Mythos Mistel: Die Mistel ist die Pflanze der Mythen und Legenden. Für Griechen, Kelten und Germanen war die Mistel, die wie magisch zwischen Himmel und Erde scheinbar in den Baumkronen schwebt, ein Zauberzweig mit großer mystischer Kraft. Dabei folgt die Mistel ganz eigenen Gesetzen, lässt ihre Früchte im Winter reifen, setzt die Schwerkraft außer Kraft, denn ihre Zweige wachsen in alle Richtungen, keimt nicht etwa im Dunklen unter der Erde, sondern bei Licht, mitten in einer Baumkrone und nährt sich zumindest teilweise von ihrem Wirt. Photo: Helixor Heilmittel

Heilpflanzen

Mythos Mistel

 

Rosenfeld (9. Oktober 2013) – Die Mistel ist die Pflanze der Mythen und Legenden. Für Griechen, Kelten und Germanen war die Mistel, die wie magisch zwischen Himmel und Erde scheinbar in den Baumkronen schwebt, ein Zauberzweig mit großer mystischer Kraft.

Dabei folgt die Mistel ganz eigenen Gesetzen, lässt ihre Früchte im Winter reifen, setzt die Schwerkraft außer Kraft, denn ihre Zweige wachsen in alle Richtungen, keimt nicht etwa im Dunklen unter der Erde, sondern bei Licht, mitten in einer Baumkrone und nährt sich zumindest teilweise von ihrem Wirt.


Als Heilpflanze wird sie seit Jahrhunderten gerühmt. Hippokrates (um 460 v. Chr.) empfahl sie gegen Milzerkrankungen. Plinius (um 60 n. Chr.) nannte sie „Omnia Sanatem“ die Allesheilende. Hildegard von Bingen schätzte Mistelsud gegen erfrorene Gliedmaßen. Und im 17. Jahrhundert fehlten Mistel-Rezepte in keinem Kräuterbuch.

 

In der griechischen Mythologie verlieh die Mistel ihren Helden die Kraft die Pforte des Hades zu öffnen oder auch den Totenfluss Styx zu überwinden.

 

Für die Druiden, die Hohenpriester Galliens war die Mistel die Heiligste aller Pflanzen. Sie schnitten sie nur mit einer goldenen Sichel aus den Bäumen und fingen sie in einem weißen Tuch auf, damit sie nicht mit der Erde in Berührung kam. Die Zauberkräfte der Mistel kennen die meisten aus den Asterix & Obelix-Comics. Hier bereitet der Druide Miraculix seinen Zaubertrank mit Misteln, der dann dem ganzen gallischen Dorf unglaubliche Kräfte zur Verteidigung gegen die Römer schenkt.

 

Bei den Germanen heiß es, nur die Götter könnten den Mistelsamen ausgesät haben, da die Pflanzen auf den Bäumen wachsen.

 

Zur Wintersonnenwende wurde ein Mistelzweig über die Haustür gehängt, um den Hof vor Krankheit und bösen Zauber zu schützen. Wegen ihrer gegabelten Form wurden Mistelzweige auch als Wünschelrute verwendet, um verborgene Schätze aufzustöbern.

 

Und noch heute gilt die Mistel als Glücksbringer. In der Schweiz wird Mistel nach alten Traditionen in den Brautkranz mit eingeflochten. In England und Skandinavien darf man unter einem Mistelzweig jedes Mädchen ungefragt küssen.

 

Wer schnell gestresst ist, kann sich wunderbar mit getrockneten Mistelblättern beruhigen. Als Räucherwerk sollen die nämlich mit ihrem warmen, holzig-herben Duft nervöse Gemüter beruhigen, negative Kräfte bannen und gute Energien anziehen.

 


Quelle: Helixor Heilmittel, 09.10.2013 (tB).

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