Kooperation zwischen Hebammen und Zahnärzten soll jungen Eltern helfen

Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern

 

Berlin (20. August 2013) – Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Das betreffe alle Gesellschaftsschichten, trete aber gehäuft in sogenannten vulnerablen Familien auf, erklären Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutsche Hebammenverband (DHV).

 

"Gerade Eltern in schwierigen sozialen Lebenslagen wissen zu wenig über die richtige mundgesunde Ernährung oder Mundpflege bei Säuglingen und Kleinkindern", erläutert BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. "Dauernuckeln von Säften, Schorlen und gesüßtem Tee ist für kleine Kinder ungeeignet. Das Resultat ist oftmals die tiefgreifende Zerstörung von Milchzähnen. Mit all ihren Folgen wie Schmerzen oder Zahnverlust, einem deutlich erhöhten Risiko für Karies des bleibenden Gebisses, Störungen der Sprachentwicklung und einer gesunden körperlichen sowie psychischen Entwicklung des Kindes."

 

Frühkindliche Karies lässt sich erfolgreich verhindern, wenn bereits werdende Eltern von Hebammen, Gynäkologen und Zahnärzten aufgeklärt werden.

 

Die Bundeszahnärztekammer hat daher eine Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband geschlossen und gemeinsam einen textfreien Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern herausgegeben.

 

"Die Illustrationen zeigen ohne Worte, was gut für das Kleinkind ist und was vermieden werden sollte", so DHV-Präsidentin Martina Klenk. "Durch die Hebammenbegleitung wird von Anfang an das gesundheitliche Wohlergehen des Kindes gestärkt."

 

Der Comic richtet sich an alle jungen Eltern. Durch den sparsamen Gebrauch von Worten wird er auch von denen verstanden, die nicht gut oder gerne lesen. Er ist so gestaltet, dass es Spaß macht, sich die Bilder anzusehen und die Tipps zu befolgen.

 

 

Comic zum Download

 

 


 

Quelle: Deutscher Hebammenverband, Illustrationen: Volker Konrad, Sonderdruck Hebammenforum 2013; Bundeszahnärztekammer (BZÄK), 20.08.2013 (tB).

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