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Hexvix®-Fluoreszenzzystoskopie:

schon bald Standard in der Blasenkrebsdiagnostik

 

Barcelona, Spanien (12. Juni 2007) – Das Harnblasenkarzinom belegt nach dem Karzinom der Prostata den zweiten Rang unter den urolo-gischen Malignomen. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Das Harnblasenkarzinom ist je nach Tumorstadium und begleitenden Risikofaktoren mit einer Rezidivquote von 38 bis 70 % behaftet. Mit Hexvix® Fluoreszenzzystoskopie liegt heute eine diagnostische Möglichkeit vor, die das Potential besitzt, eine effektive Unterstützung in der Diagnose von Blasenkrebs zu bieten. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Hexvix® extrem hohe Folgekosten vermieden und den Patienten aufwändige Nachsorgeuntersuchungen erspart.

 

Medizinökonomische Analysen haben ergeben, dass das Harnblasenkarzinom noch deutlich vor dem Prostatakrebs die teuerste urologische maligne Erkrankung darstellt. Besonders kostenintensiv sind die notwendigerweise sehr aufwändigen Nachsorgeuntersuchungen und die Behandlungen der überaus häufigen Rezidive. Die teilweise sehr langen Krankheitsverläufe von zehn und mehr Jahren erfordern im Endstadium nicht selten extrem teure kurative und palliative Interventionen.

 

Jährlich rund 30.000 Neuerkrankungen

Im Jahr 1997 lag die Zahl der Neuerkrankungen an Blasenkrebs für die Bundesrepublik Deutschland noch bei circa 20.000. Die für das Jahr 2002 – veröffentlicht im Jahr 2005 – sprechen von rund 29.950 Neuerkrankungen. Etwa ein Drittel der Betroffenen sind Frauen, zwei Drittel Männer. Damit beträgt die aktuelle Inzidenz für das Harnblasenkarzinom bei Männern 39,6 und bei Frauen 10,6. Die Mortalität der Erkrankung im Jahr 2002 betrug für Männer 3.432 und für Frauen 2.019; das entsprach einer jährlichen Quote von 18,2 % der an Blasenkrebs Erkrankten. Es fällt auf, dass die Sterberate bei Frauen in Relation zur Zahl der Neuerkrankungen deutlich höher ist als bei den männlichen Betroffenen.

 

Heute wird als gesichert angesehen, dass Rauchen der wichtigste exogene Risikofaktor für die Entstehung von Harnblasenkrebs ist; dabei korreliert die Zahl der gerauchten Zigaretten mit der Wahrscheinlichkeit, an einem Urothelkarzinom der Harnblase zu erkranken. Tabakrauch enthält mehrere gesichert karzinogene Substanzen, darunter Beta-Naphthylamin, Teer und Nitrosamine.

 

Photodynamische Diagnostik sehr erfolgreich

Der gegenwärtige Goldstandard in der Diagnostik des Blasenkrebses besteht aus der Verbindung von Zytologie und Weißlichtzystoskopie. Zytologie ist eine nicht-invasive Technik, mit deren Hilfe neoplastische Zellen in Urinproben nachgewiesen werden. Die Zytologie verfügt sowohl über eine hohe Spezifizität als auch Sensitivität für den Nachweis hochgradiger Laesionen, einschließlich CIS. Allerdings lassen sich mit dieser Technik keine Informationen über Ort und Ausdehnung der Krankheit gewinnen. Daher ist eine direkte visuelle Untersuchung des Urotheliums und der Mucosa (Schleimhäute) mit Weißlichtzystoskopie notwendig, um die Tumoren zu lokalisieren und die auffälligen Stellen anschließend transurethral zu entfernen (transurethrale Resektion der Blase, TURB). Die so gewonnenen Proben werden schließlich histologisch auf Bösartigkeit untersucht.

 

Seit 2005 ist die Substanz Hexvix® europaweit zur Fluoreszenz-Zystoskopie zugelassen

Bei der Fluoreszenz-Zystoskopie handelt es sich um eine so genannte Photo-Dynamische Diagnostik (PDD). Das Verfahren erlaubt es, während der Elektroresektion von Tumoren eine intraepitheliale Fluoreszenz im Tumorgewebe zu nutzen, um alle Tumoren – auch flache intraepitheliale Läsionen vom Typ des Carcinoma in situ – sicherer zu erkennen. Infolge der verbesserten Erkennung wird vorhandenes Tumorgewebe auch vollständiger reseziert. Insgesamt werden mittels PDD pro Patient mehr Tumoren entdeckt, auch die besonders riskanten Carcinomata in situ.

 

Während die Standard-Weißlichtzystoskopie ihren Wert für den Nachweis von dreidimensionalen, also papillären, Laesionen bewiesen hat, ist seit einiger Zeit deutlich geworden, dass sie weit weniger zum Nachweis flacher Laesionen wie CIS geeignet ist. Die medizinische Forschung, die sich den Schwierigkeiten der Diagnose von Blasenkrebs gewidmet hat, führte schließlich zur Entwicklung von Hexvix® Fluoreszenz-Zystoskopie, einer Technik, bei der eine fotoaktive Substanz, (Hexvix®) in die Blase katheterisiert wird.

 

Hexvix® führt dann zu einer verstärkten Ansammlung fotoaktiver (fluoreszierender) endogener Porphyrine in malignen im Gegensatz zu nicht-malignen Zellen des Urotheliums. Bei nachfolgender Illumination mit blauem Licht fluoreszieren die neoplastischen Zellen rot und heben sich deutlich von der gesunden Mucosa ab. Die malignen Bereiche lassen sich so visuell nachweisen, indem das Zystoskop auf eine Blaulichtquelle umgestellt wird.

 

Die in verschiedenen unabhängigen Studien bestätigten hervorragenden klinischen Resultate. Alle bislang veröffentlichten Studien haben die statistisch signifikante Überlegenheit der Fluoreszenz-Zystoskopie gegenüber der Standardzystoskopie im Nachweis von CIS gezeigt. Die hohe Sensitivität ebenso wie der negative prädiktive Wert verbessern die Diagnose maligner Laesionen sowie CIS-Tumoren.

 

Die Fälle, die mit Weißlichtzystoskopie übersehen wurden, waren typischerweise CIS Laesionen, die mit Fluoreszenzzystoskopie entdeckt werden konnten und die Überlegenheit dieser Technik unterstreichen. Die Tumor Fluoreszenz ist strahlend und klar umschrieben, während nicht-malignes Gewebe blassrosa fluoresziert und an den Rändern ausfranst."

 

Hexvix®-Fluoreszenz-Zystoskopie ist eine Diagnosetechnik mit hoher Sensitivität für den Nachweis von Blasentumoren, insbesondere CIS-Tumoren.

 

Appearance of urothelial carcinoma in situ under HAL fluorescence (left) and standard white light cystoscopy (right).

 

Abb.1: Appearance of urothelial carcinoma in situ under HAL
fluorescence (left) and standard white light cystoscopy (right).
Scan courtesy of Dirk Zaak, Associate Professor, Dept of
Urology, University of Munich, Germany.

 

 

 

Small micropapillary lesion. Left: under white light fluorescence. Right: under blue light fluorescence.

 

Abb. 2: Small micropapillary lesion. Left: under white light fluorescence. Right: under blue light fluorescence.

Scan courtesy of Dirk Zaak, Associate Professor, Dept of Urology, University of Munich, Germany.

 

 

Weitere Informationen über Hexvix® können Sie anfordern über

eMail: hexvixmedinfo@ge.com  und in Internet unter www.gehealthcare.com/worldwide.html

 


 

Quelle: Pressegespräch der Firma GE HealthCare zum Thema „Opening the door on bladder cancer“ am 12.06.2007 in Barcelona (PLUS-POOL).

 

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