Gräser-Impf-Tablette wirkt effektiv und sicher bei Kindern

 

Erfurt (12. September 2008) ‑ Die Gräser-Impf-Tablette mit Allergenen aus Wiesenlieschgras bessert bei Kindern mit Heuschnupfen oder Asthma aufgrund einer Gräser- ­oder Roggenpollenallergie signifikant die Symptome und senkt den Medikamentenverbrauch. Das sind die Ergebnisse der GT-12Studie, die am 12. September 2008 auf dem 3. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongress in Erfurt präsentiert wurden. Eine spezifische Immuntherapie ist die einzige ursächlich wirkende Behandlung bei Pollenallergien. Die regelmäßige Applikation von standardisierten Pollenallergenen führt zu einer anhaltenden Toleranz des Immunsystems. Bei Erwachsenen mit einer Allergie gegen Gräser- oder Roggenpollen hat sich seit zwei Jahren eine innovative Gräser-Impf-Tablette mit standardisierten Wiesenlieschgrasallergenen bewährt. Das Präparat bessert die Pollenallergie ebenso effektiv wie eine spezifische Immuntherapie mit Spritzen.


 

Aktuelle Studienergebnisse bestätigten jetzt die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit der Gräser-Impf-Tablette auch bei allergiekranken Kindern. Professor Dr. Albrecht Bufe, Kinder- ­und Jugendarzt aus Bochum, stellte am 12. September 2008 auf dem 3. Gemeinsamen Deutschen Allergie‑Kongress in Erfurt die Ergebnisse der GT-12-Studie vor: Die Gräser-Impf-Tablette reduzierte die Heuschnupfensymptome der Kinder und Jugendlichen um 28 % und senkte den Medikamentenbedarf um 65 % (Medianwerte). Außerdem hatten die mit der Gräser-Impf-Tablette behandelten Kinder deutlich mehr symptomfreie Tage, als die Kinder der Placebogruppe. „Die Wirkung und die Verträglichkeit der Gräser-Impf-Tablette ist bei Kindern ebenso gut, wie wir es schon aus den mehrjährigen Studien mit Erwachsenen kennen", stellte Studienleiter Bufe fest.

 

Die Symptome von saisonalem Asthma reduzierten sich durch die Gräser-Impf-Tablette um 60 %. Zudem verringerte die Tablette im Vergleich zu Placebo die Anzahl der Tage mit Asthmasymptomen um 67 % (Medianwerte). Unter Placebo trat an dreimal soviel Tagen Asthma auf. „Heuschnupfen ist ein großes Risiko für Asthma. Möglicherweise lässt sich mit der Gräser-Impf-Tablette auch der Etagenwechsel zum Asthma stoppen. Das muss allerdings erst noch belegt werden", sagte Bufe.

 

An der GT-12-Studie nahmen 253 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 16 Jahren teil. Sie litten unter allergischem Schnupfen mit oder ohne Asthma aufgrund einer Allergie auf Gräser- oder Roggenpollen. Ein Teil der Kinder und Jugendlichen erhielt spätestens acht Wochen vor dem Beginn der Gräserpollensaison 2007 täglich eine Gräser-Impf-Tablette und wurde während der gesamten Pollensaison weiterbehandelt. Die Kontrollgruppe wendete dagegen während der gleichen Zeit ein Placebo an.

 

Die Anwendung der Tablette ist ‑ nachdem sie einmal unter Aufsicht des Arztes eingenommen wurde ‑ einfach zu Hause möglich. Sie löst sich unter der Zunge innerhalb weniger Sekunden auf und setzt die Allergene frei. Bis auf leichte bis selten moderate, lokale Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung ist die GräserImpf-Tablette sicher und gut verträglich.

 

Die europaweite Zulassung für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist aufgrund der überzeugenden Studienergebnisse der GT-12-Studie bereits bean­tragt.

 

 

Informationen über ALK-Abelló

Das Pharmaunternehmen ‑ bis zum 1. September 2008 bekannt als ALK-SCHERAX ‑ ist in Deutschland Marktführer für Produkte zur Therapie und Diagnose allergischer Erkrankun­gen. Die Allergen-Präparate zeichnen sich durch eine hohe Qualitätsstufe aus. Die Produk­tion bei der Muttergesellschaft ALK-Abelló A/S in Dänemark unterliegt den sehr strengen Anforderungen der amerikanischen Zulassungsbehörde, der Food and Drug Administration (FDA). In Deutschland werden die zugelassenen Produkte von ALK-Abelló außerdem Charge für Charge vom Paul-Ehrlich-Institut auf Einhaltung der Qualitätsstandards überprüft. Diese aufwändige Qualitätskontrolle bietet zusätzliche Sicherheit bei der kausalen Therapie von Allergiepatienten. Die behandelnden Ärzte können sich auf die geprüfte Produktqualität verlassen.

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma ALK-Abelló Arzneimittel anlässlich des 3. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongresses am 12.09.2008 in Erfurt (MasterMedia) (tB).

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