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Behandlung von Asthma bei Kindern

Wirksamkeit und gute Compliance mit Montelukast bestätigt

 

Haar (20. September 2008) – Bei Kindern mit leichtem intermittierenden oder persistierenden Asthma erwies sich der Leukotrien-Antagonist Montelukast als wirksame Controller-Therapie, die allen Anforderungen an eine evidenzbasierte Therapie entspricht. Dies zeigte ein Review der in den letzten Jahren publizierten, kontrollierten Doppelblindstudien, in denen Montelukast in dieser Indikation geprüft wurde.

 

Leichtes intermittierendes oder persistierendes Asthma ist die früheste diagnostizierbare Asthma-Ausprägung. Dieser Schweregrad ist für die meisten Asthmaerkrankungen im Kindesalter charakteristisch. Auch wenn der Einsatz inhalativer Steroide in internationalen Leitlinien als Therapie der ersten Wahl empfohlen wird, so deuten Studienergebnisse der letzten Jahre doch darauf hin, dass bei Kindern mit leichtem Asthma eine effektive Kontrolle durch eine Behandlung mit Montelukast erzielt werden kann.

 

In dem von Professor Ulrich Wahn, Charité Berlin, als Erstautor publizierten Review wurden mittels MEDLINE-Recherche die Studien der letzten 10 Jahre zusammengefasst, in denen Kinder mit leichtem Asthma mit Montelukast in Monotherapie behandelt wurden. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass eine Behandlung mit Montelukast bei Kindern mit leichtem Asthma im Alter von zwei bis 14 Jahren – im Hinblick auf Lungenfunktion und Sympomatik – eine effektive und vorteilhafte Asthmakontrolle ermöglicht.

 

Die einmal tägliche Gabe zeigte insbesondere bei jüngeren Kindern hinsichtlich der Anwendungsfreundlichkeit Vorteile. Dies könnte nach Ansicht der Autoren zu einer besseren Compliance und somit zu einer länger anhaltenden Therapietreue und Asthmakontrolle führen. Denn aus Compliancestudien ist bekannt, dass die Controller-Therapie bei asthmakranken Kindern häufig an der Non-Compliance scheitert: In einer Langzeitstudie bei Schulkindern mit leichtem Asthma sank die Compliance einer zweimal täglichen Steroid-Inhalation von 77% nach drei Monaten auf 49% nach 27 Monaten. In verschiedenen Präferenz- Studien war die orale Therapie mit Montelukast mit einer signifikant höheren Therapietreue, Patientenzufriedenheit und Präferenz im Vergleich zu Inhalationsbehandlungen assoziiert. Der Einfluss der Compliance könnte erklären, warum in zwei Praxis-Studien bei Kindern im Alter von zwei bis fünf und von sechs bis 15 Jahren keine signifikanten Unterschiede zwischen Montelukast und inhalativen Steroiden bei asthma-assoziierten Ergebnissen zu verzeichnen waren.

 

Die Beobachtung, dass es Patienten gibt, die jeweils nur auf inhalative Steroide oder nur auf Montelukast ansprechen, verdeutlicht – so die Autoren – die Notwendigkeit einer Verfügbarkeit dieser beiden Therapieoptionen für Kinder mit Asthma. Nach ihrer Ansicht kann Montelukast bei vielen Kindern mit leichtem Asthma als Controller alternativ zu inhalativen Steroiden eingesetzt werden – insbesondere bei Kindern, die Schwierigkeiten mit Inhalationstherapien haben, bei Bedenken im Hinblick auf systemische Nebenwirkungen der inhalativen Steroide, bei mangelnder Compliance und bei Kindern, die unter Belastungsasthma leiden.

 

Quelle: U. Wahn, S. B. Dass: Review of Recent Results of Montelukast Use as a Monotherapy in Children with Mild Asthma. Clinical Therapeutics 2008; 30: 1026-1035

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Firma MSD SHARP & DOHME vom 20.09.2008.

 

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