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Internetportal der DKG bietet Orientierung in onkologischen Themen

  • Tendenz steigend: Das Online-Portal der Deutschen Krebsgesellschaft findet hohe Akzeptanz bei Patienten und Ärzten.
  • Anlässlich des Deutschen Krebskongresses 2010 in Berlin diskutierten Experten und Journalisten auf einer Pressekonferenz die Herausforderungen einer adäquaten Informationsgestaltung im Zeitalter des Web 2.0

Berlin (26. Februar 2010) – Die Bedeutung des Internets als Informationsquelle hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Gerade in der Onkologie besteht ein hoher Bedarf an aktueller und fundierter Information. Hier möchte die Deutsche Krebsgesellschaft mit ihrem Internetportal einen Beitrag leisten und Orientierung in der Informationsflut bieten. Die hohen Anforderungen an Qualität und Aktualität der Informationen werden durch die Experten der Deutschen Krebsgesellschaft sichergestellt.

Das Internetportal der DKG gilt als das umfangreichste onkologische Wissensportal im deutschsprachigen Raum und richtet sich sowohl an Ärzte als auch Patienten. Insofern folgt es dem Ziel der Deutschen Krebsgesellschaft – wie auch im „Strategieplan Krebs" der DKG formuliert –, die Wahrnehmung des „Themas Krebs in der Öffentlichkeit als gesellschaftspolitische Fragestellung zu fördern"(1). Darüber hinaus sollen auch im Bereich der Informationsgestaltung Voraussetzungen geschaffen werden, die bei der Bekämpfung von Tumorerkrankungen hilfreich und notwendig sind.

„Eine fundierte Aufklärung über aktuelle Erkenntnisse und Standards in Klinik und Forschung ist hier besonders wichtig", so Professor M. Bamberg, Vorstandsvorsitzender der Uniklinik Tübingen und Präsident der Deutschen Krebsstiftung, in seiner Einführung über die Zielsetzungen des Internet-Portals. Neben der Bewertung der aktuellen Daten durch Experten der DKG, lege das Portal ein besonderes Gewicht auf eine verständliche Präsentation der Inhalte nach anerkannten Standards. Diese Art der Informationsgestaltung findet hohe Akzeptanz bei seinen Nutzern und zeigt sich entsprechend deutlich bei der Entwicklung der Besucherzahlen. Von anfänglich 3.000 Page-Impressions (PI) im Jahr 2003 konnte sich das Internet-Portal der DKG auf monatlich 800.000 bis 1.000.000 PI im Jahr 2009 steigern.

Informationen für Patienten und Angehörige sowie Kongress-und Fachinformationen für Ärzte – dies sind die beiden Säulen des Portals, die bei einer Therapieentscheidung Relevanz haben können.

Zum Thema Patienteninformation und -leitlinien äußerte sich Professor R. Kreienberg, Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm und Vorsitzender der Zertifizierungskommission Brustkrebszentren. Vorrangiges Ziel sei der informierte Patient, so Professor Kreienberg, der anhand der „Expertensprechstunde" und „Krebsarten von A-Z" bewährte Formate des DKG-Portals vorstellte. Besonders hob Kreienberg in diesem Zusammenhang das Thema „Leitlinien" hervor: Ein intensiver Qualitätssicherungsprozess gewährleiste, dass die in der jeweiligen Patientenleitlinie festgehaltene Empfehlung auf Basis einer gesicherten Datenlage erfolge. Leitlinien für Ärzte gibt es seit einigen Jahren. Neu ist nun die „Übersetzung" in eine patientenfreundliche Sprache – ein Verfahren,

das besonders auf eine klare und verständliche Darstellung achtet. Soeben neu erschienen sind die Leitlinien für Brustkrebs (Ersterkrankung und DCIS) und Prostatakrebs (lokal begrenztes Prostatakarzinom).

Alle verfügbaren Leitlinien stehen auf dem Portal der DKG zum Download bereit: www.krebsgesellschaft.de/patientenleitlinien

Über die Kongressberichterstattung für Ärzte – die zweite Säule des Portals – und die Balance von Aktualität und sorgfältiger Bewertung informierte PD Dr. M. Reck, Oberarzt des Zentrums für Pneumologie und Thoraxchirurgie am Krankenhaus Großhansdorf.

Wichtiges Ziel des Portals sei es, interessierten Ärzten eine möglichst zeitnahe Orientierung zur aktuellen Datenlage zu geben.

Zu diesem Zweck kommen Experten der DKG bereits während der Kongresse zusammen, um eine Bewertung der präsentierten Kongressdaten zu geben.

Diese Aufzeichnungen der vor Ort geführten Gespräche stehen binnen weniger Stunden als „Video-Expertendiskussion" im Netz.

Ergänzt werden die Gesprächsrunden durch eine Auswahl kommentierter Abstracts, die den Ärzten in Form von Kongressberichten zur Verfügung stehen. Die Sicherstellung von Qualität und Aktualität des Internetportals wird durch einen 22-köpfigen Expertenstab der DKG gewährleistet.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist das größte onkologische Netzwerk von Experten im deutschsprachigen Raum und zählt ca. 6.000 Mitglieder.

Das Internetportal www.krebsgesellschaft.de hat im Monat mehr als eine Million Besucher und ist Deutschlands größtes Wissensportal zum Thema Krebs.


Quelle

1 „Strategegieplan Krebs", Hrsg. Deutsche Krebsgesellschaft, 1. Auflage, Juni 2009


 

Quelle: Deutsche Krebs Gesellschaft (DGK), 26.02.2010 (V3-Agentur) (tB).

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