DGRh-Kongress 2018

RA- und RZA-Patienten profitieren von breiter Evidenz und langjähriger Praxiserfahrung mit dem IL-6-Rezeptorinhibitor Tocilizumab

 

Grenzach-Wyhlen/Frankfurt am Main (20. September 2018) – Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) bietet sich durch die Behandlung mit RoACTEMRA® (Tocilizumab, TCZ) die Chance auf eine effektive Krankheitskontrolle: Früh eingesetzt – direkt nach Versagen von krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARD) – zeigt der Interleukin (IL)-6Rezeptorinhibitor als Mono- wie auch Kombinationstherapie mit Methotrexat (MTX) gute Ansprechraten und führt schnell zu einer Remission.1 Unter einer RoACTEMRA-Monotherapie erreichten die Patienten dabei eine signifikant längere Verweildauer als unter einer Tumor-Nekrose-Faktor-Inhibitor (TNFi)Kombinationstherapie mit MTX.2,3 Dies bestätigen aktuelle Daten einer Interimsanalyse der ARATA-Studie4, die anlässlich des 46. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Mannheim präsentiert wurden. Eine Vorreiterrolle spielt RoACTEMRA in der Indikation der RZA – seit September 2017 steht der IL-6R-Inhibitor als erstes Biologikum zur Behandlung der RZA zur Verfügung und ermöglicht ein neuartiges Therapiemanagement.5

Warum eine frühzeitige Therapieanpassung bei einer unzureichenden Krankheitskontrolle unter konventionellen, synthetischen (cs) DMARD entscheidend für den späteren Therapieverlauf der RA ist, diskutierten Experten der Rheumatologie bei einem Symposium von Roche und Chugai am Beispiel von RoACTEMRA. Dass sich dieser Eskalationsschritt lohnt, konnten die Ergebnisse der Interimsanalyse der ARATA-Studie unterstreichen. Die deutsche nicht-interventionelle Studie untersucht die Effektivität und Verträglichkeit von RoACTEMRA s.c. in der täglichen Praxis. In der aktuellen Analyse wurden die Daten von 1.154 RA-Patienten getrennt nach ihrer Vor- und Begleittherapie ausgewertet. Dabei wurde untersucht, wie eine Vortherapie mit csDMARD oder biologischen DMARD die Wirksamkeit, Behandlungsdauer und Retentionsrate einer TCZ-Mono- bzw. Kombinationstherapie mit MTX beeinflusst.4

 

Frühzeitig für eine effektive Krankheitskontrolle sorgen

Bei Patienten, die ausschließlich mit csDMARD vorbehandelt wurden, zeigten sich unabhängig von der Begleitmedikation (TCZ-Monotherapie, n=275 bzw. TCZ+MTX, n=98) bessere Ansprech- und Verträglichkeitsraten als bei Patienten, die bereits bDMARDs erhalten hatten (TCZ-Monotherapie, n=431 bzw. TCZ+MTX, n=245). Zu Woche 104 lag der Anteil von Patienten mit einer niedrigen Krankheitsaktivität (DAS28-BSG* <2,6) bei 63,2% bzw. 65,4% im Vergleich zu 54,4% bzw. 56,6%. Eine Remission (CDAI ≤ 2,8) erreichten im gleichen Zeitraum 47,3% bzw. 31,3% verglichen mit 28,1% bzw. 20,7%.4 Ein frühestmöglicher Einsatz von TCZ– direkt nach csDMARD Versagen – kann folglich die Prognose des Patienten verbessern, bei der Gabe als Monotherapie oder in Kombination mit MTX.

 

Evidenzbasiert und überlegen: RoACTEMRA überzeugt in der Monotherapie

Weiterhin konnte beobachtet werden, dass Monotherapiepatienten (TCZ direkt nach csDMARDBehandlung) mit 525, 5 Tagen die längste mediane TCZ-Behandlungsdauer aufwiesen. Bei Patienten mit bDMARD-Vorbehandlung lag die mediane TCZ-Behandlungsdauer nur bei 415,0 Tagen. Auch die Retentionsrate fiel im Vergleich der Behandlungsgruppen tendenziell höher aus.4 Dank des günstigen Nutzen-/Risikoprofils6,7 kann mit einer RoACTEMRA-Monotherapie eine erhöhte Therapietreue und Patientenzufriedenheit erzielt werden.2 In der RA-Therapie besitzt RoACTEMRA im Vergleich mit anderen Monotherapien die breiteste Evidenzlage, wie es auch in der neuen S2e-Leitlinie der DGRh hervorgehoben wird.1-3,8-13 Dazu kommt die Erfahrung in der Behandlung von mehr als 1.000.000 Patienten seit der Zulassung14 und mit mehr als 22.000 Patientenjahren in klinischen Studien15. Von Beginn an war RoACTEMRA auch ein Wegbereiter für neue Therapiestandards bei RA: Erstmals konnte eine Überlegenheit gegenüber MTX** und TNFi in der Monotherapie nachgewiesen werden8,9, genauso wie eine vergleichbare Wirksamkeit als Mono- und Kombinationstherapie mit MTX10.

 

Bewährtes Biologikum führt zu Therapiedurchbruch bei RZA

Seiner Vorreiterrolle konnte der IL-6R-Inhibitor nun auch für die Indikation der RZA gerecht werden: als erstes zugelassenes Biologikum und als erste neue Therapieoption bei RZA seit über einem halben Jahrhundert.16 Im Symposium berichteten die Referenten aus der Praxis, was sich seit der Zulassung von RoACTEMRA in der RZA-Therapie verändert hat und welche Chancen die neue Behandlungsmöglichkeit mit sich bringt. Wie die zulassungsrelevante Phase-III-Studie GiACTA5 zeigte, lassen sich unter RoACTEMRA bei einer deutlich erhöhten Wirksamkeit, Glukokortikoide (GC) signifikant einsparen und damit GC-bedingte Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen reduzieren. Mehr als 50% der Patienten befanden sich auch nach einem Jahr noch in einer GC-freien Remission.5

Zudem steht RZA-Patienten mit RoACTEMRA eine zugelassene Therapie zur Verfügung, die im Vergleich zu MTX bei RZA eine effektive und anhaltende Wirksamkeit nachweisen konnte.17,18

  • Aktuelle CME zertifizierte Online-Fortbildungen zur RZA (u.a. zur Ultraschalldiagnostik) sind unter folgendem Link zu finden: http://rocherza.medcram.de/

 

 

Literaturverweise

  1. Bijlsma JWJ et al., Lancet 2016; 388: 343–355
  2. Lauper K et al., Ann Rheum Dis 2018; 77: 1276–1282
  3. Lauper K et al., EULAR 2018; Poster THU0202
  4. Behrens F et al., DGRh 2018; Poster RA.27 18-275
  5. Stone JH et al., N Engl J Med 2017; 377: 317–328
  6. Genovese MC et al., J Rheumatol 2013; 40: 768–780
  7. Mohan S et al., ACR 2017; Poster 550
  8. Jones G et al., Ann Rheum Dis 2010; 69: 88–96
  9. Gabay C et al., Lancet 2013; 381: 1541–1550
  10. Dougados M et al., Ann Rheum Dis 2013; 72: 43–50
  11. Huizinga TW et al., Ann Rheum Dis 2015; 74: 35–43
  12. Buckley F et al., J Manag Care Spec Pharm 2015; 21: 409–423
  13. Fiehn C et al., Z Rheumatol 2018; 77(Suppl 2): 35–53
  14. Data on file, Roche Pharma AG
  15. Mohan S et al., EULAR 2017; Abstract 3573
  16. Fachinformation RoACTEMRA® Fertigspritze, Stand April 2018
  17. Henry M et al., EULAR 2018; THU0447
  18. Hoffman GS et al., Arthritis Rheum 2002; 46: 1309–1318

 

Anmerkung

* DAS28-BSG = Disease Activity Score, der sich aus der Anzahl druckschmerzhafter und geschwollener Gelenke (0-28), der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und der Einschätzungen der Krankheitsaktivität durch den Patienten (VAS) berechnet **bei MTX-naiven/MTX-IR Patienten

 

Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.

 

Roche weltweit

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro- Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement.

Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Zum Ziel des Unternehmens gehört es durch Kooperationen mit allen relevanten Partnern den Zugang von Patienten zu medizinischen Innovationen zu verbessern. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 30 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das neunte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences- Branche im Dow Jones Sustainability Index.

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2017 weltweit rund 94.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2017 investierte Roche CHF 10,4 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 53,3 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

 

Roche in Deutschland

Roche beschäftigt in Deutschland rund 16.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2,5 Milliarden Euro investiert.

  • Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de

 

Roche Pharma AG

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.400 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.

 

Chugai Pharma

Chugai Pharmaceutical ist eines der führenden japanischen Pharmaunternehmen mit Fokus auf biotechnologische Produkte und neue innovative Therapieprinzipien – knapp 17 Prozent des Umsatzes werden in Forschung und Entwicklung investiert. 2017 beschäftigte Chugai 7.372 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Japan sowie in seinen Niederlassungen in Europa (u.a. auch in Deutschland), in den USA und Asien. Ein wichtiger Schritt für Chugai Pharma war die globale strategische Allianz mit Roche im Jahr 2002 bei gleichzeitiger Wahrung der unternehmerischen Unabhängigkeit des Unternehmens in den Ländern, in denen bereits eigene Filialen bestanden.

 


Quelle: Roche Pharma und Chugai Pharma, 20.09.2018 (tB).

Schlagwörter: , , ,

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 
Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung