Viele Herzschwäche-Patienten leiden an Depression

Soziale Unterstützung schützt

 

76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vom 8.-10. April 2010 in Mannheim

 

Mannheim (10. April 2010) – Gut ein Fünftel der Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz leiden an einer Depression. Soziale Unterstützung und soziale Integration erweisen sich als Schutzfaktoren gegen die Depression bei Herzpatienten. Das berichtete Dr. Robert Michael Nechwatal (Christiaan-Barnard-Klinik Schmannewitz) heute auf der 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz-Kreislaufforschung (DGK) in Mannheim.

 

Im Rehazentrum für Herz-Kreislauferkrankungen in Schmannewitz hatten Dr. Nechwatal und seine Kollegen ein Jahr lang Herzinsuffizienz-Patienten mittels standardisierter Fragebögen auf das Vorliegen depressiver Symptome untersucht und die Unterstützung in ihrem sozialen Umfeld erfragt.

Die Ergebnisse im Detail: Bei 21,1 Prozent der befragten Herzschwäche-Pateinten ließ sich eine Depression nachweisen. Dr. Nechwatal: "Psychosoziale Faktoren wie soziale Unterstützung unterschieden sich signifikant in den Gruppen mit und ohne Depression, insbesondere die soziale Integration, das Gesamtmaß der wahrgenommenen sozialen Unterstützung, die soziale Belastung und die Zufriedenheit mit sozialer Unterstützung. Ein Defizit im Bereich sozialer Unterstützung scheint die Entstehung depressiver Symptome zu begünstigen, umgekehrt stellt die soziale und emotionale Integration einen wichtigen Schutzfaktor dar."

 


 

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) vom 10.04.2010 (tB).

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