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30 | 07 | 2014
KrankenPflege-Journal - aktuell
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Vom IQWiG erprobte Methode kann zeigen, wie wichtig verschiedene Therapieziele für Befragte sind

Patientenpräferenzen mithilfe von Conjoint Analysis ermitteln

 

Köln (29. Juli 2014) - Die Methode der Conjoint Analysis (CA) ist prinzipiell geeignet, um herauszufinden, welche Präferenzen Patientinnen und Patienten bei Therapiezielen haben. Um sie bei Kosten-Nutzen-Bewertungen breit einzusetzen, müssen allerdings noch einige, vor allem methodische Fragen geklärt werden. Das ist Ergebnis eines Pilotprojekts des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Nach dem Analytic Hierarchy Process (AHP) ist CA die zweite Methode, die das Institut zusammen mit externen Sachverständigen erprobt hat.

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EU-Zulassung für Gazyvaro

Signifikante Überlegenheit gegenüber MabThera bei CLL

Grenzach-Wyhlen (29. Juli 2014) - Die europäische Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency) hat dem neuen Typ-II-Anti-CD20-Antikörper Gazyvaro®(GA101, Obinutuzumab) am 23. Juli 2014 die EU-weite Zulassung erteilt. Im Direktvergleich zur Standardtherapie mit MabThera reduziert Gazyvaro in Kombination mit der Chemotherapie bei Patienten mit chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) das Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung oder den Eintritt des Todes um 61%. Die Zulassung gilt für ältere CLL-Patienten mit Begleiterkrankungen – den typischen Patienten im klinischen Alltag.

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Erweiterung der therapeutischen Optionen

Zulassung von Etanercept für die nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis

 

  • Die nr-axSpA ist eine frühe Form der axialen Spondyloarthritis
  • Etanercept ist nun auch bei Patienten mit schwerer nr-axSpA, unzureichendem Ansprechen auf NSAR und objektiven Zeichen einer Entzündung (CRP/MRT), zugelassen
  • In einer Phase-III-Studie1 verbesserte Etanercept deutlich und signifikant das klinische Ansprechen gegenüber Placebo

 

Berlin (29. Juli 2014) - Die Indikationserweiterung von Etanercept für die Behandlung der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis (nr-axSpA) wurde vom Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for medicinal products for human use, CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) bestätigt. Demnach kann das humane lösliche TNF-α-Rezeptorfusionsprotein nun auch bei erwachsenen Patienten mit schwerer nr-axSpA und unzureichendem Ansprechen auf NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika), bei denen durch MRT (Magnetresonanztomographie) oder erhöhtes CRP (C-reaktives Protein) objektive Entzündungszeichen nachgewiesen wurden, eingesetzt werden.

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Nur mit Tabletten, ohne Interferone

Neue Medikamente heilen auch schwierige Hepatitis C-Fälle

 

Hannover (28. Juli 2014) - Neue Wirkstoffe verändern derzeit die Therapie von chronischer Hepatitis C enorm: Sie ermöglichen, dass künftig fast alle Patienten, die diese Medikamente bekommen, von dieser Virusinfektion geheilt werden können – sogar, wenn sie die am schwierigsten zu behandelnde Hepatitis C-Form haben. Und das geschieht in kürzerer Zeit als bisher und mit deutlich weniger Nebenwirkungen. „Die Therapien entwickeln sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Es handelt sich bei Hepatitis C nun um die erste chronische Virusinfektion, die heilbar ist. Dies ist eine unglaublich seltene Erfolgsgeschichte, sie wird die Medizin verändern“, sagt Professor Dr. Michael Manns, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Er hat mit seinem Team zwei der Studien zur Zulassung dieser neuen Medikamente geleitet. Die Ergebnisse der ersten Studie veröffentlichte die Fachzeitschrift „The Lancet“ am 4. Juni 2014, die Resultate der zweiten Studie wird das Magazin am 28. Juli 2014 publizieren, dem Welt-Hepatitis-Tag.

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Unstatistik des Monats

Unfug aus Luxemburg: Gesundes Altern?

 

Essen (28. Juli 2014) - Laut dem Statistischen Amt der EU in Luxemburg leben Frauen in Deutschland im Durchschnitt 83 und etwa in Bulgarien nur 71 Jahre lang. Davon verbringen sie in Bulgarien aber 66 Jahre, in Deutschland nur 58 Jahre gesund. Diese und ähnliche Statistiken werden immer wieder durch die Medien ungeprüft verbreitet, zuletzt in der Neuen Zürcher Zeitung vom 15. Juli 2014 unter dem Titel „Langes Leben, gesundes Leben“, sind aber aus mindestens zwei Gründen falsch.

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Unfallchirurgie

Deutschlandweit erstes AltersTraumaZentrum DGU® zertifiziert

 

Berlin (28. Juli 2014) - Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) hat deutschlandweit das erste Klinikum als AltersTraumaZentrum DGU® zertifiziert. „Mit dem Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg wurde eine Klinik ausgezeichnet, die mit der Behandlungseinheit CURA (Caritas Unfallmedizin Regensburg Alterstraumatologie) einen Versorgungsschwerpunkt speziell für ältere Unfallverletzte bereithält“, erklärt DGU-Präsident Prof. Bertil Bouillon.

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Schubförmig-remittierende Multipler Sklerose (RRMS)

PLEGRIDY® (Peginterferon beta-1a) in Europa zur Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose zugelassen

 

Ismaning (25. Juli 2014) – Am 23. Juli 2014 hat die Europäische Kommission (EC) PLEGRIDY® (Peginterferon beta-1a) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS), der häufigsten Form der Multiplen Sklerose (MS), zugelassen. Peginterferon beta-1a bewirkt eine signifikante Reduktion der Schubrate und der Behinderungsprogression sowie der Anzahl der im MRT nachweisbaren Läsionen und zeigt dabei ein günstiges Sicherheitsprofil, das dem bekannten Profil der bewährten Interferon-Klasse entspricht.1 Peginterferon beta-1a wird alle 2 Wochen subkutan (s.c.) mit dem PLEGRIDY-Fertigpen, einem neuen automatischen Einweginjektor, oder per vorgefüllter Fertigspritze verabreicht. Die Biogen Idec GmbH wird PLEGRIDY aktiv in den deutschen Markt einführen, sobald das Medikament in der Lauertaxe gelistet ist. Das wird voraussichtlich am 1. September 2014 der Fall sein. Zu diesem Zeitpunkt wird PLEGRIDY auch verfügbar sein.

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Abb.: Nach der Therapie konnten viele Patienten sogar eine Spinne auf die Hand nehmen. Dabei war der Behandlungseffekt bei den Patienten der Morgentherapie deutlich höher. Photo: Tanja MichaelSpinnenphobie

Angststörungen besser morgens behandeln

 

Saarbrücken (21. Juli 2014) - Eine Therapie gegen Spinnenphobie, die morgens durchgeführt wird, ist weitaus wirksamer als eine Therapie am Abend. Das haben die Psychologinnen Tanja Michael und Johanna Lass-Hennemann von der Universität des Saarlandes in einer Studie nachgewiesen. Die Wissenschaftlerinnen führen dies auf den höheren Cortisol-Spiegel des Menschen am Morgen zurück. Cortisol ist ein körpereigenes Hormon, das Lernprozesse fördert. Die Studienergebnisse sind jetzt in „Behaviour Research and Therapy“, einer der renommiertesten Zeitschriften für Klinische Psychologie, publiziert worden. Das Hormon Cortisol wird morgens vom menschlichen Körper in viel größeren Mengen ausgeschüttet als am Abend. „Cortisol verstärkt Lern- und Gedächtnisprozesse – und Psychotherapie ist nichts anderes als ein Lernprozess“, erläutert Johanna Lass-Hennemann. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ der Saar-Universität arbeitet seit Jahren an der Behandlung von Angststörungen.

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Abb.: Bauchfolie verringert postoperative Wundinfektionen. Photo: Klinikum rechts der IsarSimple und kostengünstige Maßnahme

Bauchfolie bei der OP verringert postoperative Wundinfektionen

 

München (18. Juli 2014) - Die Idee ist einfach und kostengünstig, aber sehr effektiv: Wundinfektionen treten nach einer Operation deutlich seltener auf, wenn die Wundränder während der OP mit einer bakterienundurchlässigen Folie geschützt werden. Dies ergab eine aktuelle Studie der Klinik für Chirurgie am Klinikum rechts der Isar der TU München, die in der Fachzeitschrift Annals of Surgery veröffentlicht wird.  

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Neue Leitlinien der DGEM

Supportive Ernährungskonzepte in der Onkologie

 

Berlin (18. Juli 2014) - Viele Patienten mit einer Krebserkrankung leiden auch an einer Mangelernährung. Schon vor der Diagnose des Krebsleidens weist mehr als die Hälfte der Tumorpatienten einen Gewichtsverlust auf. Mangelernährung ist ein völlig unabhängiger Risikofaktor für einen ungünstigen Krankheitsverlauf. Sie mindert die Lebensqualität der Patienten, verschlechtert ihre Prognose und reduziert die Therapietoleranz (Ansprechen auf Chemo- und Strahlentherapie). Mehr als 25 Prozent der Krebspatienten versterben an den Folgen ihrer körperlichen Auszehrung. „Wir müssen deshalb bei Onkologen und Ärzten sowie bei den Patienten das Bewusstsein für die Risiken einer Mangelernährung, die nicht erkannt und behandelt wird, deutlich schärfen“, sagt Prof. Dr. Stephan C. Bischoff, Kongresspräsident und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin, anlässlich der Dreiländertagung „Ernährung 2014“ in Ludwigsburg.

 

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Abb.: Das Bremer Gründerteam Erik Düselder, Hagen Schwiebert und Edyta Kaczynska. Photo: TZI / Uni BremenVerlust der Sprechfähigkeit nach Schlaganfall

Software verbessert Sprechen lernen nach Schlaganfall

 

Bremen (18. Juli 2014) - Schlaganfälle haben häufig den Verlust der Sprechfähigkeit zur Folge. Die Behandlung dieser Aphasien ist ein langwieriger Prozess – in der Regel gibt es eine ambulante Therapie bei einem Logopäden mit gerade einmal zwei Sitzungen pro Woche. Hier setzt ein Spin-off aus dem Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen mit dem Informatiker Erik Düselder, dem Kaufmann Hagen Schwiebert und der Logopädin Edyta Kaczynska an.

 

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Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

Intelligente Software unterstützt die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz

 

Bonn (16. Juli 2014) - So lange wie möglich zu Hause leben – das ist der Wunsch vieler Menschen mit Demenz. Um dies zu ermöglichen, haben Greifswalder Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ein computergestütztes Verfahren entwickelt, das individuelle Lücken in der Versorgung von Patienten aufdeckt. Wie sie in der Fachzeitschrift International Psychogeriatrics beschreiben, werden auf diese Weise 85 Prozent mehr Versorgungslücken erkannt als bei einer händischen Erfassung. Die ambulante Versorgung von Menschen mit Demenz kann dadurch optimal gestaltet werden.

 

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Abb.: In den Behandlungszentren stehen zur klinischen Versorgung der Erkrankten Sonderisolierstationen mit entsprechend ausgebildetem Personal zur Verfügung. Photo: RKISTAKOB

Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen

 

Berlin (16. Juli 2014) - Hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen stellen aufgrund des zunehmenden globalen Reise- und Warenverkehrs ein Risiko für die Gesundheit der deutschen Bevölkerung dar. Das klinische sowie seuchenhygienische Management solcher Erkrankungen stellt die beteiligten Akteure des Gesundheitswesens vor besondere Herausforderungen. Ein Netzwerk aus Kompetenz- und Behandlungszentren wurde 2003 gegründet. Seit April diesen Jahres ist es ein ständiger Arbeitskreis mit Geschäftsstelle beim Robert Koch-Institut. Die neuen Internetseiten des Arbeitskreises informieren über die Aufgaben und stellen die einzelnen Zentren vor.

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Bei einigen Therapieaspekten sind aktuelle Leitlinien ausführlicher

Brustkrebs: DMP stimmt mit Leitlinien weitgehend überein

 

Köln (16. Juli 2014) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 16. Juli 2014 die Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Behandlung von Menschen mit Brustkrebs vorgelegt. Ziel des Berichts ist es, in aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für die geplante Überarbeitung des Disease-Management-Programms (DMP) von Bedeutung sein könnten. Demnach muss das DMP an keiner Stelle dringend überarbeitet werden. Allerdings identifizierte das IQWiG einige Aspekte, die ergänzt und spezifiziert werden könnten.

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Öffentliche Konsultierung bis 31.8.14

Dt. Schmerzgesellschaft aktualisiert S3-Leitlinie „LONTS“

 

Berlin (15. Juli 2014) - Unter Federführung der Deutschen Schmerzgesellschaft wurde die S3-Leitlinie „LONTS“ Langzeitanwendung von Opioiden bei Nicht Tumor-bedingten Schmerzen unter Beteiligung von über 40 Expertinnen und Experten aus 22 Fachgesellschaften sowie unter Mitwirkung von Patientenvertretern überarbeitet. Die konsentierten Arbeitsergebnisse stehen ab heute zur öffentlichen Konsultation auf der Homepage der Schmerzgesellschaft bereit. Bis zum 31.08.2014 sind Fachkreise und Interessierte eingeladen, ihre Kommentare an die Autoren der Leitlinie zurückzumelden. Die Kommentare werden im Methodenreport der Leitlinie veröffentlicht werden.

 

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Pflegeaufwand in acht europäischen Ländern

Pflege von Menschen mit Demenz ist in Heimen doppelt so teuer wie zu Hause

 

Witten/Herdecke (14. Juli 2014) - Die Pflege von Menschen mit Demenz ist im Durchschnitt von acht Europäischen Ländern in einem Heim nahezu doppelt so teuer wie die Pflege zu Hause. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie, die eine internationale Forschergruppe im Rahmen eines EU-Projekts durchgeführt hat. Gesundheitsökonomen der Universität Witten/Herdecke haben dabei die Kosten in Estland, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Schweden berechnet. Im Rahmen des Projekts „Right Time Place Care“, in dem Wirtschaftswissenschaftler mit Pflegewissenschaftlern zusammen gearbeitet haben, wurden Daten von mehr als 2000 Menschen mit Demenz sowie ihren Pflegekräften erhoben.

 

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Blutungen nach den Wechseljahren

Bessere Risikoeinschätzung von Gebärmutterkrebs mittels Ultraschall

 

Berlin (14. Juli 2014) – Blutungen nach den Wechseljahren können ein Frühsymptom von Gebärmutterkrebs sein. Um die Ursache zu klären, sollten betroffene Frauen unbedingt einen Gynäkologen aufsuchen, raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Mit Hilfe einer vaginalen Ultraschalluntersuchung kann der Arzt die Ursache der Blutung in vielen Fällen eingrenzen und das Risiko für einen Gebärmutterkrebs ermitteln. Spezialisierte Untersucher können hierbei unter Zuhilfenahme der Farbdopplertechnik und des Kontrastmittelultraschalles weitere wertvolle Informationen zur Abklärung der Blutung liefern: Neun von zehn an Gebärmutterkrebs Erkrankten würden so korrekt erkannt, wie eine neue Studie aus Dänemark zeigt. Um die Diagnose ganz sicher zu stellen, sei jedoch eine Gewebeentnahme notwendig, betonen die Experten der DEGUM.

 

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Amyotrophe Lateralsklerose

ALS-Patienten leben mit kalorienreicher Ernährung länger und besser

 

Berlin (14. Juli 2014) – Wenn Patienten mit einer Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) künstlich ernährt werden müssen, profitieren sie offenbar von einem erhöhten Körpergewicht und der Zufuhr besonders kalorienreicher Nahrung mit einer Magensonde. Diese Beobachtung, die Neurologen auch in Deutschland gemacht haben, wurde nun in einer kleinen US-amerikanischen Studie bestätigt. „Zwar ist die Aussagekraft dieser Untersuchung begrenzt, wir haben aber mit bisher vier Mal so vielen Patienten ganz ähnliche Resultate“, berichtet Prof. Dr. med. Albert C. Ludolph von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

 

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Abb.: Prof. Dr. Sylvia Schafmeister eröffnet den 2. WissensTransferTag der HNU. Foto: Hochschule Neu-Ulm2. WissensTransferTag der Hochschule Neu-Ulm

Experten diskutieren Managementthemen aus dem Gesundheitswesen

 

Neu-Ulm (14. Juli 2014) - Rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten auf dem 2. WissensTransferTag der Hochschule Neu-Ulm (HNU) aktuelle Themen aus den Bereichen „Ambulante Pflege“, „Personal und Führung“ sowie „Ambulante und stationäre Versorgung“. Ökonomische und organisatorische Problemfelder und Lösungsansätze in der Pflege und in den Kliniken wurden ebenso thematisiert wie die Auswirkungen neuer Gesetze im Gesundheitsbereich. Keynote zum Thema „Finanzierung der Universitätskliniken“ hielt Dr. Bettina Hailer, ehemalige Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Halle/Saale.

 

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Bluttest zur Erkennung von Darmpolypen

Experten raten von Einsatz ab

 

Leipzig (13. Juli 2014) - Die Zeitschrift "Journal of Translational Medicine" publizierte vor einigen Monaten einen Artikel, an dessen Erstellung auch Wissenschaftler der Universität Leipzig beteiligt waren. Darin geht es um einen Bluttest zur Erkennung von Darmpolypen, der von der Leipziger Firma Indago GmbH angeboten wird. Auch das Magazin "Der Spiegel" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (29/2014) darüber. Eine Expertenkommission der Universität Leipzig hat sich mit der Publikation befasst und ist zu einem eindeutigen Schluss gekommen: Der Bluttest sei wegen seiner unzureichenden Treffsicherheit und der fehlenden Qualitätskontrolle für eine valide labormedizinische Diagnostik ungeeignet.

 

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Forschungsbericht zur Mengenentwicklung von Operationen

Datenlage muss transparent werden

 

Berlin (11. Juli 2014) - Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) erachtet das vor zwei Jahren von der Bundesregierung beauftragte und jetzt am 10. Juli veröffentlichte Gutachten „Forschungsbericht zur Mengenentwicklung“ , das sich mit steigenden Operationszahlen im Krankenhaus beschäftigt, als einen weiteren wichtigen Schritt zur besseren Analyse des im Umbruch befindlichen medizinischen Versorgungssystems.

 

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Abb.: Herzfrequenz und -rhythmus, Blutdruck sowie Sauerstoffgehalt richtig interpretieren – der kompakte Weiterbildungskurs zur „Heart Nurse“ vermittelt Grundlagenwisen zur Versorgung herzkranker Patienten in Theorie und Praxis. Foto: Universitätsklinikum HeidelbergHeart Nurse

Sicherer in der Pflege schwer herzkranker Patienten

 

Heidelberg (11. Juli 2014) - Erster Weiterbildungskurs zur "Heart Nurse" am Universitätsklinikum Heidelberg erfolgreich abgeschlossen / Neues Angebot des Universitätsklinikums und der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg vermittelt Hintergrundwissen zu chronischen Herzerkrankungen und erleichtert den Einstieg auf kardiologischen Intensivstationen.

 

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Off-Label-Use

G-BA schafft weitere zulassungsüberschreitende Verordnungsmöglichkeiten von Arzneimitteln

 

Berlin (11. Juli 2014) – Drei Arzneimittel können über ihre in der Zulassung festgelegten Anwendungsgebiete hinaus künftig zur Behandlung weiterer Erkrankungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im sogenannten Off-Label-Use verordnet werden. Von den heute in Kraft getretenen Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) werden unter anderem Krebs- und Schlaganfallpatienten profitieren. Off-Label-Use bezeichnet die Anwendung eines zugelassenen Arzneimittels außerhalb der von den nationalen und europäischen Zulassungsbehörden genehmigten Anwendungsgebiete.

 

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Neue Studie

Wie Forscher dem Gehirn beibringen, weniger Schmerz zu empfinden

 

Luxemburg (10. Juli 2014) - Forscher der Universität Luxemburg haben in einer Studie gezeigt, dass der Mensch konditioniert werden kann, weniger Schmerz zu empfinden, wenn er ein neutrales Geräusch hört. Dies stärkt die Idee, dass wir Lernprozesse nützen können, um Schmerzen zu lindern. Der vollständige wissenschaftliche Artikel wurden kürzlich in dem Online-Fachblatt „PLOS One“ veröffentlicht.

 

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Kölner Memorandum zur Evidenzbasierung in der Suchtprävention

 

Köln (10. Juli 2014) - Welche kurz- und langfristigen Wirkungen haben Maßnahmen in der Suchtprävention? Wie können sie gemessen werden? Lassen sich dafür Methoden aus der evidenzbasierten Medizin auf die Suchtprävention übertragen? Wissenschaft und Praxis fordern immer häufiger belegbare Ergebnisse auf diese Fragen. Solche Fragen empirisch zu beantworten, stellt sowohl Forschung als auch Praxis vor eine Herausforderung. Diskussionen über die Möglichkeit und Grenzen, die Wirkung von Suchtprävention zu messen und dies vor dem Hintergrund einer hohen Praxisrelevanz, sind noch nicht sehr weit fortgeschritten.

 

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Auswirkungen von Verhaltensfaktoren auf die Lebenserwartung

Gesunder Lebenswandel verlängert das Leben um Jahre

 

Zürich, Schweiz (8. Juli 2014) - Länger leben dank Früchten, viel Bewegung, wenig Alkohol und keinen Zigaretten: Dies zeigt eine neue Studie der Sozial- und Präventivmediziner der Universität Zürich, die erstmals Auswirkungen von Verhaltensfaktoren auf die Lebenserwartung in Zahlen fasst. Die Resultate sollen in die Prävention und die Gesundheitsberatung in den Arztpraxen einfliessen.

 

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Antibiotika-Therapie

Licht und Schatten nahe beieinander – Verordnungsverhalten analysiert

 

Pöcking (6. Juli 2014) - In Deutschland verordnen die niedergelassenen Ärzte bei Infektionen der Atemwege Antibiotika sehr zurückhaltend und entsprechend der Leitlinien. Bei der Therapie von Rachen- und Mandelentzündungen kommen Antibiotika hingegen häufiger zum Einsatz als in den Leitlinien empfohlen. Regionale Unterschiede im Verordnungsverhalten kommen hinzu. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Wissenschaftler vom Versorgungsatlas des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI). In ihrer Studie haben die Forscher erstmals das Verordnungsverhalten der Ärzte bei häufigen Infektionskrankheiten untersucht.

 

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