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02 | 09 | 2014
KrankenPflege-Journal - aktuell
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Pflegekammer

Schleswig-Holstein setzt bundesweites Signal

 

Berlin (2. September 2014) - „Der heute in Schleswig-Holstein ins Kabinett eingebrachte Gesetzesentwurf zur Errichtung einer Pflegekammer ist nicht nur im Norden ein wichtiger Schritt – auch bundesweit ist die Entscheidung für die Selbstverwaltung der Pflegeberufe in Schleswig-Holstein ein wichtiges Signal“, sagt Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK und Vize-Präsident des Deutschen Pflegerates. Neben Rheinland-Pfalz ist nun bereits ein zweites Bundesland auf dem politischen Weg zur Pflegekammer.

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Ergebnisse der gesetzlichen Krankenversicherung 1. Halbjahr 2014

Finanz-Reserven der Krankenkassen weiterhin über 16 Mrd. Euro

 

Berlin (2. September 2014) - Im ersten Halbjahr 2014 haben die 131 gesetzlichen Krankenkassen durch Prämienzahlungen und freiwillige Leistungen Reserven in Höhe von 517 Millionen Euro an ihre Versicherten zurückgeführt. Die gesetzlichen Krankenkassen verfügen damit über Finanz-Reserven in Höhe von 16,2 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Mit mehr als 16 Milliarden Reserven ist die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin stabil. Die Kassen tun gut daran, ihre hohen Finanz-Reserven im Sinne der Versicherten zu nutzen.Unser Ziel bleibt eine weiterhin qualitativ gute Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit hochwertigen Leistungen und Arzneimitteln.

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Unterdrückung des REM-Schlafs stört Lernprozesse

Erinnerungslücken durch Antidepressiva?

 

Berlin (2. September 2014) - Depressionen können mit Medikamenten, die den REM-Schlaf unterdrücken, wirksam behandelt werden. In diesen Schlafphasen finden nicht nur die meisten Träume statt, sondern es werden auch Erinnerungen im Gedächtnis verfestigt. Wie Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt festgestellt haben, beeinträchtigt die Unterdrückung des REM-Schlafes gleichzeitig das Lernen und kann Gedächtnisstörungen hervorrufen. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Sleep* veröffentlicht.

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IQwiG

Simeprevir bei Hepatitis C - Zusatznutzen bei bestimmten Patienten

 

Köln (1. September 2014) - Zur Behandlung von Erwachsenen mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion steht seit Mai 2014 auch der Wirkstoff Simeprevir (Handelsname Olysio) zur Verfügung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet.

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Abb.: Einer der ersten Patienten der ESPOIR-Studie. Photo: „MHH“.Erste Patienten der ESPOIR-Studie erfolgreich operiert

Die Herzklappe der Zukunft – schon heute

 

Hannover (1. September 2014) - Seit über 15 Jahren beschäftigen sich Herzchirurgen um Professor Dr. Axel Haverich, Leiter der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), mit einem neuen Verfahren für den biologischen Herzklappenersatz. Es soll die Nachteile bisheriger Methoden vermeiden und besonders für Menschen mit angeborenen Herzfehlern geeignet sein, bei denen bisher häufige Re-Operationen erforderlich waren.

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Fortgeschrittenes Melanom

Erste Phase-III-Daten bestätigen das Potenzial der Kombinationstherapie Cobimetinib/Vemurafenib

 

Grenzach-Wyhlen (1. September 2014) - Trotz aller Weiterentwicklungen in der Therapie des malignen Melanoms bleibt der fortgeschrittene schwarze Hautkrebs eine schwer zu behandelnde und bösartige Erkrankung, für die weitere Behandlungsmöglichkeiten notwendig sind. Die Therapie Cobimetinib in Kombination mit Vemurafenib (Zelboraf®) hat das Potenzial, die Prognose der Betroffenen entscheidend zu verbessern. Bei Patienten mit einem BRAFV600-Mutations-positiven und inoperablen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Melanom führte die Kombinationstherapie nun zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben. Das belegen die ersten Ergebnisse der Phase-III-Studie coBRIM, die erstmals auf dem diesjährigen Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO, 26. - 30. September 2014) präsentiert werden. Damit gibt es berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass sich die Behandlungsmöglichkeiten weiter verbessern werden.

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Deutscher Pflegerat

Die generalistische Pflegeausbildung ist der richtige Weg

 

Berlin (1. September 2014) - "Der Weg zu einer einheitlichen Ausbildung der Pflegeberufe ist der richtige Weg", betonte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin. Zum Thema "Generalistik" hat der Deutsche Pflegerat (DPR) jetzt die wesentlichsten Argumente zusammengetragen. Zu finden sind diese unter www.generalistik-jetzt.de. 

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IQWiG

Mirabegron bei überaktiver Blase: Zusatznutzen nicht belegt

 

Köln (1. September 2014) - Mirabegron (Handelsname: Betmiga) ist seit Dezember 2012 zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit überaktiver Blase. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet.

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Europäischer Kardiologiekongress (ESC) in Barcelona

„In Vino Veritas“-Studie: Kein verringertes Atherosklerose-Risiko bei regelmäßigem Weinkonsum

 

Barcelona, Spanien (31. August 2014) – Regelmäßiger, moderater Konsum von Rot- oder Weißwein führt nach sechs und zwölf Monaten zu keiner Verbesserung des Atherosklerose-Risikos. Das ist das Ergebnis einer tschechischen Studie, die jetzt beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona präsentiert wurde. „In dieser prospektiven, randomisierten Studie fanden wir keinen klinisch signifikanten Einfluss von moderatem Rot- oder Weißweinkonsum auf Parameter wie Lipidwerte, C-reaktives Protein, Nüchtern-Glukose, andere Marker für das Arteriosklerose-Risiko oder Leberwerte“, fassen die Studienautoren zusammen. „Wir konnten auch die Hypothese nicht bestätigen, die sich vorwiegend aus retrospektiven Studien ableitet, dass Weinkonsum den HDL-Spiegel erhöhen würde.“

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dip_logoPflege-Thermometer 2014 untersucht Demenzversorgung in bundesdeutschen Krankenhäusern

Gravierende Umsetzungsprobleme von geeigneten Versorgungskonzepten

 

Köln (29. August 2014) - Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln hat mit dem Pflege-Thermometer 2014 die bislang größte Befragung in der Pflege zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus veröffentlicht. Über 1.800 Stations- und Abteilungsleitungen aus Krankenhäusern aus dem gesamten Bundesgebiet wurden befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema eine herausragende Bedeutung für die Gesundheitsversorgung hat. Der Studie zufolge litt fast jeder vierte Patient auf den befragten Stationen (23%) an einer Demenz. Die Studie offenbart gravierende Umsetzungsprobleme von geeigneten Versorgungskonzepten. Eine Rolle spielt dabei auch der zunehmende Personalmangel in der Pflege.

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Veränderung der Zuordnung von Aufgaben, Tätigkeiten und Qualifikationen im Reorganisationsprozess der Krankenhäuser

Neue Arbeitsteilung im Krankenhaus – oft kein Fortschritt für Beschäftigte und Patienten

 

Berlin (28. August 2014) - Viele Krankenhäuser in Deutschland haben in letzter Zeit Organisation und Arbeitsteilung verändert. Allerdings bringt das auf den Stationen häufig keine Verbesserungen für Beschäftigte und Patienten. Medizinisches und Pflegepersonal sind weiterhin mit Arbeitsverdichtung und Stellenabbau konfrontiert. Vor allem den Pflegenden bleibt oft zu wenig Zeit für Kernaufgaben, insbesondere das Gespräch mit Patienten und Angehörigen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Untersuchung. Die Studienautoren vom Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen haben darin erstmals untersucht, wie sich die Zuordnung von Aufgaben, Tätigkeiten und Qualifikationen im Reorganisationsprozess der Krankenhäuser verändern. 

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DBfK_LogoDBfK

Arbeitsorganisation im Krankenhaus dringend verbessern

 

Berlin (28. August 2014) - Die Ergebnisse des heute in Berlin veröffentlichten ‚Arbeitsreport Krankenhaus` weisen auf gravierende Fehlentwicklungen in der Arbeitsorganisation in Krankenhäusern hin. Die Studie wurde von dem Institut Arbeit und Technik im Auftrag der Hans Böckler Stiftung durchgeführt. „Diese Studie bestätigt unsere Bewertungen“, so Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.V. DBfK. „Die kleinteilige und unkoordinierte Verschiebung von Aufgaben wie Blutentnahme vom ärztlichen in den pflegerischen Bereich führt zu keiner grundsätzlichen Entlastung der Pflegefachpersonen oder einer Verbesserung der Versorgung.

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Paradigmenwechsel

Geriatrische Notfallversorgung – Strategien und Konzepte

 

München (26. August 2014) - Autounfall, Treppensturz, allergischer Schock – in der Notaufnahme eines Krankenhauses ist rasches, situatives Handeln erforderlich. Doch die Patienten werden immer älter, ihre Beschwerden komplexer – und addieren sich damit zu den täglichen Herausforderungen, denen Ärzte sich stellen müssen. Ein Paradigmenwechsel in der Versorgung älterer Menschen lässt sich klar erkennen.

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AWO

Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte keine Patentlösung

 

Berlin (25. August 2014) - „Die Anwerbung von ausländischen Arbeits- und Fachkräften in der Pflege ist ein Baustein, um dem aufklaffenden Fachkräftemangel in der Pflege beizukommen. Doch damit allein ist es überhaupt nicht getan“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege dafür ein, dass jegliche Bemühungen der Anwerbung auf ethische Grundsätze hin geprüft werden. Hierzu wurden wesentliche Kriterien zur fairen Mobilität zusammengefasst. Eine Anwerbung ist human, auf Menschenrechten basierend und verantwortungsbewusst zu gestalten. „Es liegt beispielsweise auf der Hand, dass es eine intensive sprachliche und kulturelle Vorbereitung der Fachkräfte braucht. Das kann jedoch nicht durch einen kurzen Sprachkurs geleistet werden, sondern braucht ausreichend Zeit“, hebt Döcker hervor.

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Kinderchirurgen empfehlen Helmtherapie bei verformtem Schädel

Helm für Babys gegen flachen Hinterkopf

 

Berlin (25. August 2014) – Vom leicht abgeflachten Hinterkopf bis zum asymmetrischen Schädel: Beides kommt immer häufiger vor, seit Eltern Neugeborene zum Schlafen gezielt auf den Rücken legen. Dies soll das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod verringern. Doch ein verformter Kopf ist nicht nur äußerlich auffällig, er geht oft auch mit einer frühzeitigen Abnutzung der Halswirbelsäule und Kiefergelenke einher. Deshalb empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) diesen Patienten eine Korrektur der Kopfform durch eine professionell angepasste und konsequente Helmtherapie.

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Aspergillosen

Wenn harmlose Schimmelpilze zur Gefahr werden

 

Erlangen (25. August 2014) - Für gesunde Menschen oft harmlos, können Schimmelpilze bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwere Krankheiten auslösen, die mitunter zum Tod führen können. Ein internationales Forscher-Team unter Leitung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) will das nun ändern und erforscht an einer Pilz-Art mögliche Behandlungsmöglichkeiten. Diese sollen später auch auf andere krankheitserregende Pilze angewendet werden.

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RKI-LogoRKI

Neue Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission

 

Berlin (25. August 2014) - Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre neuen Impfempfehlungen im Epidemiologischen Bulletin Ausgabe 34/2014 veröffentlicht. Wichtigste Änderung ist die Herabsetzung des Impfalters für die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Ab sofort sollen Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren (statt bisher 12 bis 17 Jahren) die HPV-Impfung bekommen. Außerdem wurden die Empfehlungen zur Pneumokokken-Impfung überarbeitet, die jetzt z.B. auch für Cochlea-Implantat-Träger empfohlen wird. Die ausführlichen wissenschaftlichen Begründungen für die geänderten Impfempfehlungen und eine Stellungnahme zum Stand der Bewertung der neuen Meningokokken-B-Impfung folgen in den nächsten beiden Ausgaben des Epidemiologischen Bulletins.

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GBA-LogoG-BA-Qualitätsreport 2013

Flächendeckend stabiles Qualitätsniveau in Krankenhäusern

 

Berlin (21. August 2014) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die Veröffentlichung des Qualitätsreports 2013 beschlossen. Der nun seit zwölf Jahren erscheinende Report bietet einen umfassenden Überblick über die bundesweite Behandlungs- und Ergebnisqualität zu ausgewählten medizinischen und pflegerischen Leistungen in Krankenhäusern.

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G-BA beschließt Errichtung

Stiftung für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen

 

Berlin (21. August 2014) – Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) hat heute die Gründung einer Stiftung für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen beschlossen. Die Stiftung des privaten Rechts wird Trägerin des gleichnamigen Instituts sein. Die zeitgleich beschlossene Stiftungssatzung wird der Stiftungsaufsicht zur Genehmigung zugeleitet.

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IQWiG mit Leitlinienrecherche beauftragt

DMP: G-BA nimmt Beratungen zu vier weiteren Erkrankungen auf

 

Berlin (21. August 2014) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nimmt die Beratungen zu strukturierten Behandlungsprogrammen (Disease-Management-Programme, DMP) für die chronischen Krankheiten rheumatoide Arthritis, chronische Herzinsuffizienz, Osteoporose und Rückenschmerz auf. Einen entsprechenden Beschluss fasste der G-BA heute in Berlin, nachdem er im Februar 2014 dazu aufgerufen hatte, Vorschläge für weitere für DMP geeignete chronische Krankheiten einzureichen.

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Nutzenbewertung

"Patientennutzen muss bei Nutzenbewertung ausschlaggebend sein"

 

  • BVMed-Gesprächskreis zur Nutzenbewertung und Studien fordert differenzierte Methoden für Medizintechnologien

 

Berlin (21. August 2014) - Für die Nutzenbewertung therapeutischer oder diagnostischer Verfahren mit Medizintechnologien müssen differenzierte Methoden je nach Situation und Fragestellung entwickelt werden. Dabei müssen insbesondere die Unterschiede zum Pharmabereich berücksichtigt werden. Das verdeutlichten Experten aus Wissenschaft, Klinik und Industrie auf dem BVMed-Gesprächskreis zum Thema "Messbarkeit und Bewertung des Nutzens von Medizinprodukten". Während Arzneimittel in der Anwendung immer gleich sind, handelt es sich bei der Anwendung von Medizintechnologien um Prozeduren, "die sich entwickeln und immer unterscheiden, beispielsweise durch die Qualität des Chirurgen", so Prof. Dr. Moritz Wente von Aesculap.

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DPR-LogoFaire Entlohnung für Pflegende nicht länger aufschieben:

DPR weist Position des Arbeitgeberverbands Pflege zurück

 

Berlin (20. August 2014) - Der Deutsche Pflegerat e.V (DPR) weist die Einschätzungen zur Situation der Pflege in Deutschland, wie sie gestern seitens des Arbeitgeberverbands Pflege artikuliert worden sind, entschieden zurück. „Offensichtlich sieht der Verband in einem verbindlichen Tarifvertrag und einer Entlohnung von Pflegefachpersonen nach Mindestlohn eine Gefährdung der pflegerischen Versorgung in Deutschland“, sagt Andreas Westerfelhaus, Präsident des DPR. „Dabei ist es gerade umgekehrt: Nur durch einen Tarifvertrag und damit eine Verbesserung der Entlohnung von beruflich Pflegenden kann die pflegerische Versorgung in Deutschland langfristig gesichert werden – denn sie macht den Pflegeberuf für junge Menschen attraktiv und für Berufsangehörige auskömmlich.“

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Unstatistik des Monats

Vermeintlicher Lebensretter PSA-Test

 

Essen (20. August 2014) - Die Unstatistik des Monats August ist die Nachricht des Tagesspiegel-online vom 7. August 2014: „Die Prostatakrebs-Vorsorge per PSA-Test kann das Sterberisiko um mehr als ein Fünftel senken.“ Focus-online, Merkur-online und DIE WELT-online berichteten in genau denselben Worten über die größte europaweite Studie mit über 162 000 Männern im Alter von 55 bis 69 Jahren.

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logo-BfArMRote-Hand-Brief zu Domperidon: schwerwiegende kardiale Nebenwirkungen

 

Bonn (20. August 2014) - Nach Abschluss des europäischen Risikobewertungsverfahrens zu domperidonhaltigen Arzneimitteln informieren die Zulassungsinhaber in einem gemeinsamen Rote-Hand-Brief über die Sicherheitsmaßnahmen zur Minimierung kardialer Risiken. Domperidonhaltige Arzneimittel sollten nur noch zur „Besserung der Symptome Übelkeit und Erbrechen“ in einer Dosis von maximal 3x täglich 10 mg für längstens 1 Woche angewendet werden.

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Abb.: Bewegungstraining mit dem Roboteranzug HAL. Photo: Jan PaulsTraining mit dem HAL Exoskelett verbessert Gehfähigkeit von Rückenmarkverletzten

 

Bochum (20. August 2014) - Rückenmarkverletzte, die ein regelmäßiges Bewegungstraining mit dem japanischen Exoskelettsystem HAL (Hybrid assistive limb) durchführen, können ihre autonome Bewegungsfähigkeit im Trainingsverlauf zum Teil deutlich verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil unter Leitung der Chirurgischen Universitätsklinik (Direktor: Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer) in Kooperation mit der Abteilung für Rückenmarkverletzte (Leitende Ärztin: Dr. Renate Meindl) und der Neurologischen Universitätsklinik (Direktor: Prof. Dr. Martin Tegenthoff). Über eine aktuelle Fallstudie berichten die Forscher jetzt in der Fachpublikation „Neurology“.

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Abb.: KIT-Videoclip: Bewegungsanalyse im BioMotion Center des KIT. www.kit.edu/videos/bewegungsanalyse. Quelle: Karlsruher Institut für TechnologieBewegungsanalyse soll Arthrose sichtbar machen

 

Karlsruhe (19. August 2014) - Bei Arthrose verschleißen Gelenke stärker als altersbedingt üblich. Rund 150.000 Deutsche im Jahr erhalten deswegen ein künstliches Kniegelenk. Dabei ließen sich mit einer frühzeitigen Diagnose und entsprechenden Therapien viele Operationen hinauszögern oder ganz vermeiden. Gelenke nutzen sich allerdings ganz allmählich über mehrere Jahre hinweg ab, bevor sie zu schmerzen beginnen und die Betroffenen einen Arzt aufsuchen. An einem System, das bereits erste Anzeichen für Arthrose am veränderten Bewegungsmuster eines Menschen erkennt, arbeiten derzeit Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Kooperation mit dem Sana Gelenk- und Rheumazentrum Bad Wildbad.

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Abb.: Eine auf Reduktion ausgerichtete Therapie wird ambulant – im gewohnten Umfeld und Alltag der Patienten – durchgeführt und geht so auf die Lebensumstände des Einzelnen ein. Photo LundbeckIndividuelle Therapie der Alkoholabhängigkeit mit Selincro®: ab 1. September 2014 auf dem Markt und erstattungsfähig

Schnelle und dauerhafte Reduktion des Alkoholkonsums

 

Hamburg (19. August 2014) - Schritt für Schritt weniger Alkohol trinken – durch die jüngste Neuerung der Arzneimittel-Richtlinie erhalten alkoholabhängige Patienten ungeachtet ihres Versicherungsstatus die Wahlfreiheit, welche medikamentösen Behandlungswege sie einschlagen möchten. Mit Selincro® wird ab dem 1. September 2014 erstmals eine pharmakologische Unterstützung zur Reduktion des Alkoholkonsums zur Verfügung stehen: Damit können Ärzte an Alkoholabhängigkeit erkrankten Erwachsenen, deren Alkoholkonsum sich auf mindestens hohem Risikoniveau1 (>60 g reiner Alkohol/Tag für Männer, >40 g/Tag für Frauen) befindet, einen niedrigschwelligen Einstieg in eine Behandlung bieten. In Studien bewirkte Selincro® eine schnelle und langfristige Reduktion des Gesamt-Alkoholkonsums und der starken Trinktage – nach einem Jahr reduzierte der Patient seinen Konsum um 67 %.2 Dies entspricht umgerechnet durchschnittlich z. B. einer ¾ bis ganzen Flasche Wein pro Tag. Das Besondere: Die Behandlung wird ambulant – im gewohnten Umfeld und im Alltag der Patienten – durchgeführt und geht damit auf den einzelnen Patienten und seine Lebensumstände ein.

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