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Überlegenheit von IRESSA in der Erstlinientherapie des NSCLC

IPASS Studie im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert

 

Wedel (21.August 2009) – Das New England Journal of Medicine (NEJM) hat detaillierte Daten der Phase-III-Studie IPASS (IRESSA Pan-Asia Study) veröffentlicht. In dieser Studie wird IRESSA (Gefitinib) mit einer Doublet-Chemotherapie als Erstlinientherapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) verglichen. Die Ergebnisse belegen eine signifikant bessere Wirksamkeit zugunsten des EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitors. Das Risiko für eine Krankheitsprogression durch IRESSA konnte im Vergleich zur Chemotherapie signifikant um relativ 26 Prozent gesenkt werden (1). Zudem profitieren signifikant mehr Patienten des IRESSA-Arms von einer andauernden Verbesserung ihrer Lebensqualität und ihrer Symptomatik.

 

"IPASS hat gezeigt, dass IRESSA für Patienten mit aktivierenden Mutationen der EGFR-Tyrosinkinase im Vergleich zur Chemotherapie die wirksamere und besser verträgliche Erstlinientherapie darstellt", erklärte Dr. med. Kai Richter, Medizinischer Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung, AstraZeneca Deutschland. "IRESSA macht es zum ersten Mal möglich, Lungenkrebs-Patienten aufgrund ihrer individuellen genetischen Tumormerkmale   zielgerichtet zu behandeln."

 

Bei IPASS handelt es sich um eine offene, randomisierte Parallelgruppenstudie, in der die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von IRESSA als Erstlinientherapie mit Carboplatin/Paclitaxel an 1.217 Patienten verglichen wurde. Die Studienpopulation setzte sich aus Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (non-small cell lung cancer, NSCLC, Stadium IIIB/IV), hier durchweg Adenokarzinomen, zusammen. Die Patienten waren entweder Nichtraucher oder leichte Raucher, die mindestens 15 Jahre zuvor das Rauchen aufgegeben hatten. Keiner der Patienten war vor der Teilnahme an IPASS mit einer Chemotherapie behandelt worden.

 

Prospektiv geplante Subgruppen-Analysen belegen, dass speziell Patienten mit aktivierenden Mutationen der EGFR-Tyrosinkinase von IRESSA profitieren.  IRESSA erzielte bei den Mutationsträgern eine objektive Ansprechrate von 71 Prozent versus ein Prozent bei Patienten ohne Mutation. In der Subgruppe der Mutationsträger bewirkte IRESSA eine Risikoreduktion hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens im Vergleich zur Chemotherapie um relativ 52 Prozent. Diese Patienten überlebten im Mittel drei Monate länger ohne Progression ( 9,5 Monate vergleichen mit 6,3 Monaten im Chemotherapie-Arm). Zudem wies IRESSA im Vergleich zur Chemotherapie ein signifikant günstigeres Verträglichkeitsprofil auf und führte zu einer deutlicheren Steigerung der Lebensqualität der Patienten.

 

"Die IPASS-Ergebnisse zeigen deutlich den hohen prädiktiven Wert des Mutationsstatus des tumoralen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors für die Wirksamkeit der Therapie", sagte Dr. Ulrich Gatzemeier, Chefarzt des onkologischen Schwerpunktes am Krankenhaus Großhansdorf, Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie. "Dementsprechend sollte vor einer Therapieentscheidung zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen NSCLC ein EGFR-Mutationstest durchgeführt werden", so Gatzemeier weiter.

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Firma AstraZeneca vom 21.08.2009.

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