Erster rheinland-pfälzischer Preis für Pflege in der Psychiatrie

 

Mainz (10. September 2009) – „Gerade in der Psychiatrie kommt der Pflege und den Pflegenden eine besondere Rolle zu. In keinem anderen medizinischen Fach kommt es so sehr auf die persönliche Begegnung und Zuwendung an wie bei der Behandlung psychisch kranker Menschen.“ Das unterstrich Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute auf der 2. Pflegefachtagung des Landesverbandes der Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie (BFLK) in der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach anlässlich der Verleihung des ersten rheinland-pfälzischen Pflegepreises in der Psychiatrie, den der Landesverband der BFLK ausgelobt hat.

Ziel des Pflegepreises ist es, die Pflegepraxis zu verbessern. Der Preis prämiert gute Beispiele, die zu einer Verbesserung in der Versorgung von Patientinnen und Patienten in der Psychiatrie führen. Ministerin Dreyer hob dabei die Ausrichtung auf verschiedene psychiatrische Arbeitsfelder, die den Blick über die Pflege im Krankenhaus hinaus richte, als bemerkenswert hervor. „Genau solch ein weites, sektorenübergreifendes Denken und Handeln benötigen wir. So kann etwa durch häusliche psychiatrische Pflege eine Krankenhauseinweisung nicht selten vermieden werden“, so die Ministerin. Auch die Alltagstauglichkeit der eingereichten Projekte als ein Auswahlkriterium sei hierbei besonders wichtig.


Doch über die Prämierung, Bekanntmachung und Verbreitung guter Praxisbeispiele hinaus habe der Pflegepreis noch eine weitere Bedeutung: „Er verstärkt die Aufmerksamkeit und richtet den Fokus auf die Pflege in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung. Aus meiner Sicht ist es dringend notwendig, dass die Pflegeberufe und die Pflegenden selbst mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren“, erklärte die Ministerin. Dazu trage der Pflegepreis bei.

Wie eine Gesellschaft die Pflege organisiere, sage viel über ihre Einstellung zu Alter und Krankheit, über ihre Fähigkeit zur Solidarität und über das Verhältnis der Generationen zueinander aus. Der Staat könne die Achtung vor dem Alter, die Generationensolidarität oder Mitmenschlichkeit nicht verordnen, aber er könne Rahmenbedingungen schaffen, die sie gut ermöglichen. Das sei ihr in ihrer Landesinitiative „Menschen pflegen“ ein sehr wichtiges Anliegen.

Nach Angaben der Ministerin konnten besonders durch das Zusammenwirken mit unterschiedlichsten Partnern der Pflege vielfältige landesweite Initiativen und Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege und zur Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen gebündelt werden. „Ich freue mich, dass zu den Partnern meiner Initiative auch Mitglieder des Landesverbandes Rheinland-Pfalz der Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie zählen“, so Dreyer. Sie seien sowohl in der Arbeitsgruppe „Stärkung der Pflege im Krankenhaus“ als auch in der „Landespflegekonferenz Rheinland-Pfalz“ vertreten und mit ihrem fachlichen Blick aus dem Bereich der Psychiatrie eine geschätzte Bereicherung der Initiative „Menschen pflegen“.

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz vom 10.09.2009.

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