Frauen mit Herzinsuffizienz häufiger depressiv als Männer

 

Mannheim (10. April 2010) – Angst und Depressivität treten bei Frauen, die wegen Herzinsuffizienz behandelt werden, häufiger und ausgeprägter auf als bei Männern mit dieser kardiologischen Erkrankung. Auch Herzrhythmusstörungen werden von Patientinnen häufiger beklagt als von Patienten. Das berichteten heute Experten auf der 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) in Mannheim. "Insbesondere bei Frauen mit symptomatischer Herzinsuffizienz sollte im Verlauf der Erkrankung das Risiko der Entwicklung depressiver Symptome beachtet und mit standardisierten Fragen oder Fragebögen regelmäßig erfasst werden, um rechtzeitig eine weiterführende fachspezifische Diagnostik und Therapie einzuleiten", betonte Dr. Claudia Piper (Ruhr-Universität Bochum).

 

Der Empfehlung liegt eine Untersuchung von insgesamt 150 Herzinsuffizienz-Patienten, rund ein Drittel davon Frauen, zugrunde, die Dr. Piper mit Kollegen durchgeführt hat. Mit allen Teilnehmern wurde ein fachärztliches Interview gemacht, Angst und Depressivität wurden darüber hinaus per standardisiertem Fragebogen erhoben.

Die Ergebnisse im Detail: 57,7 Prozent der Frauen litten unter Angst, bei den Männern waren es nur 41,8 Prozent. Mit 28 Prozent gegenüber 18,4 Prozent waren Frauen auch häufiger von ausgeprägten Angstsymptomen betroffen. Die Häufigkeit und Ausprägung der Depressivität unterschied sich zunächst nicht nach dem Geschlecht (Frauen 30,8 und Männer 29,6 Prozent). Drei Monate nach der Entlassung stieg der prozentuale Anteil von Frauen mit depressiven Symptomen stieg auf 46,2 Prozent an, demgegenüber war er bei Männern mit 22,4 Prozent leicht rückläufig.


Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vom 10.04.2010.

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung