Familienhebammen mit staatlicher Anerkennung

Start der Weiterbildung in Hannover

 

Karlsruhe (28. März 2011) – Am 8. April 2011 beginnt in Hannover die erste staatlich anerkannte Weiterbildung „Familienhebamme“ mit einem Pilotkurs.  Die Absolventinnen des Kurses werden die ersten staatlich anerkannten Familienhebammen sein. Die Weiterbildung umfasst 400 Unterrichtsstunden sowie die Teilnahme an regionalen Intervisionsgruppen. Der Lehrgang endet im November 2012 mit einer staatlichen Prüfung. Mit dieser rechtlichen Verankerung werden  Familienhebammen zu wichtigen Akteurinnen im deutschen System Früher Hilfen. Die staatliche Anerkennung der Familienhebammen wird ein wichtiger Schritt sein, um auch die Vergütung auf solide Füße zu stellen.

 

Der Hebammenverband Niedersachsen und die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER, als kooperative Träger der Maßnahme, haben die Inhalte entwickelt.

 

Die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER hat erhebliche eigene Mittel für das Projekt aufgewendet und konnte den Sparkassenverband Niedersachsen als Hauptsponsor gewinnen. Dadurch kann die Teilnahmegebühr für die Hebammen möglichst gering gehalten werden; auch die Beantragung des Meister-BaföG ist möglich.

 

Hebammen haben einen frühen Zugang zu den Familien, ihre Tätigkeit ist aufsuchend, ihr Angebot zur Unterstützung gilt für alle Familien und ist damit nicht diskriminierend. Familienhebammen erhalten den Zugang zu den Familien über die originäre Hebammenarbeit. Diese Schlüsselstellung hat auch das neue Kinderschutzgesetz des Bundes erkannt und formuliert die zentrale Bedeutung der Familienhebammen für die Gesundheitsförderung junger Kinder und ihrer Eltern. Der Schwerpunkt der Arbeit der Familienhebamme liegt in einer möglichst frühzeitigen und langfristigen Betreuung von Familien mit erhöhten gesundheitlichen, psychosozialen und sozioökonomischen Belastungen. Familienhebammen werden im häuslichen Umfeld der Familie tätig und erfüllen darüber das für die Zielgruppe wichtige Kriterium der Niedrigschwelligkeit. Eine personengebundene Betreuungskontinuität und ausreichend Zeit für die einzelnen Hausbesuche sind eine wesentliche Basis  zum Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu den Familien.

 

Ein Kernelement des Konzeptes Familienhebamme ist eine intensive, interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie dient dazu, das medizinische, soziale und psychologische Betreuungsangebot für diejenigen erreichbar zu machen, die es benötigen. Durch die Kooperation mit niedergelassenen Ärzten, Kliniken und Akteuren aus dem Sozial-, Jugend- und Familienhilfesektor entsteht ein enges Netzwerk zum Wohl der Familien mit ihren Kindern.

 

 


Quelle: Deutscher Hebammenverband e.V., 28.03.2011 (tB).

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