9. Ulmer Symposium Krankenhaushygiene vom 12. bis 15. April

 

Ulm an der Donau (4. April 2011) – Die Stadt Ulm erlebte zu Beginn des vergangenen Jahres einen zumindest in Deutschland in seiner fatalen Konsequenz bislang nicht erlebten Legionellenausbruch. Fünf Menschen starben – insgesamt wurden den Gesundheitsämtern 64 laborbestätigte Fälle gemeldet. Klar, dass an diesem Thema das 9. Ulmer Symposium Krankenhaushygiene nicht vorbeigehen kann. Am Donnerstag, 14. April, werden die fachlichen Hintergründe aber auch die zu ziehenden Lehren von 14.00 bis 15.30 Uhr näher beleuchtet (Großer Saal im Edwin-Scharff-Haus).

Vom 12. bis 15. April 2011 findet das 9. Ulmer Symposium Krankenhausinfektionen im Edwin-Scharff-Haus, dem Kultur- und Tagungszentrum in Neu-Ulm, statt. Gastgeber ist das vom Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Steffen Stenger geleitete Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum Ulm, dem es gelungen ist, einen der bundesweit wichtigsten und größten Kongresse dieser Art an den Ufern der Donau dauerhaft zu etablieren.

 

„In diesem Jahr rücken wir insbesondere Themen in den Fokus, die in den vergangenen Monaten leider auch sehr tragische Schlagzeilen gemacht haben. Umso wichtiger ist eine fundierte wissenschaftliche Aufarbeitung, um Lehren für die Zukunft ziehen zu können“, sagt Prof. Dr. Heike von Baum, Leiterin der Sektion Klinikhygiene am Universitätsklinikum Ulm und Organisatorin des renommierten Symposiums. „Hygiene in der Klinikapotheke“ ist ein solches Thema. Zu Gast wird u.a. Prof. Dr. Irene Krämer sein, die sich der Frage „Was hat sich nach Mainz für Klinikapotheker geändert?“ widmen wird. Auch dem fatalen Legionellenausbruch Anfang 2010 in Ulm widmen sich die Spezialisten für Klinikhygiene, Infektiologie und Mikrobiologie, die aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland anreisen. So wird beispielsweise Prof. Dr. Martin Exner vom Universitätsklinikum Bonn über „Politische Konsequenzen“ des Ausbruchs referieren. Zudem gestalten erstmals Referenten der Bundeswehr eine eigene Session. Sie werden z.B. ihre Erfahrungen über spezielle Probleme der Klinikhygiene bei Einsatzlazaretten in Afghanistan weitergeben.

 

„Wir organisieren den Kongress mit dem Ziel, das eigene Fachwissen zu erweitern und auf den aktuellsten Stand wissenschaftlicher Forschung zu bringen. Selbst gestellte Ansprüche also, die ganz im Sinne der Sicherheit und bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung bzw. unserer Patienten sind“, fasst Prof. von Baum ein Hauptanliegen des Symposiums zusammen und fügt hinzu: „Alles in allem bleibt festzustellen, dass die Bedeutung der Hygiene noch immer vielfach unterschätzt wird, deshalb ist ein solches Symposium ungemein wichtig.“

 

Insgesamt erwarten die Besucher rund 100 Fachvorträge, die Themen wie „Hygiene im Rettungsdienst“, „Hygiene im Umgang mit Menschen mit Behinderung“, „Ebola im A 380“ oder auch „Trink- und Badewasserhygiene“ beleuchten. Das komplette Programm und viele weitere Informationen können Sie im Internet unter der Adresse www.uni-ulm.de/khinfekt/programm.html abrufen.

 

Neben der traditionell starken Industrieausstellung (mehr als 40 Unternehmen haben sich angemeldet) wird auch dem kulturellen Rahmenprogramm wieder große Beachtung geschenkt: In diesem Jahr ist es Prof. Dr. Heike von Baum gelungen, ein privates Orgelkonzert im Ulmer Münster für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses zu organisieren (Donnerstag, 14. April, ab 19 Uhr).

 

Kongress begleitend wird außerdem die in Berlin lebende Künstlerin Claudia von Funcke ihr Werk „Die Monade als Infektionsmodell“ im Edwin-Scharff- Haus präsentieren (Näheres zur Künstlerin unter www.claudiavonfuncke.de).

 


 

Quelle: Universitätsklinikum Ulm, 04.04.2011 (tB).

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