Abb.: Gefäßquerschnitt mit Ablagerungen. Bild: Prof. Daniel TeupserLipid Meeting 2011 gestartet

 

Leipzig (9. Dezember 2011) – Der Kongress zum Themenkomplex Fettstoffwechel und Gefäßerkrankungen hat in Leipzig Tradition. In diesem Jahr findet er zum 17. Mal mit rund 110 Teilnehmern und Referenten aus Europa, Nordamerika und Israel statt. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal die Ergebnisse aus genomweiten Analysen der Lipidregulation und des kardiovaskulären Systems, neue Funktionen der Lipide in der Signalübertragung und bei Transportprozessen, sowie die Funktion der Lipide bei Diabetes mellitus und der Atherosklerose.

 

Die Organisatoren vom Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik der Universität Leipzig haben wieder eine Reihe international renommierter Wissenschaftler ins Boot holen können. Professor Joachim Herz ist sowohl Biochemiker als auch Mediziner und führend auf dem Gebiet Lipide und Hirn im Umfeld von Demenzerkrankungen. An der Southwestern Medical School Dallas arbeitet er im Umfeld der Nobelpreisträger Physiologie/Medizin von 1985 Joseph L. Goldstein und Michael S. Braun. Prof. Christian Weber vom Klinikum der Universität München referiert zu der Frage, welche Rolle Entzündungsfaktoren im Zusammenhang mit dem Fettstoffwechsel bei der Entstehung von Gefäßerkrankungen spielen. Die Rolle von Lipiden bei der Schmerzbehandlung beleuchtet Prof. Gerd Geisslinger vom Institut für Klinische Pharmakologie in Frankfurt (Main). In speziellen Workshops stellen amerikanische Wissenschaftler einen völlig neuen gentherapeutischen Ansatz zur Behandlung der sehr starken Cholesterinerhöhung vor, die bislang nicht behandelbar war. Leipziger Forscher berichten von einem Gen, das die Neutralfettregulation in der Leber beeinflusst.

Das „Lipid Meeting Leipzig“ ist ein etabliertes universitäres Forum zur wissenschaftlichen Diskussion und interdisziplinären Zusammenarbeit auf allen medizinisch relevanten Gebieten des Fettstoffwechsels, der Lipid-Zell- und Geninteraktion. Ziel ist es, durch die enge Verknüpfung von medizinischer Grundlagenforschung und klinischer Anwendung neue Präventionsstrategien zur Bekämpfung von Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall erfolgreich voranzubringen. Der Kongress hat sich zur größten, internationalen Veranstaltung dieser Art in Deutschland entwickelt und wird deshalb wesentlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.


Austragungsort ist das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum (BBZ) am Deutschen Platz.

 


 

Quelle: Universität Leipzig, 09.12.2011 (tB).

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