Evidenzbasierte Studien mit Omega‑3-Fettsäuren nach Herzinfarkt und bei Herzinsuffizienz

 

Von Prof. Dr. med Jochen Senges, Ludwigshafen

 

Mannheim (18. April 2009) – Die Einnahme von hochkonzentrierten Omega-3-Fettsäuren, insbesondere in der Kombination aus Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), gilt als wirksame Maßnahme zur Sekundärprävention nach Herzinfarkt insbesondere durch Senkung der Rate des plötzlichen Herztodes. In den ESC‑Leitlinien zur Prävention des plötzlichen Herztods wird die Gabe von EPA+DHA als Klasse Ila empfohlen. Jüngere Studien und Metaanalysen ergeben für die prognostische Wirkung von Omega-3-Fettsäuren jedoch kein einheitliches Bild. Dies soll unter Berücksichtigung der jüngsten Studien, der „GISSI­-Heart Failure Studie" und der „OMEGA-Studie" erneut evaluiert und diskutiert werden.

 

In der GISSI‑HF‑Studie ergab sich unter der täglichen Gabe von 1 g Omega-3-Säurenethylester 90 und nach ca. 4 jähriger Beobachtungsdauer eine rel. Risikoreduktion von 9 % gegenüber Placebo (primärer Endpunkt: Mortalität oder kardiovaskulär bedingte Hospitalisierung). Das Kollektiv bestand aus 7.046 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, davon 42 % Postinfarkt‑Patienten.

 

In der OMEGA‑Studie wurden ca. 3.800 Postinfarkt‑Patienten ab dem 3.-14. Tag direkt nach akutem Myokardinfarkt über 1 Jahr lang mit 1 g Omega‑3-Säurenethylester 90 oder Placebo behandelt, und zwar zusätzlich zur optimalen leitliniengerechten Therapie. Primärer Endpunkt war der plötzliche Herztod.

 

 

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Quelle: Symposium der Firma Trommsdorff anlässlich des Deutschen Kardiologenkongresses 2009 zum Thema „Klinische Bedeutung von hochdosierten Omega-3-Fettsäuren in der Behandlung atherogener Hypertriglyceridämien un in der Sekundärprävention nach Herzinfarkt und Herzinsuffizienz“ am 18.04.2009 in Mannheim (Medical Consulting Group-MCG).

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