BMG

Studie zum Dokumentationsaufwand bei Brustkrebs veröffentlicht

 

Berlin (17. Februar 2014) – Unter dem Titel „Dokumentationsaufwand der Patientin mit Mammakarzinom – von der Primärdiagnose bis zur Nachbeobachtung und den damit verbundenen Ressourcen“ hatte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) 2011 ein Projekt in Auftrag gegeben, dessen Abschlussbericht ab heute im Internet zugänglich ist. Die zweistufige Studie wurde unter der Leitung des Universitäts-Brustzentrums Franken an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen durchgeführt. Sieben weitere Brustkrebszentren waren daran beteiligt.

 

Ziel der Studie war zu klären, wie umfangreich die erforderliche Dokumentation bei der Behandlung von Brustkrebs ist und ob diese in Zukunft auf die für eine qualitativ hochwertige Versorgung wesentlichen Parameter beschränkt werden kann. Durch eine schlankere Dokumentation soll den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie allen an der Versorgung Beteiligten zukünftig noch mehr Zeit für persönliche Gespräche mit den betroffenen Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen zur Verfügung stehen.

 

Mit der vorliegenden Studie konnte erstmals Fragen zum Umfang der Mehrfach-Dokumentation am Beispiel des Brustkrebses beantwortet werden. So werden nicht selten ähnliche Daten beispielsweise für die Abrechnung, die Qualitätssicherung des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft oder die epidemiologische Krebsregistrierung in den Ländern erhoben. Die Studienergebnisse werden in die Diskussionen der Arbeitsgruppe „Datensparsame einheitliche Tumordokumentation“ einfließen. Alle beteiligten Akteure im Nationalen Krebsplan haben sich verpflichtet, gemeinsam und konsequent an einer datensparsamen einheitlichen Tumordokumentation mitzuarbeiten.

 

Am 16. Juni 2008 wurde der Nationale Krebsplan initiiert. Der Nationale Krebsplan ist ein Koordinierungs- und Kooperationsprogramm zur Weiterentwicklung und Verbesserung sowohl der Früherkennung von Krebs als auch der Versorgung von krebskranken Menschen. Die Initiatoren des Nationalen Krebsplans sind das Bundesministerium für Gesundheit, die Deutsche Krebsgesellschaft, die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren. Zudem arbeiten Länder, Krankenkassen, Rentenversicherung, Leistungserbringer, Wissenschaft und Patientenverbände an der Ausgestaltung und Umsetzung des Nationalen Krebsplans mit.

 

Der Abschlussbericht des Projektes „Dokumentationsaufwand der Patientin mit Mammakarzinom – von der Primärdiagnose bis zur Nachbeobachtung und den damit verbundenen Ressourcen“ ist hier im Internet zu finden.

 

Weitere Informationen zum Nationalen Krebsplan finden Sie hier und zur Absichtserklärung zur einheitlichen Tumordokumentation hier.

 

 

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Quelle:  Bundesministerium für Gesundheit, 17.02.2014 (tB) Thomas Backe

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