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Rauchstopp vor Operation zahlt sich aus

Eine Nikotinersatztherapie kann helfen, häufige Komplikationen zu vermeiden

Berlin (3. September 2009) – Wer mindestens vier Wochen vor einer Operation mit einer Nikotinersatztherapie beginnt, kann sein Risiko für Wundheilungsstörungen halbieren. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinen am 3. September 2009 auf Gesundheitsinformation.de veröffentlichten Informationen hin.

Rauchverzicht in stressiger Zeit ist nicht leicht

"In Anbetracht einer nahen OP mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht einfach", weiß Professor Dr. med. Peter Sawicki, der Leiter des IQWiG. "Doch bei rauchenden Menschen sind Komplikationen nach einer Operation häufiger als bei Menschen, die nicht rauchen", so Professor Sawicki weiter.

Das IQWiG hat jetzt aktuelle Forschungsergebnisse analysiert, die zeigen, dass eine Nikotinersatztherapie helfen kann, rauchfrei zu werden und Operationskomplikationen zu vermeiden. Bei einer Nikotinersatztherapie wird dem Körper über Pflaster oder Kaugummi Nikotin zugeführt, um Entzugserscheinungen zu lindern, die bei einem Rauchstopp auftreten. In Studien hatten nur 14 Prozent der rauchenden Patientinnen und Patienten Wundheilungsstörungen, wenn sie mindestens vier Wochen vor der Operation eine Nikotinersatztherapie erhielten. Ohne Nikotinersatztherapie war dies bei 28 Prozent der Fall. Wundheilungsstörungen gehören zu den nach einer Operation häufigen Komplikationen.

Sauerstoffmangel lässt Wunden schlechter heilen

"Anästhesie und Operation belasten ohnehin die Sauerstoffversorgung des Körpers", erklärt Professor Sawicki. "Rauchen vermindert die im Blut verfügbare Sauerstoffmenge zusätzlich und behindert so die Wundheilung, für die Sauerstoff sehr wichtig ist."


Quelle: Presseinformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) vom 03.09.2009 (tB).

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