MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Fortschritt in der Schizophrenietherapie

INVEGA® – stark wirksam gegen die Symptome der Schizophrenie

Köln (5. Juli 2007) – Mit INVEGA® (Paliperidon ER) steht ab sofort ein neues atypisches Antipsychotikum zur Behandlung der Schizophrenie zur Verfügung. Das neue Atypikum zeichnet sich durch eine starke Wirksamkeit und gute Verträglichkeit aus. Es kann neben der Positiv- und Negativsymptomatik auch das psychosoziale Funktionsniveau der Patienten verbessern. INVEGA® erfüllt somit die Anforderungen einer modernen patientenorientierten Schizophrenietherapie. Auf der Launch-Pressekonferenz in Köln [1] wurden die aktuellen Studiendaten und ihre Bedeutung für die ärztliche Praxis präsentiert.

Remission und Recovery lauten die Ziele der modernen Schizophrenietherapie. Doch die Realität zeigt, dass die Probleme der Langzeittherapie – hohe Rezidiv- und Abbruchraten – trotz neuer medikamentöser Therapieoptionen nach wie vor unverändert hoch sind. Mit INVEGA® (Paliperidon ER) steht nun ein neues orales Atypikum zur Verfügung, das sich in den Zulassungsstudien durch eine frühzeitige und anhaltende Wirkung, niedrige Rezidivraten und gute Verträglichkeit gegenüber Placebo abgehoben hat [2,3,4]. Als erstes atypisches Antipsychotikum nutzt das neue Präparat die OROS®-Technologie. Die INVEGA® Tablette stellt eine osmotisch kontrollierte Freisetzungsgalenik des Wirkstoffs dar. So werden unter oraler täglicher Einmalgabe über 24 Stunden gleichmäßigere Plasmaspiegel aufrechterhalten [5] als unter herkömmlicher Therapie mit nichtretardierten Präparaten. Dadurch werden unnötige Plasmaspitzenkonzentrationen nach der Einnahme vermieden. Eine Auftitrierung ist somit nicht erforderlich. Der Wirkstoff wird nur in sehr geringem Maße hepatisch über das CYP P 450-System metabolisiert [6].

Neben seinem günstigen Rezeptorbindungsprofil sorgen die pharmakologischen Eigenschaften des Wirkstoffs, vor allem das geringe pharmakokinetische Interaktionsrisiko, für eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Werbung

Die klinische Relevanz der gleichmäßigen Wirkstoffanflutung einerseits und der atypischen Eigenschaften andererseits zeigen Daten aus den bislang umfangreichsten klinischen Studien vor Zulassung eines Atypikums an über 2.200 Patienten.

Frühzeitige und effektive Symptomkontrolle in der Akutbehandlung

In drei randomisierten Doppelblindstudien über 6 Wochen mit jeweils einjähriger offener Extensionsphase zeigte INVEGA® (3 bis 12 mg/Tag) eine signifikante Reduktion des mittleren PANSS-Gesamtscores zwischen 15 und 20 Punkten im Vergleich zum jeweiligen Ausgangswert [7,8,9]. Die Wirksamkeit hob sich bereits an Tag 4 nach Studienbeginn signifikant gegenüber Placebo ab. INVEGA® verbesserte nicht nur die Positiv- und Negativsymptome der Patienten, sondern gleichzeitig auch ihre persönliche, berufliche und soziale Funktionsfähigkeit. Im Mittel wurden in den Dosierungen von 3 bis 12 mg/Tag mittlere Änderungen im PSP1-Score (Personal and Social Performance Scale) zwischen 9 und 10 Punkten gemessen [10]. Eine Zunahme um 9 Punkte bedeutet für den individuellen Patienten eine relevante Verbesserung seines Funktionsniveaus. INVEGA® wurde in den Zulassungsstudien gut vertragen. Subgruppenanalysen ergaben, dass auch Patienten mit kürzlich diagnostizierter Schizophrenie [11], Patienten mit vorherrschender Negativsymptomatik [12] sowie ältere Schizophreniepatienten (Alter im Mittel 70 Jahre) [4] gut auf die Behandlung mit INVEGA® ansprechen und von dem günstigen Verträglichkeitsprofil profitieren können.

INVEGA® kann die Rückfallhäufigkeit reduzieren

Den aktuellen Studiendaten zufolge kann INVEGA® aufgrund seiner Verträglichkeit und Wirksamkeit auf alle Facetten der Erkrankung ein signifikanter Effekt auf die Rückfallprävention verglichen mit Placebo zugeschrieben werden. Dies ergab die Auswertung einer randomisierten, doppelblinden Studie zur rezidivprophylaktischen Wirksamkeit über einen Zeitraum von 40 Wochen [3]. Während einer 8-wöchigen Run-in-Phase und einer anschließenden 6-wöchigen Stabilisierungsphase wurden zunächst alle Patienten mit INVEGA® (3 bis 15 mg/Tag) behandelt. Hieran schloss sich eine Doppelblindphase von variabler Dauer an, in der die Patienten entweder Placebo (n=102) oder INVEGA® (n=105) erhielten. Primäres Zielkriterium war die Zeit bis zum ersten Rezidiv. Da sich schon frühzeitig, zum Zeitpunkt der geplanten Interimanalyse, eine hochsignifikante Überlegenheit des neuen Antipsychotikums herausstellte, konnte die Studie vorzeitig beendet werden.

Die Auswertung zeigte, dass unter INVEGA® signifikant weniger Patienten zu diesem Zeitpunkt ein Rezidiv erlitten hatten als unter Placebo (25 vs. 53 Prozent). Zudem trat der erste Rückfall im Mittel signifikant später auf im Vergleich zu Placebo (nach 68 vs. 23 Tagen). Die bereits in der Run-in-Phase erzielte Verbesserung der Positiv- und Negativsymptomatik sowie der Funktionsfähigkeit blieb in der Langzeittherapie über 40 Wochen bestehen. Auch in der Langzeitbehandlung stellte sich die Behandlung mit INVEGA® als gut verträglich dar.

Fazit für die Praxis

INVEGA® zeigt in der Akutbehandlung eine frühzeitige und umfangreiche Wirksamkeit. In der Langzeittherapie erwies sich INVEGA® als rezidivprophylaktisch wirksam. Darüber hinaus verbessert das neue Antipsychotikum auch patientenrelevante Faktoren wie die soziale und persönliche Funktionsfähigkeit. Infolge der besonderen Freisetzungsgalenik bauen sich bei täglicher Einmalgabe gleichmäßigere Wirkspiegel auf, wodurch eine Therapiebeginn unmittelbar mit der wirksamen Dosis ohne Auftitrierung möglich ist. INVEGA® verfügt über ein günstiges Nebenwirkungsprofil, das zusammen mit der starken Wirksamkeit die Therapietreue der Patienten begünstigen kann.

Quellen

  1. Launch-Pressekonferenz „Das Neuzeit-Atypikum INVEGA® – Auf dem Wege zu einer optimalen Schizophrenietherapie“, Köln, 5. Juli 2007, Veranstalter: Janssen-Cilag
  2. Meltzer H et al. Efficacy and Tolerability of Oral Paliperidone Extended-Release Tablets in the Treatment of Acute Schizophrenia: Pooled Data from Three 6-Week Placebo-Controlled Studies. Poster presented at USP & MHC 2006, 16-19 November 2006 , New Orleans, NY, USA
  3. Kramer M et al.: Paliperidone extended-release tablets for prevention of symptom recurrence in patients with schizophrenia. A randomized, double-blind, placebocontrolled study. J Clin Psychopharmacol 2007; 27: 6-14
  4. Tzimos A et al.: A 6-week placebo-controlled study on te safety and tolerability of flexible doses of oral paliperidone extended-release tablets in the treatment of schizophrenia in elderly patients. Poster Nr. P01.200, 25. CINP-Kongress, 2006 Chicago
  5. Karlsson P et al.: Pharmacokinetics, dopamine D2 and serotonin 5-HT2A receptor occupancy and safety profile of paliperidone extended-release in healthy subjects.Poster 25, präsentiert im Rahmen des 13. Winter Workshop on Schizophrenia. Schiz Res 2006; 81 (Suppl.): 85
  6. Vermeir M, Boom S, Naessens I et al. Absorption, metabolism and excretion of a single oral dose of 14Cpaliperidone 1mg in healthy subjects. Clin Pharmacol Ther 2006; 79: 111–118
  7. Kane J et al.: Treatment of schizophrenia with paliperidone extended-release tablets: A 6-week placebo-controlled trial. Schizophrenia Res 2007; 90 (1-3): 147-161
  8. Marder S et al.: A 6-week, US-based placebo-controlled study on the efficacy and tolerability of two fixed dosages of oral paliperidone extended-release tablets in the treatment of acute schizophrenia. 159. APA-Kongress 2006, Toronto, Poster
  9. Davidson M et al.: Efficacy, safety and effect on functioning of paliperidone extended-release tablets in schizophrenia: an international 6-week placebo-controlled study. 159. APA-Kongress 2006, Toronto, Poster
  10. Kramer M et al.: Onset of action of oral paliperidone extended release tablets in patients with acute schizophrenia: pooled results from three 6-week controlled studies. Poster Nr. P01.201, 25. CINP-Kongress, 2006, Chicago
  11. Kostic D et al.: Paliperidone extended-release tablets in patients recently diagnosed with schizophrenia. 25. CINP-Kongress, 2006, Chicago, Poster
  12. Dirks B et al.: Efficacy of paliperidone extended-release tablets in patients with schizophrenia and predominant negative symptoms. 25. CINP-Kongress, 2006, Chicago, Poster


Quelle: Launch-Pressekonferenz der Firma Janssen-Cilag zum Thema “Das Neuzeit-Atypikum INVEGA® – Auf dem Weg zu einer optimalen Schizophrenietherapie“ am 05.06.2007 in Köln (medical relations).

MEDICAL NEWS

Monoclonal antibody therapy for COVID-19 safe, effective for transplant patients
Having trouble falling asleep predicts cognitive impairment in later life
SARS-CoV-2 detectable — though likely not transmissible — on hospital…
Waking just one hour earlier cuts depression risk by double…
Moving one step closer to personalized anesthesia

SCHMERZ PAINCARE

Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung
Risikobasiertes Brustkrebs-Screening kosteneffektiv
Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung

MULTIPLE SKLEROSE

Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose
Patienteninformationen zu Interferon-beta-Präparaten
Zulassung des S1P Modulators Ponesimod zur Behandlung von erwachsenen Patienten…
Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung