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Innovative Heuschnupfentherapie

GRAZAX® steigert Therapieerfolg im zweiten Therapiejahr

 

Hamburg (19. Januar 2007) ‑ Seit kurzem gibt es in Deutschland eine Gräser-Impftablette (GRAZAX®) zur ursächlichen Behandlung einer Allergie auf Gräserpollen. GRAZAX® ist das weltweit erste Präparat für die spezifische Immuntherapie in Form einer schnell löslichen Tablette. Dank der einfachen, gut verträglichen Anwendung ermöglicht die Gräser‑Impftablette einen breiten Einsatz der kausalen Therapie bei allergischer Rhinitis.

Jeder Vierte in den westlichen Industrieländern leidet inzwischen an Heuschnupfen oder allergischem Asthma. Häufigste Auslöser sind Gräserpollen. Sie beginnen meistens Anfang Mai zu blühen und verbreiten ihre Pollen bis in den August. Bei Menschen mit einer Pollenallergie kommt es in dieser Zeit zu Schnupfen, Niesen, Augenjucken, Abgeschlagenheit oder gar Atemnot. Die Ursache ist eine Überempfindlichkeit des Immunsystems auf Bestandteile der Pollen.

 

Die neue Gräser‑Impftablette GRAZAX® ermöglicht jetzt eine wirksame und sichere Therapie der Allergieursache: Die Tablette enthält molekular standardisierte Allergene aus Gräserpollen, mit der das Immunsystem an die Allergieauslöser gewöhnt wird. Als Folge reagiert es weniger empfindlich auf Gräserpollen. Im besten Fall bleiben die Beschwerden sogar ganz aus. GRAZAX® bessert also nicht nur die Symptome, sondern bekämpft auch die Ursache der Allergie.

 

Allergie-Impfung gegen Gräserpollen zu Hause möglich

Die Behandlung mit der Gräser-Impftablette ist einfach zu Hause durchführbar. Nur die erste Anwendung sollte bei einem allergologisch ausgebildeten Facharzt erfolgen. Die Gräser‑Impftablette wird nicht geschluckt, sondern unter die Zunge gelegt, wo sie sich sekundenschnell auflöst. Ihre Wirkstoffe ‑ molekular standardisierte Gräserpollenallergene ‑ wirken über die Mundschleimhaut auf das Immunsystem und erzeugen eine Toleranz.

 

„Die Gräser‑Impftablette bekämpft die Ursachen der Allergie und stellt durch die einfache Anwendung und hohe Wirksamkeit eine neue Basistherapie der Gräserpollenallergie dar. Wichtige Vorraussetzung für den Therapieerfolg ist eine sorgfältige Diagnostik bei einem Allergologen. Die Behandlung sollte dann täglich über drei Jahre durchgeführt werden", sagt Prof. Claus Bachert, Leiter der HNO-Universitätsklinik Gent in Belgien. Die Einnahme sollte möglichst früh ‑ mindestens zwei Monate ‑ vor der nächsten Pollensaison beginnen. Die Kosten der Therapie werden von den Krankenkassen erstattet.

 

Auf dem wissenschaftlichen Prüfstand bewährt

Ihre therapeutische Wirksamkeit und Sicherheit hat die Gräser‑Impftablette im bisher größten Studienprogramm zur spezifischen Immuntherapie an über 1.700 Patienten unter Beweis gestellt. Eines der Ergebnisse: Die neue Tabletten-Immuntherapie zur Behandlung der Gräserpollenallergie ist schon in der ersten Gräserpollensaison hochsignifikant wirksam. Das geht aus den Untersuchungsergebnissen der so genannten GT-08-Studie her­vor.

Über die gesamte Pollensaison hinweg verringerten sich die Symptome um 36 Prozent (Median) und der Bedarf an weiteren antiallergischen Medika­menten um 51 Prozent (Median) im Vergleich zu Plazebo(1). 82 Prozent der Patienten fühlten sich besser oder viel besser. Der Unterschied zur Plaze­bogruppe war mit 49 Prozent hoch signifikant.

 

Behandlungserfolg im zweiten Jahr gesteigert

Seit Ende Dezember 2006 liegen nun auch die Ergebnisse der Behandlung mit GRAZAX® über zwei Jahre vor. Danach verbessert die Gräser-­Impftablette die Symptome in der zweiten Therapiesaison um 44 Prozent (Median). Der Medikamentenverbrauch sank gegenüber Plazebo um 73 Prozent (Median)(2). Diese Ergebnisse zeigen, dass die Gräser-Impftablette voraussichtlich eine lang anhaltende Wirkung zeigt, wenn die Behandlung ‑ wie empfohlen ‑ über drei Jahre durchgeführt wird.

 

„Wir sind begeistert von den Studienergebnissen. Mit der Gräser-­Impftablette können weitaus mehr Gräserpollen-Allergiker an eine spezifi­sche Immuntherapie herangeführt werden, denn die Therapie ist schnell und einfach zu Hause durchführbar", so Professor Bachert. „Die neue Anwendungsform wird die spezifische Immuntherapie für viele Patienten zugänglich machen, die bislang aus den verschiedensten Gründen wie zeitliche und räumliche Einschränkungen oder Angst vor einer Spritze nicht in Frage kamen."

 

Referenzen 

  1. Dahl R, Kapp A, Columbo G, et al, Efficacy and safety of sublingual immuno­therapy with grass allergen tablets for seasonal allergic rhinoconjunctivitis. J Allergy Clin Immunol 2006;118:434‑440
  2. Presseinformation ALK‑Abelló vom 21. Dezember 2006 über die GT‑08 Studie


Quelle: Pressekonferenz der Firma ALK-SCHERAX Arzneimittel zum Thema „Grünes Licht für die Gräser-Impftablette“ am 19.01.2007 in Hamburg (MasterMedia) (tB).

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