Konsensus-Konferenz an beschließt wichtiges Instrument zur Qualitätsentwicklung im Hebammenwesen: Erster Expertinnenstandard im Hebammenwesen zum Thema „Förderung der Physiologischen Geburt' . Wie kann die Qualitätsentwicklung im Hebammenwesen aussehen? Zu dieser Frage trafen sich an der Hochschule Osnabrück mehr als 250 Expertinnen der Hebammenwissenschaft und -praxis und diskutierten über den ersten Expertinnenstandard im Hebammenwesen. Der Expertinnenstandard ist ein Instrument zur Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen, in dem monodisziplinär ein professionelles Leistungsniveau definiert wird. Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) hat für den Bereich Pflege bereits sieben Expertenstandards entwickelt und konsentiert. Aufgrund der guten Erfahrungen hier und vor dem Hintergrund einer steigenden Kaiserschnittrate sowie der allgemeinen Zunahme von medizinischen Eingriffen während der Geburt wurde für den ersten Expertinnenstandard im Hebammenwesen das Thema „Förderung der physiologischen Geburt' gewählt. Konsensus-Konferenz an beschließt wichtiges Instrument zur Qualitätsentwicklung im Hebammenwesen

Erster Expertinnenstandard im Hebammenwesen zum Thema „Förderung der Physiologischen Geburt"

 

Osnabrück (28. Mai 2013) – Wie kann die Qualitätsentwicklung im Hebammenwesen aussehen? Zu dieser Frage trafen sich an der Hochschule Osnabrück mehr als 250 Expertinnen der Hebammenwissenschaft und -praxis und diskutierten über den ersten Expertinnenstandard im Hebammenwesen. Der Expertinnenstandard ist ein Instrument zur Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen, in dem monodisziplinär ein professionelles Leistungsniveau definiert wird. Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) hat für den Bereich Pflege bereits sieben Expertenstandards entwickelt und konsentiert. Aufgrund der guten Erfahrungen hier und vor dem Hintergrund einer steigenden Kaiserschnittrate sowie der allgemeinen Zunahme von medizinischen Eingriffen während der Geburt wurde für den ersten Expertinnenstandard im Hebammenwesen das Thema „Förderung der physiologischen Geburt" gewählt.

„Dieser Expertinnenstandard ist der Beweis, dass eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pflege- und Hebammenprofessionen eine Erfolgsgeschichte sein kann", freut sich Professorin Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein von der Hochschule Osnabrück, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Professor Dr. Andreas Büscher dieses Instrument der Qualitätsentwicklung initiierte. Der Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt, der bei der Tagung vorgestellt, diskutiert und konsentiert wurde, ist von einer Gruppe von 14 Expertinnen aus allen Teilen Deutschlands erarbeitet worden. Der Standard soll Hebammen in ihrer Alltagspraxis unterstützen und insgesamt zur Förderung physiologischer, also weitgehend natürlicher Geburten beitragen.


„Die Übertragung der Standardentwicklung aus der Pflege- in die Hebammenforschung ermöglicht es den Hebammen, aus der eigenen Profession heraus monodisziplinär aktuelle Herausforderungen in der geburtshilflichen Versorgung zu diskutieren", erklärt zu Sayn-Wittgenstein. Professor Büscher erläutert die weitere Vorgehensweise beim Expertinennstandard: „Nach der Konferenz werden noch die diskutierten Veränderungen eingearbeitet. Danach suchen wir uns 15-20 Kreißsäle und Krankenhäuser als Kooperationspartner, in denen die Standards dann implementiert werden. Damit wollen wir prüfen, ob das, was hier beschlossen wurde, auch praxistauglich ist und angewendet werden kann."


In ihren Grußworten unterstrichen Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes (DHV), und Hochschulpräsident Professor Dr. Andreas Bertram die Bedeutung des Expertinnenstandards. Die Hochschule Osnabrück zählt mit dem Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) und dem Verbund Hebammenforschung deutschlandweit zu den führenden Adressen in diesen Bereichen.


Gefördert wurde die Entwicklung vor allem durch das VW-Vorab der Volkswagen-Stiftung im Rahmen des Forschungsschwerpunkts IsQua – "Versorgung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – Instrumente zur sektorenübergreifenden Qualitätsentwicklung", zu dem neben der Entwicklung des Standard vier weitere Projekte gehören, die unter der Gesamtleitung der Professorin Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein durchgeführt werden. In Teilen wird das Projekt auch durch das DNQP mit finanziert.

 


 

Quelle: Hochschule Osnabrück, 28.05.2013 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 
Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung