Angst ‑ Schlaf ‑ Schmerz: Unheilvolle „Ménage à trois“

 

Prof. Dr. med. Göran Hajak, Regensburg

 

Berlin (25. November 2009) – Schlaf ist ein Seismograph für den Zustand des Körpers und der Seele des Menschen. Kleinste und oft unbewusste Störungen des Schlafablaufs können ein gestörtes körperlichseelisches Gleichgewicht anzeigen.

Schmerz und Angst gehören unter allen denkbaren körperlichen bzw. seelischen Störfaktoren zu den stärksten, denen ein Mensch ausgesetzt sein kann. Sie durchbrechen die Weckschwelle und verändern das Schlafprofil. Entsprechend leidet die Qualität des Schlafes.

 

Dreiviertel aller chronischen Schmerzpatienten sind schlafgestört und etwa auch die Hälfte aller Menschen, die eine anhaltende Angststörung haben. Dies hat höchste Relevanz für die Betroffenen. Gestörter Schlaf erhöht die Vulnerabilität für die Schmerzempfindung, für Angsterleben und das Auftreten psychischer Krankheiten, wie etwa Depressionen. Die Störungen werden zum Teil über gemeinsame neuronale Verbindungen gesteuert. Die schlafgestörten Patienten geraten so in einen Circulus vitiosus, wo der gestörte Schlaf die ursächliche Störung verschlimmert.

 

Hier muss der Arzt auf allen Ebenen therapeutisch aktiv werden, um erfolgreich behandeln zu können. Als Innovation und therapeutisch zukunftsweisend in der medikamentösen Therapie gelten syndromübergreifende, psychotherapeutische Verfahren ebenso wie psychotrope Substanzen deren Wirkmechanismen sowohl den Schmerz, als auch Angst und Schlaf effektiv und positiv beeinflussen können.

 


 

Quelle: Symposium der Firma Pfizer zum Thema „GAD – praxisrelevante Therapieaspekte“ am 25.11.2009 in Berlin (MCG-Medical Consulting Group) (tB).

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