LIVOPAN® – Experten erörtern vielseitige Anwendungsmöglichkeiten bei Schmerzbehandlung von Kindern. Im Rahmen der 8. Dattelner Kinderschmerztage in Recklinghausen fand das Lunchsymposium „LIVOPAN®. Stellenwert der sanften Analgesie in der Pädiatrie und Kinderchirurgie“ statt. Die Experten Dr. Georg Staubli aus Zürich, Dr. Matthias Kuch aus Karlsruhe und Dr. Michael Barthel aus Bielefeld gaben den Teilnehmern Einblicke in ihre Erfahrungen mit dem äquimolaren Lachgas-Sauerstoff-Gemisch. Photo: Tom MillerLIVOPAN® – Experten erörtern vielseitige Anwendungsmöglichkeiten bei Schmerzbehandlung von Kindern

 

Recklinghausen (20. März 2015) – Im Rahmen der 8. Dattelner Kinderschmerztage in Recklinghausen fand das Lunchsymposium „LIVOPAN®. Stellenwert der sanften Analgesie in der Pädiatrie und Kinderchirurgie“ statt. Die Experten Dr. Georg Staubli aus Zürich, Dr. Matthias Kuch aus Karlsruhe und Dr. Michael Barthel aus Bielefeld gaben den Teilnehmern Einblicke in ihre Erfahrungen mit dem äquimolaren Lachgas-Sauerstoff-Gemisch.


Gerade bei akuten Notfällen leiden Kinder nicht nur unter den Schmerzen, sondern auch unter der Angst, die durch die unbekannte Situation ausgelöst wird. Bei kleineren Eingriffen, wie dem Versorgen einer Wunde, ist eine tiefe Analgosedierung oder Narkose häufig nicht indiziert. In solchen Fällen kann eine inhalative Analgesie mit LIVOPAN® dabei helfen, dass der Eingriff für Patienten, Eltern und Klinikmitarbeiter weitgehend stressfrei abläuft.

 

Dr. Staubli, Leiter der Notfallstation des Kinderspitals Zürich, kam bereits 2001 im Rahmen seiner Ausbildung zum Notfallmediziner in Australien mit inhalativen Lachgas-Sauerstoff-Gemischen zur Analgesie in Kontakt. Aufgrund seiner guten Erfahrungen damit führte er zwei Jahre später LIVOPAN® in der Notfallstation in Zürich ein. Er schätzt daran besonders, dass das Schmerzmittel nicht nur analgetisch, sondern auch sedierend wirkt. „Früher haben die Kinder oft geschrien und man musste sie festhalten, damit der Eingriff überhaupt funktioniert“, beschrieb Staubli die Lage vor der Einführung von LIVOPAN®. Der Einsatz des Lachgas-Sauerstoff-Gemisches habe für weniger Stress und mehr Zufriedenheit bei Patienten und Mitarbeitern gesorgt. Einen klaren Vorteil zu bisher gängigen Analgosedierungen mit Midazolam und Opioiden sieht Staubli weiterhin in der Sicherheit. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Euphorie und Benommenheit. Diese Nebenwirkungen verschwinden innerhalb weniger Minuten nach Absetzen der Inhalation meist. „Das Lachgas-Sauerstoff-Gemisch ist ein sicheres Analgetikum“, resümierte Staubli.

 

Dr. Kuch verwendet LIVOPAN® als leitender Oberarzt der Kindernotaufnahme am Städtischen Klinikum Karlsruhe seit mehr als fünf Jahren. Über 800 Patienten zwischen drei und 18 Jahren wurden seitdem mit dem Lachgas-Sauerstoff-Gemisch versorgt. Seit 2012 sind außerdem auch die Rettungswagen des Klinikums mit einem transportablen, präklinisch verfügbaren LIVOPAN®-System ausgestattet. Kuch berichtete von ersten Einsätzen bei Patienten im Alter von vier bis 82 Jahren. An Fallbeispielen zeigte er, dass sich das Analgetikum für die Behandlung leichter bis mittelstarker Schmerzen bei Eingriffen wie Lumbalpunktion, Versorgung kleinerer Wunden, Eingipsen von Frakturen und Entfernen von Fremdkörpern eignet. LIVOPAN® kann dabei als alleiniges Analgetikum verwendet werden – weiterhin kann es aber auch gut mit anderen analgetischen Verfahren, wie einer Lokalanästhesie, kombiniert werden. Vorsicht ist bei Kontraindikationen geboten, weshalb eine sorgfältige Indikationsstellung äußerst wichtig sei, so Kuch. Außerdem wird empfohlen, die Sauerstoffsättigung über ein Pulsoximeter zu beobachten. Kuch resümierte: „Wir können uns LIVOPAN® aus unserem klinischen Alltag nicht mehr wegdenken.“

 

Im Anschluss daran berichtete Dr. Barthel von der Einführung des Lachgas-Sauerstoff-Gemisches vor sieben Jahren an der Klinik für Kinderchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld, an der er Chefarzt ist. Er hob positiv hervor, dass die Anwesenheit eines Anästhesisten bei der Verwendung von LIVOPAN® nicht zwingend erforderlich sei, wodurch mehr freie Anästhesiekapazitäten zur Verfügung stünden. Ein Vorteil sei weiterhin, dass man durch das schnelle Abfluten des Medikaments die Kinder meist nach einer Nachbeobachtungszeit von nur 30 Minuten entlassen könne, sagte Barthel. Er verwies auf das Video „Kevin im Traumland“, das im Krankenhaus Bielefeld gedreht wurde, um Kindern vor einem Eingriff die Behandlung mit einem Lachgas-Sauerstoff-Gemisch zu veranschaulichen. Es kann im Internet auf Youtube abgerufen werden.

 

LIVOPAN® ist eine fixe Mischung aus 50% Lachgas und 50% Sauerstoff. In Ländern wie Großbritannien, der Schweiz oder Schweden sind Lachgas-Sauerstoff-Gemische bereits seit Jahrzehnten unter anderem in der Pädiatrie, der Koloskopie und der Geburtshilfe etabliert. LIVOPAN® zeigt bereits nach etwa drei Minuten Inhalationszeit seine volle Wirkung und flutet nach Absetzen der Maske genauso rasch wieder ab. Ein Demandventil ermöglicht die atemgesteuerte Entnahme. Bei Patienten, die das Gas nicht eigenständig über das Ventil einatmen können, kann auch ein Dauerfluss eingestellt werden.

 

Über Linde Healthcare Deutschland

 

Linde Healthcare Deutschland ist einer der führenden Anbieter für die Arzneimittelversorgung mit Gasen, dazugehörigen Medizinprodukten und für die Versorgung von Patienten zu Hause sowie in spezialisierten Beatmungspflege-Centern. Linde Healthcare vereint die Bereiche Homecare und Hospital Care der Linde Gas Therapeutics GmbH sowie das Beatmungspflegekonzept REMEO® der Linde Remeo Deutschland GmbH. In allen Bereichen stehen Sicherheit, Qualität und Innovation der Therapien und Dienstleistungen im Vordergrund. Linde Healthcare Deutschland hat rund 700 Mitarbeiter und bildet mit der Linde Gas Therapeutics GmbH und der Linde Remeo Deutschland GmbH Konzerngesellschaften der Linde Group.

 

 

 

Über The Linde Group

 

The Linde Group hat im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 17,049 Mrd. EUR erzielt und ist damit das größte Gase- und Engineeringunternehmen der Welt. Mit rund 65.600 Mitarbeitern ist Linde in mehr als 100 Ländern vertreten. Die Strategie des Unternehmens ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt – weltweit, in jedem Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.

 

 

  • Weitere Informationen über The Linde Group finden Sie online unter www.linde.com

 


Quelle: Linde Healthcare Deutschland, 11.05.2014 (tB).

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