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Dialog optimieren „Lass uns über Rheuma sprechen“

6 Themenschwerpunkte zur Rolle des Patienten und zur Bedeutung der Kommunikation beim Management der Rheumatoiden Arthritis

Berlin (4. Oktober 2016) – Wie erleben Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) ihre Erkrankung, welche Rolle haben sie bei deren Management und wie ist ihr Verhältnis zum Arzt? Welchen Eindruck hat der Arzt von seinen Patienten und kann gegebenenfalls die Kommunikation verbessert werden? Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich die weltweite RA narRAtive-Erhebung, die zwischen September 2014 und Januar 2016 bei 3.987 Patienten und 1.666 Ärzten aus 15 Ländern durchgeführt wurde. In Deutschland nahmen an der Online-Befragung 525 Patienten, von denen 171 von einem Rheumatologen behandelt wurden, sowie 150 Ärzte teil. Unter dem Motto „Lass uns über Rheuma sprechen“ sollen die Erkenntnisse der Erhebung dazu beitragen, die Arzt-Patienten-Kommunikation zu optimieren. Denn Optimierungsbedarf für alle Beteiligten – Arzt wie Patient – besteht: Lediglich 33% von 94% Patienten in Deutschland, die sich zum Zeitpunkt der Befragung in ärztlicher Behandlung befanden, bestätigen, dass der Dialog oder die Diskussion mit ihrem Arzt dazu beitragen würde, die RA erfolgreicher zu behandeln.1 Dies ist ein Indiz dafür, dass viele Informationen, die vom Arzt gegeben werden, derzeit leider noch nicht im gewünschten Maße beim Patienten ankommen. Weitere wichtige Ergebnisse der Erhebung bezogen auf Deutschland im Detail:1,2,3


Thema 1: Viele Patienten mit RA geben sich mit wenig zufrieden.

Nur 24% der Patienten bezeichnen den eigenen Gesundheitszustand als gut oder hervorragend und nur 27% geben an, dass ihre RA unter Kontrolle ist. 49% der Patienten können bestimmten Aktivitäten nicht mehr nachgehen und 30% haben den Arbeitsplatz gewechselt oder mit dem Job aufgehört.1 32% der Patienten leiden an einer Depression, 26% an einer weiteren entzündlichen Erkrankung. Nur 45% können ihren Alltag ohne Hilfe bewältigen.2 Trotzdem stellen 57% der Ärzte fest, dass sich ihre Patienten mit mittelschwerer bis schwerer RA oft mit einem „ganz gut“ zufrieden geben, obwohl sie sich mit anderen Behandlungsoptionen möglicherweise besser fühlen würden. 55% der Ärzte beobachten auch, dass viele Patienten anhaltende Schmerzen und Einschränkungen als Teil ihres Lebens mit RA betrachten.3


Thema 2: Gemeinsame Therapieentscheidung in der täglichen Praxis.

Das ärztliche Behandlungsziel bei der RA besteht darin, eine klinische Remission oder zumindest eine niedrige Krankheitsaktivität zu erreichen.4 Nur 34% der Patienten haben mit ihrem Arzt besprochen, wie die laufende Therapie zur Erreichung der Behandlungsziele beiträgt. Vier von zehn Patienten haben aus ihrer Wahrnehmung heraus gemeinsam mit ihrem Arzt Behandlungsziele definiert.2 Dabei sind 89% der Ärzte der Ansicht, dass Patienten, die in die Behandlungsentscheidung einbezogen wurden, mit der Therapie zufriedener sind als die Patienten, die an der Entscheidung keinen Anteil hatten.3


Thema 3: Die Adhärenz (Therapietreue) ist ein Problem.

77% der Befragten erhielten zum Zeitpunkt der Beobachtung verschreibungspflichtige Medikamente, z. B. Schmerzmittel, Biologika, Steroide oder DMARDs.1 81% der Patienten geben zwar an, mit ihrer Medikation zufrieden zu sein, jedoch nehmen 41% die Arzneimittel nicht gemäß der ärztlichen Verordnung ein. Daher würden viele Patienten gern etwas an ihrer Medikation ändern: 71% wünschen sich eine Reduktion der einzunehmenden Medikamente. Änderungswünsche betreffen auch Nebenwirkungen, Verfügbarkeit von Monotherapien und Alternativen zur subkutanen Injektion.1 Das weist darauf hin, dass derzeit nicht alle individuellen Patientenwünsche erfüllt werden können und ein Bedarf an weiteren Therapieoptionen besteht.


Thema 4: Die Sorge, ein schwieriger Patient zu sein.

Der offene Dialog ist die Basis für die vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung. Aber 60% der Patienten ist es unangenehm, Sorgen und Ängste mit ihrem Arzt zu besprechen. Über ein Drittel (34%) der Patienten befürchtet sogar, als schwieriger Patient zu gelten, wenn sie zu viele Fragen stellen, was sich negativ auf die Qualität der Behandlung auswirken könnte.1


Thema 5: Selbsthilfegruppen werden von Patienten zu selten genutzt.

Für 60% der deutschen Patienten stellt der Arzt die wichtigste Informationsquelle dar, wohingegen sich nur 17% an Rheuma-Selbsthilfegruppen beteiligen.2 Dabei betrachten 74% der Ärzte Selbsthilfegruppen als wichtiges Element, das ihren Patienten einen besseren Umgang mit der Erkrankung ermöglicht. 84% der Ärzte empfehlen ihren Patienten mit mittelschwerer bis schwerer RA daher den Kontakt.3


Thema 6: Der medizinische Bedarf bei der therapeutischen Versorgung.

In einer weiteren Studie, der Früharthritiskohorte „Course And Prognosis of Early Arthritis“ (CAPEA), wiesen 93% der Patienten zu Beginn eine moderate bis hohe Krankheitsaktivität auf.5 Nach den ersten sechs Monaten erreichten 40% durch die Standardversorgung eine klinische Remission (DAS28 <2,6) und bei 21% der Patienten wurde eine niedrige Krankheitsaktivität (DAS28 >2,6 bis <3,1) festgestellt. Dass bei 37% der Patienten die Krankheitsaktivität in den ersten beiden Jahren weiterhin moderat bis hoch blieb, lässt die Schlussfolgerung zu, dass eine konsequentere Therapieanpassung gemäß des Treat-to-Target-Konzeptes erforderlich ist. Nach zwei Jahren waren lediglich 12% der Patienten auf eine Biologikatherapie eingestellt. Gemäß Leitlinienverordnungen können Biologika jedoch bereits nach sechs Monaten unzureichenden Ansprechens auf die Therapie und nach einer Therapieintensivierung eingesetzt werden.

Abbildungen

 

Rheuma-Umfrage: Therapieerfolg

Rheuma-Umfrage: Arzt-Patienten-Kommunikation.

Literatur

  1. Kekow J et al. DGRh 2016, Abstract 16047, Poster RA.17
  2. RA narRAtive. Germany Patient Survey Overview and Key Findings. Data on file. Pfizer Inc, New York NY [RA narRAtive Patient Survey 2015]; (Population insgesamt n = 3.649, Deutschland n = 525)
  3. RA narRAtive. A Survey among Patients and Physicians. Data on file. Pfizer Inc, New York NY
  4. S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Handlungsempfehlungen der DGRh zur sequenziellen medikamentösen Therapie der rheumatoiden Arthritis 2012: adaptierte EULAR Empfehlungen und aktualisierter Therapiealgorithmus. http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Leitlinien/2012/leitlinie_s1__medikamentoese_therapie_ra.pdf (Zugriff am 4. August 2016)
  5. Albrecht K et al. Z Rheumatol 2016; 75: 90-96


Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Wenn Menschen krank werden, können sich viele Dinge für sie verändern – ein oft schwieriger Weg beginnt. Mehr als 10.000 Forscher und etwa 97.000 Mitarbeiter arbeiten bei Pfizer daran, Menschen auf diesem Weg zu unterstützen. Sie entwickeln und vertreiben innovative Medikamente und Impfstoffe sowie einige der weltweit bekanntesten rezeptfreien Produkte.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Gesamtumsatz von 48,9 Milliarden US-Dollar. In Deutschland beschäftigt Pfizer derzeit mehr als 2.000 Mitarbeiter an vier Standorten: Berlin, Freiburg, Karlsruhe und München (Hospira).
 


Quelle: Pfizer Deutschland, 04.10.2016 (tB).

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