Erhaltungstherapie bei Asthma bronchiale

Ökonomische Evaluation zeigt Vorteile für Fixkombination

 

Neuss (15. März 2010) – Mit INUVAIR® Mikrosol (6 µg Formoterol plus 100 µg Beclometason als Fixkombi­nation) können Kosten in der Erhaltungstherapie bei Asthma bronchiale gespart werden. Dies dokumen­tiert eine neue Kosten-Analyse1, die auf Daten einer Phase-III-Studie2 basiert, bei der die Wirksamkeit der Fixkombination Formoterol plus Beclometason mit der freien Kombination beider Wirkstoffe verglichen wurde. Das Ergebnis: Die Fixkombination war die kostengünstigere Alternative. Über den Beobach­tungszeitraum von sechs Monaten lagen die kom­pletten Kosten für die Asthmatherapie mit der Fix­kombination Formoterol plus Beclometason bei € 525 und waren damit deutlich niedriger als die Aufwendungen von € 637 beim Einsatz von getrenn­ten Inhalatoren mit den gleichen Wirkstoffen. Das Ergebnis war unabhängig davon, ob Markenpräpa­rate oder Generika verwendet wurden.

 

Die Diskussion um Kosten-Nutzen-Analysen gewinnt vor dem Hintergrund der steigenden Ausgaben im Gesund­heitswesen zunehmend an Bedeutung. In Deutschland schätzt man die jährlichen Kosten, die durch Asthma verursacht werden, auf rund 2 bis 2,7 Milliarden Euro. Nur rund die Hälfte dieser Kosten tragen die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) – der Rest geht zu Lasten der Patienten, privater Versicherungen, Arbeitgeber und anderer Kostenträger. Die jährlichen direkten und indi­rekten Kosten für die Erhaltungstherapie bei einem Pati­enten mit moderatem allergischen Asthma werden auf € 2.200 bis € 2.700 geschätzt. Im Rahmen einer evi­denzbasierten Therapie bei moderatem Asthma (Grad 3) würde die GKV durchschnittlich € 642 für Arzneimittel bezahlen. Bei schwerem Asthma (Grad 4) steigt dieser Betrag auf rund € 1.040.1

 

 

Fixkombination: Kostengünstigere Behandlung

 

Basierend auf den Daten der Phase-III-Studie2 evaluier­ten Brüggenjürgen et al.1 in ihrer Untersuchung die öko­nomischen Aspekte in Bezug auf Kosten und gesund­heitlichen Nutzen einer Asthmatherapie mit einer Fix­kombination aus inhalativem Kortikosteroid plus lang­wirksamem Beta-2-Agonisten (LABA) im Vergleich zu ei­ner Therapie mit beiden Wirkstoffen, die über getrennte Inhalatoren verabreicht werden. Die Autoren nahmen für ihre Untersuchung unterschiedliche Auswertungen vor: eine Analyse zur Kostenminimierung, eine Kosten-Wirk­samkeits-Analyse und eine Schwellenwert-Analyse.

 

Für die Kostenanalyse berücksichtigten Brüggenjürgen et al. Aufwendungen für Medikamente, Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte. Über den Beobachtungszeit­raum von sechs Monaten lagen die kompletten Kosten (Medikamente, Arztbesuche und Krankenhausaufent­halte) für die Asthmatherapie mit der Fixkombination aus Formoterol plus Beclometason bei € 525 und waren da­mit deutlich niedriger als die Aufwendungen von € 637 beim Einsatz von getrennten Inhalatoren mit den glei­chen Wirkstoffen.

 

Das Ergebnis der Schwellenwertanalyse: Es könnte ein gleiches Kosten-Wirksamkeits-Verhältnis erzielt werden, selbst wenn der Preis für die Fixkombination in Deutsch­land um das 3,4-fache angehoben würde. Auch bei der Kosten-Wirksamkeits-Analyse lag die Fixkombination vor der Einzelanwendung – sie verursachte demnach weni­ger Kosten bei besserer Wirksamkeit. Um einen zusätzli­chen symptomfreien Tag zu erreichen, entstehen mit der Fixkombination Kosten von € 21,34, mit der separaten Inhalation Kosten von € 48,45.

 

 

Asthma-Exazerbationen: hoher Kostenfaktor

 

Ein bedeutender Faktor in Bezug auf die Kosten, die eine Asthmaerkrankung verursacht, sind schwere Exazerba­tionen, die Krankenhausaufenthalte nach sich ziehen können. Diesbezüglich lagen die Kosten für einen Kran­kenhausaufenthalt in der Studie bei rund € 2.287. Von den Einzelanwendern wurden über 1 Prozent im Verlauf der Studie hospitalisiert, dagegen 0 Prozent der Nutzer der Fixkombination. Allerdings war der Untersuchungs­zeitraum recht kurz, um für die seltenen Exazerbationen ein sicheres Ergebnis zu liefern.

 

 

Daten zur Wirksamkeit der Fixkombination

 

Die Daten zur Wirksamkeit wurden einer klinischen Stu­die2 entnommen. An der Studie nahmen Patienten im Alter von 18 bis 70 Jahren teil, die unter moderatem bis schwerem Asthma litten. Primärer Endpunkt der Studie war der morgendliche PEF (peak expiratory flow). Hierfür konnte gezeigt werden, dass die Fixkombination gegen­über der Einzelanwendung nicht unterlegen ist. Sekun­däre Endpunkte waren Lungenfunktionstests, Asthma­symptome am Morgen und am Abend, Anteil der symptomfreien Tage und Nächte, Anwendung von kurz­wirksamen Beta-2-Agonisten sowie milde, moderate und schwere Asthma-Exazerbationen. Die Anwender der Fix­kombination profitierten signifikant von einem höheren Anteil symptomfreier Tage und Nächte. Ebenso war die Anzahl von Asthma-Exazerbationen sowie die Zahl der Tage ohne Asthmakontrolle signifikant niedriger in der Gruppe der Patienten, die die Fixkombination erhielten.

 

 

Fazit für die Praxis

 

Wie Erhebungen zeigen, werden nur rund ein Viertel der Patienten mit schwerem Asthma in der Praxis angemes­sen und leitliniengerecht mit einer antientzündlichen Er­haltungstherapie behandelt.1 Hierin liegt ein zusätzliches Potenzial, dass durch den Einsatz von Fixkombinationen genutzt werden könnte. Das einfachere Behandlungs­schema und eine garantierte ICS-Anwendung kommen dem Patienten entgegen und verbessern die Sicherheit der Therapie.1

 

 

Über INUVAIR® Mikrosol

 

INUVAIR® Mikrosol ist angezeigt für die regelmäßige Be­handlung von Asthma, bei der die Anwendung eines Kombinationsproduktes von inhalativem Kortikosteroid (ICS) und langwirksamem Beta-2-Agonisten erforderlich ist.3 INUVAIR® Mikrosol setzt nach Druck auf den Inha­lator 6 µg Formoterol und 100 µg Beclometason frei. Dank der optimierten Gerätetechnik produziert das Mikrosol eine langsame und lang anhaltende Sprühwolke mit extrafeinen Wirkstoffpartikeln, die eine hohe Lungen­deposition bis in die kleinen Atemwege ermöglicht. Dies kann vorteilhaft sein, da das Entzündungsgeschehen beim Asthma bronchiale nicht nur die zentralen, sondern auch die peripheren Atemwege betrifft.4 Die empfohlene Dosierung liegt für Patienten ab 18 Jahren bei zweimal täglich je ein oder zwei Inhalationen.3

 

 

Literatur

 

  • 1. Brüggenjürgen B, Ezzat N, Kardos P, Buhl R. Economic evaluation of BDP/formoterol fixed vs two single inhalers in asthma treatment. Allergy  2010 Feb 1. [Epub ahead of print]  PMID: 20121768
  • 2. Huchon G, Magnussen H, Chuchalin A, Dymek L, Bonnet Gonod F, Bousquet J. Lung function and asthma control with beclomethasone and formoterol in a single inhaler. Respir Med 2009:103:41-49.
  • 3. Fachinformation Inuvair®
  • 4. Nicolini G et al. Beclomethasone/formoterol fixed combination for the management of asthma: patient considerations.Ther Clin Risk Manag. 2008 Oct;4(5):855-64.

 

 

Abbildung

 

 

Erhaltungstherapie bei Asthma bronchiale - Ökonomische Evaluation zeigt Vorteile für Fixkombination. Photo: Janssen-Cilag

 

Abb.: Erhaltungstherapie bei Asthma bronchiale – Ökonomische Evaluation zeigt Vorteile für Fixkombination. Photo: Janssen-Cilag

 

 

Über Janssen-Cilag

 

Die Janssen-Cilag GmbH gehört zu den führenden for­schenden Pharmaunternehmen in Deutschland. Wichtige Kompetenzfelder des Unternehmens sind Anästhesie, Schmerz, Pneumologie, Dermatologie, Gynäkologie, My­kologie, Nephrologie, Neurologie und Psychiatrie, Onko­logie, die Infektiologie/Virologie, Urologie sowie die Vete­rinärmedizin. 180.000 Neusynthesen entwickelte die Janssen-Cilag Forschung bis heute. Aus 80 davon ent­standen neue Arzneimittel. Fünf dieser Substanzen ste­hen auf der Liste der unverzichtbaren Arzneimittel der WHO.

 

 


Quelle: Presseinformation der Firma Janssen-Cilag vom 15.03.2010 (Medizin & PR Gesundheitskommunikation) (tB).

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