MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Herceptin als subkutane Injektion ebenso wirksam wie Herceptin iv

 

HannaH-Studie bestätigt Wirksamkeit der patientenfreundlichen Verabreichungsform

 

Grenzach-Wyhlen (26. März 2012) – Subkutan appliziertes Herceptin (Trastuzumab) ist ebenso wirksam und sicher wie Herceptin®, das intravenös verabreicht wird. Dies bestätigen die heute im Rahmen der 8. European Breast Cancer Conference (EBCC-8) in Wien erstmals präsentierten Ergebnisse der Studie HannaH. Damit wird die subkutane Applikationsform zukünftig sicherlich zu einer wichtigen und vor allem sehr patientenfreundlichen Alternative zu intravenös verabreichtem Herceptin. In Zukunft wird es für die Patientinnen mit einem HER2-positiven Brustkrebs möglich sein, die über viele Monate dauernde Herceptin-Therapie ohne Infusion, ohne Port und ohne lange Aufenthalte in Klinik oder Praxis zu erhalten.

 

 

Endpunkte belegen äquivalente Wirksamkeit

 

An der offenen Phase-III-Studie HannaH nahmen 596 Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium teil. Ziel der Studie war es, die Konzentration von Trastuzumab im Blut (Pharmakokinetik), die Wirksamkeit und die Sicherheit von subkutan verabreichtem Herceptin mit der von intravenös appliziertem Herceptin zu vergleichen. Die Wirkstoffkonzentration im Blut war für das subkutan applizierte Trastuzumab mindestens ebenso hoch wie bei intravenöser Gabe (subkutane Darreichungsform: 69,0 μg/mL; intravenöse Darreichungsform: 51,8 μg/mL). Die vergleichbare Wirksamkeit beider Darreichungsformen bestätigte sich auch in den Ansprechraten (pCR; pathological complete response). Der Anteil der Patientinnen, bei denen keine Tumorzellen in der Brust mehr nachgewiesen wurden, war in beiden Studienarmen vergleichbar hoch (subkutane Darreichungsform: 45,4 Prozent bzw. intravenöse Darreichungsform: 40,7 Prozent). Das Sicherheitsprofil von Herceptin subkutan entsprach dem von Herceptin i.v.

 

 

Das Plus an Anwenderfreundlichkeit für die Patientinnen

 

„Die subkutane Gabe von Trastuzumab stellt eine wichtige und innovative Weiterentwicklung dar“, betonte Hal Barron, Leiter der globalen Produktentwicklung und Chief Medical Officer von Roche. Als entscheidenden Vorteil für die Patientinnen sieht Barron vor allem die hohe Anwenderfreundlichkeit: „Die subkutane Applikation ist weniger invasiv und anstelle von 30 bis 90 Minuten dauert es lediglich rund 5 Minuten, das Medikament zu verabreichen, sodass die Patientinnen für eine Behandlung weniger Zeit beim Arzt verbringen.“ Herceptin subkutan wird in einer fixen Dosierung von 600 mg unter die Haut injiziert. Anders als bei der intravenösen Verabreichungsform erfordert dies weder eine Aufsättigung noch eine Adaptation der Dosierung an das Gewicht.

 

Basierend auf den Ergebnissen der HannaH-Studie hat Roche die Zulassung von Herceptin subkutan zur Behandlung des HER2-positiven Mammakarzinoms bei der Europäischen Zulassungsbehörde EMA eingereicht.

 

 


Quelle: Roche Pharma, 26.03.2012 (tB).

MEDICAL NEWS

COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 

ERNÄHRUNG

Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…
Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS
NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…