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 57.000 Frauen und weltweit mehr als eine Million neu mit Brustkrebs diagnostiziert.7,8 Um das individuelle Risiko einer Patientin einzustufen und Therapieerfolge bei dieser heterogenen Erkrankung zu erzielen, spielt die präzise Bestimmung der Biomarker ER, PR, HER2 und Ki-67 neben anderen klinisch-pathologischen Parametern wie Tumorgröße und Nodalstatus eine zentrale Rolle. Sie bilden die Grundlage für die Wahl einer individuell geeigneten Therapie. „Die etablierten semi-quantitativen Methoden zur Bestimmung dieser Biomarker unterliegen jedoch einer hohen Variabilität und werden in Fachkreisen häufig kontrovers diskutiert 9,10“, erklärte Prof. Dr. Michael Untch, Helios Kliniken Berlin, bei einer Veranstaltung von BioNTech Diagnostics.Paradigmenwechsel in der Brustkrebstypisierung

MammaTyper®

  • MammaTyper® (CE markiertes IVD) bestimmt quantitativ die mRNA-Expression der vier Biomarker ERBB2 (HER2), ESR1 (ER), PGR (PR) und MKI67 (Ki-67)1 mittels RT-qPCR.
  • MammaTyper® zeigt in mehreren Studien eine hohe Präzision und Reproduzierbarkeit sowie eine signifikante Überlegenheit im Vergleich zur Immunhistochemie (IHC) bei der Bestimmung des Proliferationsmarkers Ki-67 (MKI67).1-3
  • MammaTyper® hat das Potenzial, die etablierten Nachweismethoden zu ersetzen und prognostische Aussagen zum Krankheitsverlauf zu liefern.2,3

Frankfurt a. Main (26. Januar 2017) - Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 57.000 Frauen und weltweit mehr als eine Million neu mit Brustkrebs diagnostiziert.7,8 Um das individuelle Risiko einer Patientin einzustufen und Therapieerfolge bei dieser heterogenen Erkrankung zu erzielen, spielt die präzise Bestimmung der Biomarker ER, PR, HER2 und Ki-67 neben anderen klinisch-pathologischen Parametern wie Tumorgröße und Nodalstatus eine zentrale Rolle. Sie bilden die Grundlage für die Wahl einer individuell geeigneten Therapie. „Die etablierten semi-quantitativen Methoden zur Bestimmung dieser Biomarker unterliegen jedoch einer hohen Variabilität und werden in Fachkreisen häufig kontrovers diskutiert 9,10“, erklärte Prof. Dr. Michael Untch, Helios Kliniken Berlin, bei einer Veranstaltung von BioNTech Diagnostics.

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Abb.: Akupunktur als Therapie? Ein neuer Forschungsverbund zu Komplementärmedizin startet. Foto: Universitätsklinikum HeidelbergPflanzliche Wirkstoffe, Ernährung, Akupunktur

Neuer Forschungsverbund der Universitätsklinika in Baden-Württemberg zu Komplementärmedizin

Heidelberg (25. Januar 2017) - Pflanzliche Wirkstoffe, Ernährung, Akupunktur – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert Forschung und Strukturbildung zur Komplementärmedizin über drei Jahre mit insgesamt 1,2 Millionen Euro / Universitätsklinika Heidelberg, Freiburg, Ulm und Tübingen bündeln Expertise in Immunologie, Onkologie, Naturstoffanalytik und Versorgungsforschung.

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Wittener Studie

Ein Drittel weniger Einweisungen aus dem Altenheim ins Krankenhaus möglich

 

Witten (25. Januar 2017) - 35 Prozent weniger Einweisungen aus Altenheimen in Krankenhäuser sind möglich – das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Witten/Herdecke (UW/H), die am 3. Februar ab 11 Uhr auf einer Fachtagung vorgestellt wird. Über zwei Jahre haben Pflegewissenschaftlerinnen der UW/H mit vier Alteneinrichtungen in NRW kooperiert und ein Interventionsmodell entwickelt, das anschaulich zeigt, welche Instrumente zur Verringerung von Krankenhauseinweisungen eingesetzt werden können. 
 

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Abb.(oben): Erst passt man den ph-Wert an, dann setzt man den Wirkstoff frei. (c) Wiley-VCHMikromotoren neutralisieren Magensäure und setzen Wirkstoffe pH-abhängig frei

Mikro-U-Boote für den Magen

Frankfurt am Main (24. Januar 2017) - Winzige „U-Boote“, die eigenständig durch den Magen sausen, Magensäure als Treibstoff verwenden, diese dabei rasch neutralisieren, um dann ihre Fracht passgenau beim gewünschten pH-Wert freizusetzen: Was nach Science Fiction klingt, ist ein neuer Ansatz zur Behandlung von Magenerkrankungen mit säureempfindlichen Medikamenten, den Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie vorstellen. Er basiert auf protonenangetriebenen Mikromotoren mit einer pH-abhängigen Polymerschicht, die mit Wirkstoffen beladen werden kann.

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BDH

Aktionsfeld Pflege

Bonn (23. Januar 2017) - Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg in Deutschland bis Ende 2015 auf 2,86 Millionen Menschen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs die Zahl seit 2013 damit um 8,9 Prozent. Diese Entwicklung fordere politische Rahmenbedingungen, die die Tragfähigkeit der Pflege in Deutschland nachhaltig stärken, forderte die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller:

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Folgenhafter Eingriff ins Gehirn

Ethische Implikationen der Tiefen Hirnstimulation

Ulm (23. Januar 2017) - Wie sehr sich die ethisch-moralische Bewertung medizinischer Eingriffe über die Zeit hinweg verändert, demonstrierte Professor Heiner Fangerau im sehr gut besuchten Ulmer Stadthaus am Beispiel der Tiefen Hirnsimulation (THS). Im Rahmen der Unijubiläums-Vortragsreihe „Das Gehirn – ein außergewöhnliches Organ“ machte der Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf deutlich, dass diese auch als Hirnschrittmacher bezeichnete neurologische Behandlungsmethode heute zwar durchaus erfolgreich eingesetzt werde. Allerdings blieben dabei gewisse ethische Probleme sowie ein „moralisches Unbehagen“ bestehen.

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Abb.: Das ambulante Palliativteam Jena ist direkt an die Palliativstation des Uniklinikums angebunden. Die Unimediziner evaluieren Qualität und Strukturen der ambulanten Palliativversorgung in Deutschland. Foto: Uniklinikum JenaSAPV

Wie funktioniert gute Palliativversorgung zuhause?

Jena (23. Januar 2017) - Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena untersuchen die Qualität und die Strukturen der ambulanten Palliativversorgung in Deutschland. Seit zehn Jahren haben schwerkranke Patienten einen gesetzlichen Anspruch auf die Betreuung zuhause durch spezialisierte Teams, für die daraufhin bundesweit sehr unterschiedliche Vertrags-, Versorgungs- und Finanzierungsmodelle entwickelt wurden. Mit Förderung aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses befragen die Jenaer Mediziner in den kommenden zwei Jahren die Patienten und Angehörige, Hausärzte, Pflegedienste und andere Beteiligte, um Empfehlungen für eine Optimierung dieser wichtigen Versorgungsform zu erarbeiten.

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Palo Alto Networks nennt 6 Maßnahmen, um gefälschte E-Mails zu erkennen

Eine gesunde Portion Skepsis ist entscheidend

München (20. Januar 2017) - Im vergangenen Jahr waren Einrichtungen sämtlicher Größenordnungen von Cyberangriffen betroffen. Beispielsweise im Healthcare-Bereich kam bei den meisten der Angriffe Malware der einen oder anderen Art zum Einsatz. Bei weitem die häufigste Art und Weise, wie Malware in Kliniknetzwerke gelangt, ist die Nutzung manipulierter E-Mails.

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Patientensicherheitschweiz_logoPatientensicherheit Schweiz

Fixierungsmassnahmen und ihr Zusammenhang mit dem Skill-mix des Pflegepersonals

Zürich, Schweiz (20. Januar 2017) - Die Fixierung von Patienten im Spital ist eine massive Einschränkung der persönlichen Freiheit und zu Recht nur unter hohen Auflagen erlaubt. Neben ethischen und juristischen Aspekten sind Fixierungsmassnahmen auch ein Thema der Patientensicherheit. Und zwar zum einen, weil die Gewährleistung der Sicherheit als Begründung für Fixierungsmassnahmen genannt wird, zum Beispiel um Stürze zu verhindern oder um bei aggressivem Verhalten die Selbst- und Fremdgefährdung zu reduzieren. Andererseits stellt die Verwendung von Fixierungsmassnahmen selbst ein erhebliches Risiko für die betroffenen Patienten dar, zum Beispiel für Strangulationen, Druckgeschwüre oder psychische Destabilisierung. Der Verzicht auf Fixierungsmassnahmen kann eine aufwendigere Patientenbetreuung erfordern. Lesen Sie das aktuelle Paper of the Month zur Publikation von Staggs et al., die in ihrer Studie den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Anwendung von Fixierungsmassnahmen und der Verfügbarkeit von qualifiziertem Pflegepersonal untersuchten:

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Neuer Service von Takeda jetzt verfügbar

Das Patientensupportprogramm myvyoTM mit individualisiertem Coaching-Konzept für CED-Patienten mit Vedolizumab (Entyvio®)-Therapie

Köln (20. Januar 2017) - Takeda hat ein umfassendes Unterstützungsprogramm für Patienten gestartet, die unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) leiden und mit Vedolizumab (Entyvio®) behandelt werden. Einzigartig ist dabei der Ansatz, Informationsangebote mit einem individualisierten Coaching zu verbinden. Inwieweit solche Programme die medizinisch-fachliche Betreuung von CED-Patienten sinnvoll ergänzen und unterstützen können, erörterten Experten heute bei einem Fachpresse-Gespräch von Takeda.

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Schlafwandler

Während du schliefst …

Bern, Schweiz (19. Januar 2017) - Wer nach einer Sturzverletzung in den Notfall kommt, kann meistens erklären, was passiert ist. Es sei denn er oder sie haben sich im Schlaf verletzt. Nicht häufig – aber möglich. Das zeigt das Notfallzentrum am Inselspital in einer Studie. Wie in Trance bewegen sich Schlafwandler durch den Raum. Ihr Bewusstsein befindet sich in einem Zustand zwischen Schlafen und Wachen. Das ist zwar seltsam, aber weder für den Schlafwandler noch für seine Umgebung gefährlich. Eine Studie des Universitären Notfallzentrums am Inselspital zeigt nun jedoch, dass sich Schlafwandler auf ihren nächtlichen Ausflügen durchaus verletzen können.

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Gesetz „Cannabis als Medizin“ vom Bundestag einstimmig beschlossen

Schwerkranke müssen bestmöglich versorgt werden

Berlin (19. Januar 2017) - Der Bundestag hat heute einstimmig in 2./3. Lesung das Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften beschlossen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Schwerkranke Menschen müssen bestmöglich versorgt werden. Dazu gehört, dass die Kosten für Cannabis als Medizin für Schwerkranke von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders wirksam geholfen werden kann. Das ist auch ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Palliativversorgung. Außerdem wird es eine Begleiterhebung geben, um den medizinischen Nutzen genau zu erfassen."

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„Organoide“

Wissenschaftler initiieren ersten ethischen Leitfaden für Organe aus dem Reagenzglas

Wien (19. Januar 2017) - Jürgen Knoblich, führender Stammzell-Experte und stellvertretender Direktor am IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), stellt in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Science“ zusammen mit Hans Clevers, dem früheren Präsidenten der niederländischen Akademie der Wissenschaften einen ersten ethischen Wegweiser für die Forschung an menschlichen Organmodellen vor. Darin spricht er sich auch für einen kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit der neuartigen Technologie aus.

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Die Dinge in der Pflege

Wie Waschlappen, Hebelifter und Einmalhandschuhe zum Einsatz kommen

Hildesheim (18, Januar 2017) - Ob im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zu Hause: In der Pflege kommen Dinge wie Waschlappen und Einmalhandschuhe zum Einsatz. „Die Dinge wandeln das private Zimmer der Bewohner in einen Raum der Pflege“, sagt Lucia Artner. Die Wissenschaftlerin der Universität Hildesheim untersucht, welche Bedeutung Objekte im Pflegealltag einnehmen. Seit 2014 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt „Pflegedinge“. Einblicke in Ergebnisse aus der Forschung.

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Terrorgefahr

Mediziner fordern Ausstattung von Rettungswagen mit Tourniquets

Berlin (18.Januar 2017) - Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) fordern, dass Rettungswagen bundesweit mit sogenannten Tourniquets ausgestattet werden. Das Tourniquet ist ein Abbindesystem, mit dem eine lebensbedrohliche Blutung an Armen oder Beinen unterbrochen und gestoppt werden soll – beispielsweise nach Explosions- oder Schussverletzungen bei einem Terroranschlag. Auf diese Forderung verständigten sich die Unfallchirurgen und Rettungsmediziner auf der DGU-Veranstaltung „Terroranschläge – eine neue traumatologische Herausforderung“ am 14. Januar 2017 in München.

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„NutRedOx“

Neues Verbundprojekt erforscht Einflüsse der Ernährung auf Krankheiten und Altern

Saarbrücken (17. Januar 2017) - Wie man mit der richtigen Ernährung vielen Krankheiten vorbeugen kann, und inwiefern sich mit einer spezifischen Diät Alterungsprozesse beeinflussen lassen, ist Gegenstand des Verbundprojekts „NutRedOx“. Es wurde im Dezember von der Europäischen Union bewilligt und wird ab Mitte 2017 für vier Jahre gefördert. Am Forschernetzwerk beteiligt sind rund hundert Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen und aus verschiedenen Ländern – von den Maghreb-Staaten bis zum Kaukasus –, darunter auch das Team von Claus Jacob, Professor für Bioorganische Chemie an der Universität des Saarlandes.

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DBfK

Höchste Zeit für gute Arbeitsplätze!

Berlin (17. Januar 2017) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) sieht in den gestern veröffentlichten Daten der Pflegestatistik einen wichtigen Ansporn für die amtierende sowie die in diesem Herbst zu wählende neue Bundesregierung. „Aus der Pflegestatistik 2015 lässt sich ablesen, welche Bedeutung die Sicherstellung einer guten Versorgung der Bevölkerung bei Pflegebedürftigkeit hat; allerdings auch, wie groß und herausfordernd diese Aufgabe ist und bleibt“, sagt DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel. „‚Ambulant vor stationär‘ muss die Devise heißen – und so konsequent wie möglich umgesetzt werden. Die jüngsten Reformen der Pflegeversicherung bahnen den richtigen Weg, er ist nun mit Augenmaß und dem Blick auf die Pflegezukunft zu gehen“, sagt die Pflegeexpertin.

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Internationale Studie belegt Wirksamkeit eines neuen Medikaments

Neue Therapiemöglichkeit für Patienten mit Morbus Waldenström

Ulm (16. Januar 2017) - Hinter der Bezeichnung „Morbus Waldenström“ verbirgt sich eine seltene Erkrankung. Der Morbus Waldenström gehört zur Gruppe der langsam wachsenden sogenannten indolenten Lymphome. Die Patienten leiden häufig unter Blutarmut, aber auch Nervenschmerzen oder Blutungsneigungen, da das Lymphom immer das Knochenmark befällt und zudem einen Antikörper produziert, der sich gegen Thrombozyten oder Gerinnungsfaktoren und gesunde Nervenzellen richten kann. Eine internationale Studie am Universitätsklinikum Ulm belegt nun die Wirksamkeit eines neuen Medikaments für Patienten mit Morbus Waldenström.

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Abb.: Ein winziges Röhrchen mit Ventil übernimmt die Funktion der schadhaften Herzklappe. Photo: Universitätsklinikum TübingenHerzforschung

Schonendes Verfahren für Trikuspidalklappen-Ersatz:
Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt

Tübingen (16. Januar 2017) - Herzchirurgen am Deutschen Herzkompetenz Zentrum des Universitätsklinikums Tübingen forschen derzeit daran, wie auch älteren, nicht operablen Patienten mit einer Funktionsstörung der Trikuspidalklappe geholfen werden kann. Für diese „vergessene“ Herzklappe im rechten Vorhof des Herzens gibt es bisher noch keine wirklich befriedigende Lösung, um die Klappe ohne Herzoperation reparieren zu können.

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Mundipharma

BREMISTAL® - neuer Mistelextrakt für die begleitende onkologische Therapie

Limburg (16. Januar 2017) - Mundipharma Deutschland gab heute die Markteinführung von BREMISTAL® bekannt, einem Mistelextrakt, der begleitend zur onkologischen Therapie eingesetzt wird. BREMISTAL® unterstützt die Lebensqualität von Patienten, die unter einer antitumoralen Therapie stehen und wirkt effektiv gegen Fatigue.1 2 3 Die Therapie wird vor allem bei Patienten mit Mamma- und Prostatakarzinom empfohlen.4 Mit BREMISTAL® erweitert Mundipharma Deutschland sein Portfolio im Bereich der onkologischen und supportiven Therapie um ein weiteres Präparat.

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BVMed

Hilfsmittelverbände vereinbaren Forderungskatalog zur besseren Dekubitus-Versorgung

Berlin (13. Januar 2017) - Einen erheblichen Qualitätsverfall bei Produkten und Dienstleistungen in der Dekubitusversorgung kritisieren sieben Hilfsmittelverbände in einem gemeinsamen Positionspapier. Die Fehlentwicklungen in der Dekubitusversorgung führen zu dramatischen Kostenanstiegen durch unnötig entstandene Druckgeschwüre, so der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), die EGROH, die Fachvereinigung Medizinprodukte (fmp), Reha-Service-Ring (RSR), rehaVital sowie Sanitätshaus Aktuell. Die Verbände vereinbarten einen Forderungskatalog. Dazu gehören Verbesserungen im Hilfsmittelverzeichnis und ein Ausschluss von Ausschreibungen im Dekubitusbereich. Das gemeinsame Positionspapier "Dramatischer Kostenanstieg durch Fehlentwicklungen in der Dekubitusversorgung" kann kostenlos abgerufen werden.

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Internationale Experten stützen Warnung des BfS vor Solariennutzung

Solarien bergen Gesundheitsgefahren

 

Salzgitter (12. Januar 2017) - Wer Solarien nutzt, geht Gesundheitsrisiken ein. Diese Warnung, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereits in der Vergangenheit ausgesprochen hat, bestätigen internationale Experten. Die Europäische Kommission und ihr Wissenschaftlicher Ausschuss für Gesundheits-, Umwelt- und Schwellenrisiken (SCHEER) haben jüngst eine Stellungnahme zu den gesundheitlichen Folgen von UV-Strahlung veröffentlicht. Dabei bewertete das Gremium insbesondere auch die Nutzung künstlicher UV-Strahlung in Solarien.
 

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Neue Kurzinformation für Patienten

"Testosteron bei älteren Männern"

Berlin (12. Januar 2017) - Das kostenlose Informationsblatt vermittelt wichtige Fakten zum Männerhormon Testosteron. Es fasst aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Nutzen und Schaden von Testosteron-Mitteln verständlich und kompakt zusammen. Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. Mit zunehmendem Alter sinkt es bei Männern. Das ist normal. Trotzdem wurde in den letzten Jahren das Krankheitsbild der „männlichen Wechseljahre“ erfunden. Dagegen sollen Testosteron-Präparate helfen. Die Hersteller versprechen mehr Jugendlichkeit, Manneskraft sowie ein besseres und längeres Leben.

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GKV-Spitzenverband

Gute Klinikversorgung beginnt mit dem Entlassmanagement

Berlin (12. Januar 2017) - „Mit ihrer Klage erzeugt die Deutsche Krankenhausgesellschaft jetzt Unsicherheit, wo die Schiedsstelle bereits für Klarheit gesorgt hatte. Wir erwarten, dass im Interesse der Patienten auch durch die DKG mit der Umsetzung des Vertrages begonnen wird, denn solche Klagen haben keine aufschiebende Wirkung. Der jetzt beklagte Rahmenvertrag gilt für alle Patienten, die aus einer Krankenhausbehandlung entlassen werden. Die Schiedsamtsentscheidung sorgt dafür, dass der gesetzliche Anspruch der Versicherten durchgesetzt wird.

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Broschüre informiert Patienten: Hautkrebs und Ernährung. Patienten mit Hautkrebs möchten häufig selbst etwas tun, um sich besser zu fühlen. Die Ernährung kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Ärzte und Ernährungsexperten haben deshalb die Broschüre „Ernährung bei Hautkrebs – Wissenswertes und Praktisches für den Alltag“ mit zahlreichen praktischen Tipps herausgegeben. Sie entstand anlässlich der ADO-Jahrestagung im Rahmen eines Workshops in Zusammenarbeit mit der Roche Pharma AG. Die Experten geben Antworten auf konkrete Fragen von Patienten: Was ist gesunde Ernährung? Was hilft bei Therapie-Nebenwirkungen? Was ist von Krebsdiäten zu halten? Wie gelingt die Ernährungsumstellung im Alltag?Broschüre informiert Patienten

Hautkrebs und Ernährung

 

Grenzach-Wyhlen (12. Januar 2017) -  Patienten mit Hautkrebs möchten häufig selbst etwas tun, um sich besser zu fühlen. Die Ernährung kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Ärzte und Ernährungsexperten haben deshalb die Broschüre „Ernährung bei Hautkrebs – Wissenswertes und Praktisches für den Alltag“ mit zahlreichen praktischen Tipps herausgegeben. Sie entstand anlässlich der ADO-Jahrestagung im Rahmen eines Workshops in Zusammenarbeit mit der Roche Pharma AG. Die Experten geben Antworten auf konkrete Fragen von Patienten: Was ist gesunde Ernährung? Was hilft bei Therapie-Nebenwirkungen? Was ist von Krebsdiäten zu halten? Wie gelingt die Ernährungsumstellung im Alltag?

 

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ASH 2016

Gazyvaro beim FL und CLL:
Aktuelle Studiendaten bestätigen hohes klinisches Potenzial

Frankfurt am Main (11. Januar 2017) - Der glykomodifizierte Typ-II-Anti-CD20-Antikörper Gazyvaro® ▼ (Obinutuzumab) ist zentraler Baustein in der Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und beim follikulären Lymphom (FL). Das untermauern aktuelle Studiendaten, die kürzlich auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorgestellt wurden. So bestätigt eine aktuelle Analyse der GADOLIN-Studie, dass vorbehandelte FL-Patienten mit Gazyvaro einen signifikanten Überlebensvorteil haben im Vergleich zu Patienten unter einer Bendamustin-Monotherapie.1 Erste Resultate der GALLIUM-Studie belegen zudem, dass Gazyvaro das Rezidivrisiko von therapienaiven FL-Patienten gegenüber dem bisherigen Therapiestandard signifikant reduziert.2 Darüber hinaus wurden Daten zu verschiedenen Gazyvaro-Kombinationen vorgestellt, die CLL-Patienten hoch wirksame Chemotherapie-freie Regime in Aussicht stellen.3-5

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Neues sektorenübergreifendes Qualitätssicherungsverfahren gestartet

Besserer Schutz vor Wundinfektionen nach Operationen

Berlin ( 11. Januar 2017 ) – Wundinfektionen gehören zu den typischen Komplikationen, die infolge eines chirurgischen Eingriffes auftreten können. Das gilt unabhängig davon, ob der Patient ambulant oder stationär behandelt wurde. Um die Gefährdung der Patienten erkennen und reduzieren zu können, werden seit dem 1. Januar 2017 Wundinfektionen in dem neuen Qualitätssicherungsverfahren Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI) sektorenübergreifend bis zu einem Jahr nach dem Eingriff erfasst. Dazu werden auch die Sozialdaten der Versicherten bei den Krankenkassen genutzt. Neben Informationen zu postoperativen Wundinfektionen werden auch Informationen zum Hygiene- und Infektionsmanagement der teilnehmenden Leistungserbringer erfasst.

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IGeL-Monitor

Infusion beim Hörsturz: Nebenwirkungen ja, Nutzen nein

Essen (10. Januar 2017) - Die dritte Hörsturz-Bewertung des IGeL-Monitors zeigt ein klares Ergebnis: Mit Infusionen die Durchblutung im Ohr verbessern zu wollen, bringt Hörsturz-Patienten keinen Nutzen, kann aber schaden.

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Die Symptome von Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung sind für Außenstehende befremdlich

Wenn fremde Stimmen das Kommando übernehmen

Frankfurt am Main (9. Januar 2017) - Die neuere psychiatrische Forschung zeigt: Schizophrenie beruht auf gestörter Informationsverarbeitung im Gehirn. Das macht die Krankheit für Außenstehende weniger befremdlich und hilft Betroffenen in der Therapie. Sie hören Stimmen, vermuten Botschaften in bedeutungslosen Ereignissen oder fühlen sich ferngesteuert: Die Symptome von Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung sind für Außenstehende befremdlich. Wie der Psychiater Dr. Robert Bittner in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Forschung Frankfurt“ der Goethe-Universität erklärt, beruht die Verwechslung von „eigen“ und „fremd“ auf verschiedenen Störungen der Informationsverarbeitung im Gehirn.

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Online-Befragung

DIP startet Online-Befragung zur Personalsituation und Patientenversorgung in der Intensivpflege

Köln (9. Januar 2017) - Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) startet mit einer Online-Befragung zur Personalausstattung, Arbeitssituation und Patientenversorgung auf Intensivstationen im deutschsprachigen Raum. Ziel ist, aktuelle aussagekräftige Daten für die berufs- und pflegepolitischen Diskussionen zu bekommen und die Einschätzungen der Expertinnen und Experten vor Ort zu bündeln.

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UKL-Institut für Hygiene

Erste große klinische Studie zur Krankenhaushygiene in Deutschland

 

Leipzig (4. Januar 2017) - Wie können wir Krankenhausinfektionen durch Alltagshandlungen wirksam verhindern? Eine mögliche Antwort darauf untersucht jetzt das Institut für Hygiene/Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Leipzig mit einer großen klinischen Studie, die mit knapp 2,5 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Geprüft wird dabei die Wirksamkeit spezieller Waschungen auf Intensivstationen. Die auf drei Jahre angelegte Studie startet im Januar 2017 auf 45 Intensivstationen, unter anderem am Universitätsklinikum Leipzig. 
 

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Sturzvermeidung: Bei Glatteis raten Orthopäden und Unfallchirurgen zum Pinguin-Gang. Aufgrund der aktuellen Wetterlage mit Blitzeis-Warnung rechnen Orthopäden und Unfallchirurgen mit einem erhöhten Unfallrisiko für Fußgänger und zahlreichen Glätteunfällen. Um Stürze zu verhindern, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) Fußgängern bei Glatteis dazu, sich äußerst langsam und mit kleinen Schritten über den Boden zu schieben: Der Pinguin macht es vor. Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein ausgerichtet – der Fuß setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach außen. Das belastete Bein steht damit im rechten Winkel zum Boden. Photo und Copyright: DGOUSturzvermeidung

Bei Glatteis raten Orthopäden und Unfallchirurgen zum Pinguin-Gang

Berlin (4. Januar 2017) - Aufgrund der aktuellen Wetterlage mit Blitzeis-Warnung rechnen Orthopäden und Unfallchirurgen mit einem erhöhten Unfallrisiko für Fußgänger und zahlreichen Glätteunfällen. Um Stürze zu verhindern, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) Fußgängern bei Glatteis dazu, sich äußerst langsam und mit kleinen Schritten über den Boden zu schieben: Der Pinguin macht es vor. Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein ausgerichtet – der Fuß setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach außen. Das belastete Bein steht damit im rechten Winkel zum Boden.

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Neujahrslied

 

Mit der Freud zieht der Schmerz

Traulich durch die Zeiten,

Schwere Stürme, milde Weste,

Bange Sorgen, frohe Feste

Wandeln sich zur Seiten.

 

Und wo eine Träne fällt,

Blüht auch eine Rose.

Schön gemischt, noch eh’ wir’s bitten,

Ist für Thronen und für Hütten

Schmerz und Lust im Lose.

 

War’s nicht so im alten Jahr?

Wird’s im neuen enden?

Sonnen wallen auf und nieder.

Wolken gehen und kommen wieder,

Und kein Wunsch wird’s wenden.

 

Gebe denn, der über uns,

Wägt mit rechter Waage,

Jedem Sinn für seine Freuden,

Jedem Mut für seine Leiden

In die neuen Tage;

 

Jedem auf des Lebens Pfad

Einen Freund zur Seite,

Ein zufriedenes Gemüte,

Und zu stiller Herzensgüte

Hoffnung ins Geleite!

 

Johann Peter Hebel (1760 - 1826)

 

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Ratsvorsitzender der EKD zum Jahreswechsel

Bedford-Strohm: Angst ist ein schlechter Ratgeber

Hannover (31 . Dezember 2016) - Ein neues Jahr liegt vor uns. Was es wohl bringen wird? Niemand kann das sagen. Prognosen, das haben wir 2016 erlebt, können danebenliegen. Astrologische Voraussagen treffen in den wenigsten Fällen ein. Die Zukunft, und selbst die allernächste, ist in vielerlei Hinsicht offen, von Unwägbarkeiten bestimmt. Manchmal ist dieses Nicht-Wissen schwer zu ertragen, vor allem dann, wenn man eher zur Sorge als zum unbefangenen Blick auf die Zukunft neigt.

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Abb.: Die Studie zeigt große Lücken in Diagnostik, Therapie und Prävention von Diabetes in Afrika: So hat nur ein Drittel der Diabetes-Patienten jemals eine Blutzuckermessung erhalten. Betroffene haben kaum Zugang zu Diagnose und Behandlung

„Wohlstandserkrankung“ Diabetes in Afrika

Heidelberg (29. Dezember 2016) - Auswertung von Daten aus zwölf Ländern südlich der Sahara zeigt: Fast alle Diabetes-Patienten werden nicht ausreichend behandelt; vor allem Menschen mit geringer Ausbildung und Junge wissen oft nichts von ihrer Erkrankung; Versorgungsstrukturen und Präventionsstrategien fehlen. Forscher um den Humboldt-Professor und neuen Leiter des Instituts für Public Health am Universitätsklinikum Heidelberg, Prof. Dr. Dr. Till Bärnighausen veröffentlichen ihre Arbeit im Fachmagazin The Lancet Diabetes & Endocrinology.

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Abb.: Dr. Rizky Widyaningsih aus dem Team der AVTC demonstriert, wie sich in Zukunft mittels Tablet auch Mikroimplantate steuern lassen sollen, die die Beweglichkeit des Darms im richtigen Takt halten. Quelle: Markus Schmidt/Universitätsmedizin Mainz Assistenzsystem für den Verdauungstrakt

Interaktive Mikroimplantate sollen die Verdauung regeln

Mainz (28. Dezember 2016) - Was nach Science Fiction klingt soll Realität werden: Die Entwicklung aktiv vernetzter Mikroimplantate, die die Beweglichkeit des Darms im richtigen Takt halten sollen. Der therapeutische Nutzen einer solchen Erfindung wäre zweifelsohne groß. Verschiedene Funktionsstörungen des Verdauungstraktes ließen sich damit erfolgversprechend behandeln. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut wollen Ärzte der Universitätsmedizin Mainz im Rahmen des Innovationsclusters INTAKT solch ein implantierbares Assistenzsystem entwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert dieses Exzellenzprojekt mit insgesamt rund 9,5 Millionen Euro. Das Projekt ist Ende dieses Jahres gestartet.

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Abb.: Illustration der Anti-Krebs-Wirkung der Arzneimittelkombination, Evi Bieler, NanoImaging Lab, Universität BaselKrebsbekämpfung mit Diabetes- und Bluthochdruckmedikamenten

Basel, Schweiz (27. Dezember 2016) - Mit einer Kombination aus einem Diabetesmedikament und einem Blutdrucksenker können Krebszellen effektiv bekämpft werden. Wie das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Michael Hall vom Biozentrum der Universität Basel im Fachjournal «Science Advances» zudem berichtet, sprechen spezifisch Krebszellen auf diese Wirkstoffkombination an.

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BMG

Pflegeleistungs-Helfer informiert über neue Pflegeleistungen

Berlin (23. Dezember 2016) - Ab dem 1. Januar 2017 werden Pflegebedürftige von Pflegestufen in neue Pflegegrade übergeleitet. Viele Pflegebedürftige erhalten dadurch deutlich verbesserte Leistungen.

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Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms

Leitlinienprogramm Onkologie aktualisiert Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms

Berlin (23. Dezember 2016) - Das Leitlinienprogramm Onkologie hat im Dezember 2016 eine Aktualisierung der S3-Leitlinie zur „Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ vorgelegt. Die neue Version entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie; die Evidenzaufbereitung wurde durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) durchgeführt. Beim Update wurden unter anderem Neuerungen in der Primär- und Rezidivdiagnostik sowie aktuelle Erkenntnisse in der Strahlentherapie und der medikamentösen Behandlung des Prostatakarzinoms berücksichtigt.

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Abb.: Optisches Analysesystem zum parallelen Nachweis sepsisrelevanter Pilzerreger. Quelle: IPHTImSpec-Projekt

Schneller Nachweis sepsiserregender Pilze

Jena (23. Dezember 2016) - Im Rahmen des Forschungsprojekts ImSpec entwickelten Forscher des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT), Intensivmediziner des Universitätsklinikums Jena (UKJ/CSCC) und Partner aus der Industrie eine Nachweismethode mit der krankheitserregende Pilze zukünftig schneller und zuverlässiger identifiziert werden können. Integriert in ein neues optisches Analysesystem können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Sepsis-Chip mehrere Pilzerreger in Patientenproben parallel nachweisen und charakterisieren.

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„Beschämend“

Aussetzen pflegerischer Qualitätsstandards geht auf Kosten von Neugeborenen

Hannover (22. Dezember 2016) - Pflegepersonalvorgaben sind in Deutschland gesetzlich verankerbar. Dies wird laut Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest e.V., jedoch noch zu selten gelebt. Vielmehr werde ein offener Schlagabtausch von Politik und Wirtschaftsinteressen ausgetragen, der nicht dem Patientenwohl dient: „Es ist beschämend, wenn auf Kosten werdender Eltern und Neugeborener die Verankerung pflegerischer Qualitätsstandards von Leistungserbringern bloß belächelt und ignoriert wird“, so Dichter, der sich hiermit auf die kürzlich verkündete abermalige Aufschiebung verbindlicher Pflegepersonalvorgaben im Bereich der Neonatologie bezieht.

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Schutz vor übertragbaren Krankheiten weiter verbessern

Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten

Berlin (21. Dezember 2016) - Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines "Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten" beschlossen. Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Mit dem Gesetzentwurf wird der Schutz vor übertragbaren Krankheiten in Deutschland weiter verbessert. Wir wollen die Meldepflichten bei Krankenhausinfektionen erweitern, um Übertragungswege noch besser aufklären zu können. Und mit der Einführung eines elektronischen Meldewesens nutzen wir die Chancen der Digitalisierung auch bei der Bekämpfung von Infektionen. Gleichzeitig entlasten wir damit den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Deutschland. Außerdem wird die Zusammenarbeit der Bundes- und Länderbehörden weiter verbessert, um in Zukunft bei einem Krankheitsausbruch noch schneller reagieren zu können."

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BfArM

Möglicher Zusammenhang zwischen Hypothermiegeräten und Infektionsrisiko mit Mykobakterien bei der Herzchirurgie

  • Ergänzung vom 22.12.2016

Bonn (22. Dezember 2016) - In den vorangegangenen Empfehlungen hat das BfArM über Kontaminationen des Wassers in Hypothermiegeräten (=Heater-Cooler-Unit, HCU) eines Herstellers und das sich daraus ergebende Infektionsrisiko für Patientinnen und Patienten informiert.

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Robert KochRKI-Jubiläum

Briefe von Robert Koch transkribiert und digitalisiert

Berlin (21. Dezember 2016) - Zum Abschluss des Jubiläumsjahres, mit dem das Robert Koch-Institut 2016 sein 125-jähriges Bestehen gefeiert hat, stehen nun die Briefe Robert Kochs online zur Verfügung. Die mehr als 200 handschriftlichen Briefe an Kollegen, darunter Paul Ehrlich und Friedrich Loeffler, wurden transkribiert und in elektronische Form überführt. Die Briefe sind über den Publikationsserver des Robert Koch-Instituts abrufbar (Link siehe unten). Zudem wurden bereits zehn Briefe an Robert Koch transkribiert und sind an gleicher Stelle online verfügbar.

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Messung hirnspezifischer Neurofilamente

Erster Bluttest für Creutzfeldt-Jakob Erkrankung entwickelt

Ulm (20. Dezember 2016) - Forscher um den Ulmer Neurologie-Professor Markus Otto haben den ersten Bluttest entwickelt, mit dem sich die tödliche Creutzfeldt-Jakob Erkrankung diagnostizieren lässt. Diese Krankheit, die im Zuge der BSE-Epidemie Schlagzeilen machte, konnte bisher nur anhand von klinischen Symptomen, ergänzt durch bildgebende Verfahren, EEG-Befunde und eine Nervenwasser-Untersuchung festgestellt werden. Die Ebenbürtigkeit des Bluttests, der hirnspezifische Neurofilamante misst, wurde in einer vergleichenden Studie bestätigt. Weiterhin könnte das neue Verfahren die Diagnostik bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) verbessern.

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ElPA_LogoELPA stellt die ernüchternden Ergebnisse des 2016 Hep-CORE Berichts vor

Erste große europäische Studie deckt gravierende Lücken in den Hepatitis-Strategien der Länder auf

Berlin (20. Dezember 2016) – In mehr als der Hälfte der befragten 25 Länder in Europa und der 2 Länder im angrenzenden Mittelmeerraum fehlen nationale Strategien zur Bekämpfung der Virushepatitis B oder C – und dies, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alle Staaten dazu aufgefordert hat, entsprechende Strategien zu entwickeln. Nur drei dieser Länder bieten uneingeschränkten Zugang zu hochwirksamen, direkt wirkenden, antiviralen Medikamenten zur Behandlung von Hepatitis C.

Dies sind nur zwei ernüchternde Ergebnisse der 2016 Hep-CORE Studie zu den Strategien und zur Praxis im Kampf gegen die virale Hepatitis in Europa, die heute von der European Liver Patients Association (ELPA) veröffentlicht wurde.

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Perinatalmedizin

IQTIG informiert Eltern über die Qualität der medizinischen Versorgung sehr kleiner Frühgeborener

Berlin (19. Dezember 2016) – Sehr kleine Frühgeborene bedürfen intensiver medizinischer Betreuung, damit sie einen guten, gesunden Weg ins Leben finden. Das sind Kinder, deren Geburtsgewicht weniger als 1500 Gramm beträgt und die zu früh geboren werden, so dass sie bei der Geburt noch unreif sind. Werdende Eltern, die davon betroffen sein können, finden auf der Website www.perinatalzentren.org Informationen über die Qualität der Versorgung dieser sehr kleinen Frühgeborenen in den Kliniken in ihrer Nähe. Deutschlandweit gibt es mehr als 220 Spezialkliniken, die sich auf die medizinische Behandlung dieser besonders schutzbedürftigen Kinder spezialisiert haben. Die Arbeit dieser Krankenhäuser lässt sich an Hand von Kriterien wie Überlebensraten oder auch Fallzahlen vergleichen. Das IQTIG stellt diese Webseite zur Verfügung und aktualisiert die Daten einmal im Jahr – dies ist zum 1. Dezember 2016 geschehen.

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Fleisch aus fernen Ländern

Multiresistente Keime reisen mit

Jena (16. Dezember 2016) - Reisende, die illegal Fleisch aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland einführen, können zur Verbreitung von potentiell gefährlichen Krankheitserregern beitragen: In Proben von zwei deutschen Flughäfen wurden jetzt multiresistente Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus nachgewiesen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Forschern der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und des InfectoGnostics Forschungscampus, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE (DOI: 10.1371/journal.pone.0167864) veröffentlicht wurde.

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Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE)

Ehemalige Krebspatienten sollten ungesunde Lebensmittel meiden

Potsdam-Rehbrücke (16. Dezember 2016) - Wie eine systematische Auswertung und Analyse von 117 Beobachtungsstudien mit Daten von insgesamt 209.597 Menschen zeigen, haben ehemalige Krebspatienten ein um etwa 50 Prozent erhöhtes Risiko vorzeitig zu sterben, wenn sie sich ungesund ernähren. Das Wissenschaftlerteam unter Führung von Lukas Schwingshackl, Carolina Schwedhelm und Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) veröffentlichte seine Daten kürzlich in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews (Schwedhelm et al., 2016, doi:10.1093/nutrit/nuw045; http://nutritionreviews.oxfordjournals.org/content/74/12/737.long ).

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Fortschritt bei multiresistenter Tuberkulose

Janssen gewinnt internationale Auszeichnung Prix Galien

Neuss (16. Dezember 2016) - Das forschende Pharmaunternehmen Janssen ist am 8. Dezember in Paris mit dem 14. Internationalen Prix Galien ausgezeichnet worden. Prämiert wurde das Tochterunternehmen des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson für den Wirkstoff Bedaquilin (Sirturo®) zur Therapie der multiresistenten Tuberkulose. Mit Sirturo erhält zum ersten Mal ein Medikament gegen eine in der westlichen Welt wenig beachtete Krankheit den renommierten Preis. Das Bedaquilin basierte Behandlungsverfahren kann entscheidend dazu beitragen, die Ausbreitung resistenter Erreger weltweit einzudämmen. Der häufig als „Nobelpreis für innovative Arzneimittel“ bezeichnete Internationale Prix Galien wird alle zwei Jahre verliehen. Er würdigt herausragende wissenschaftliche Innovationen zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit und gilt als die höchste Auszeichnung für pharmazeutische Forschung und Entwicklung.

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Studiengruppe „Translationale Forschung in der Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (TRACC ) präsentiert neuartigen Ansatz

Früherkennung der Sepsis mit Big Data

Mannheim (16. Dezember 2016) - Durch eine Sepsis hervorgerufenes Organversagen ist die Haupt-Todesursache auf Intensivstationen. Die wirksamste Maßnahme, um Patienten mit einer gesicherten Sepsis erfolgreich zu behandeln, ist eine rechtzeitige und adäquate Antibiotika-Therapie. Dies setzt die frühe und verlässliche Diagnose einer Sepsis bei Intensivpatienten voraus, was jedoch auch heute noch eine große medizinische Herausforderung darstellt. Ein an der Universitätsmedizin Mannheim entwickelter neuartiger Ansatz zur Früherkennung der Sepsis könnte die Prognose der Betroffenen verbessern.

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Neuregelungen im Jahr 2017 im Bereich Gesundheit und Pflege

Hermann Gröhe: "2017 wird ein gutes Jahr für die Pflege"

Berlin (15. Dezember 2016) - Zum 1. Januar 2017 treten im Bereich Gesundheit und Pflege wichtige Änderungen in Kraft. Hier geben wir Ihnen einen Überblick mit Informationen zu folgenden Gesetzen und Regelungen:

  • Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II)
  • Drittes Pflegestärkungsgesetz (PSG III)
  • Viertes Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften
  • Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG)
  • Regelung zur Beitragsfreiheit für Bezieher von Waisenrenten
  • Durchschnittlicher Zusatzbeitrag
  • Zweite Verordnung zur Änderung medizinproduktrechtlicher Vorschriften
  • Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinien zur Einfuhr und zur Kodierung menschlicher Gewebe und Gewebezubereitungen
  • Regionalisierung der Wirtschaftlichkeitsprüfung der Versorgung mit ärztlich verordneten Leistungen
  • Rechengrößen in der Sozialversicherung
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Neue Patienteninformation ist online

Vereinfachte Genehmigung des langfristigen Heilmittelbedarfs ab 1. Januar 2017

Berlin (15. Dezember 2016) – Ab dem 1. Januar 2017 greift ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für langfristigen Heilmittelbedarf. Patientinnen und Patienten, die aufgrund schwerer Schädigungen, Behinderungen oder chronischer Krankheiten mindestens ein Jahr lang Heilmittel wie Physiotherapie oder Logopädie benötigen, werden künftig schneller und unbürokratischer versorgt. Eine neue Patienteninformation (631,7 kB, PDF) „Genehmigung eines langfristigen Heilmittelbedarfs“ steht dazu ab sofort auf der Website des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zum Download zur Verfügung.

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Qualität bei gynäkologischen Operationen, Geburtshilfe und Mammachirurgie künftig für Krankenhausplanung relevant

Berlin ( 15. Dezember 2016 ) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin einen ersten Beschluss über Qualitätsindikatoren gefasst, die zukünftig für die Krankenhausplanung relevant sein werden (sogenannte planungsrelevante Qualitätsindikatoren), sowie eine neue Richtlinie „plan. QI-RL“, in der die dazu erforderliche Datenerhebung sowie das Verfahren zur Ermittlung der Qualitätsergebnisse geregelt werden. Bei dem ersten Indikatorenset handelt es sich um Qualitätsindikatoren aus den Leistungsbereichen gynäkologische Operationen, Geburtshilfe und Mammachirurgie, die im Rahmen der externen stationären Qualitätssicherung erhoben werden.

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Vernetzte Patientenversorgung künftig auch bei rheumatologischen Erkrankungen und Mukoviszidose

Berlin (15. Dezember 2016) – Patientinnen und Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen sowie Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose können künftig von einem interdisziplinären ambulanten Versorgungsangebot von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) profitieren. Entsprechende Beschlüsse hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin gefasst. Die Neuregelung zur ASV bei Mukoviszidose kann nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten. Der ASV-Beschluss zu rheumatologischen Erkrankungen bedarf noch einer Vervollständigung durch einen weiteren Beschluss des G-BA-Plenums, der für Mai 2017 geplant ist.

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G-BA beschließt neue Übergangsregelung

Personalanforderungen an die Intensivpflege in Perinatalzentren

Berlin (15. Dezember 2016) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin nach intensiven Beratungen über Hinweise auf Personalengpässe eine neue Übergangsregelung zur Erfüllung der verpflichtenden Personalanforderungen an die Intensivpflege in Perinatalzentren beschlossen. Die neue Übergangsregelung ist an Bedingungen für das einzelne Perinatalzentrum geknüpft und kann längstens bis zum 31. Dezember 2019 in Anspruch genommen werden.

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Bestandsschutz für Anspruchsberechtigte in der bisherigen Pflegestufe 2

Krankentransport-Richtlinie angepasst

Berlin (15. Dezember 2016) – Mit einem entsprechenden Beschluss passte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin den § 8 seiner Krankentransport-Richtlinie an neue Maßstäbe der Pflegebedürftigkeit an. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung: Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wird mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff in das SGB XI eingeführt und die bisherigen Pflegestufen durch Pflegegrade ersetzt.

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Erwartungen an Studienergebnisse konnten nicht erfüllt werden

Erneute Nutzenbewertung von Saxagliptin und Sitagliptin

Berlin (15. Dezember 2016) – Nach Abschluss von erneuten Nutzenbewertungen der Wirkstoffe Saxagliptin und Sitagliptin sowie der entsprechenden Kombinationspräparate mit Metformin konnte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nur bei Sitagliptin einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen feststellen. Die insgesamt vier Beschlüsse hat der G-BA am Donnerstag in Berlin gefasst. Die erneute Nutzenbewertung der Gliptine, die zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) zugelassen sind, war nach Fristablauf der Erstbeschlüsse erfolgt.

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MDS_Logo.jpgPflegereform 2017

Neue Pflegebegutachtung startet zum 1. Januar 2017

Essen / Berlin (15. Dezember 2016) - Zum 1. Januar tritt die Pflegereform in Kraft. Kern ist die Einführung eines neuen, umfassenden Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Damit ändert sich die Pflegebegutachtung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) grundlegend. Mehr Menschen als bisher werden Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung erhalten. Versicherte mit demenzieller und gerontopsychiatrischer Erkrankung werden erstmals gleichberechtigt berücksichtigt. Das Internetportal www.pflegebegutachtung.de bietet Informationen für Pflegebedürftige, Angehörige und Fachleute.

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DKG veröffentlicht zwei pflegerische Weiterbildungsempfehlungen

Weiterbildung in der Notfallpflege und Intermediate Care Pflege

Berlin (15. Dezember 2016) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat zwei neue pflegerische Weiterbildungsempfehlungen veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die Notfallpflege und die Intermediate Care Pflege. "Insbesondere in der Notfallpflege hat es eine große Nachfrage der Krankenhäuser nach einer Weiterbildungsempfehlung gegeben, um die Pflegekräfte, die in den Notaufnahmen der Kliniken arbeiten, für diese sehr anspruchsvolle Aufgabe weitergehend zu qualifizieren. Die Heterogenität der Ereignisse in den Notfallambulanzen ist eine extreme Herausforderung für die Pflegekräfte. Dabei geht es vor allem um die Bewältigung von schnell wechselnden, akuten und ungeplanten Pflegesituationen. Wir können nunmehr mit diesen Empfehlungen eine einheitlich hohe Weiterbildungsqualität sicherstellen", erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

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"Bericht zeigt: Unterstützung kommt bei Pflegebedürftigen an"

Sechster Pflegebericht der Bundesregierung vom Kabinett beschlossen

Berlin (14. Dezember 2016) - Das Bundeskabinett hat heute den Sechsten Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung beschlossen. Dieser liefert einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Situation der Pflegeversicherung in Deutschland im Zeitraum 2011 bis 2015 und damit kurz vor Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und des neuen Begutachtungsinstruments.

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Abb.: Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann Magenkrebs verursachen. Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung/ Manfred RohdeInfektionen mit Helicobacter pylori beeinflussen die mikrobielle Vielfalt in Mund und Dünndarm

Helicobacter – Der Herrscher im oberen Verdauungstrakt

Braunschweig (13. Dezember 2016) - Eine Infektion mit dem Keim Helicobacter pylori führt bei allen Betroffenen zu chronischen Magenschleimhautentzündungen, bei einem Teil der Infizierten zu Magenkrebs. Um das Zusammenspiel von Helicobacter mit der natürlich vorkommenden Mikroorganismengemeinschaft im oberen Verdauungstrakt besser zu verstehen, führten Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig in Kooperation mit der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) im Rahmen eines neu aufgelegten clinical-leave-Programmes zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine gemeinsame Studie durch. Hierbei wurden Proben von Helicobacter-infizierten Patienten von der Mundhöhle bis zum Dünndarm endoskopisch gewonnen und erstmals mittels Hochdurchsatz-Sequenzierung auf Basis der RNA-Profile im Vergleich mit nicht infizierten Patienten untersucht.

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