MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Nicht so oft die Hände waschen!

Bei vielen Tätigkeiten ist Händedesinfektion sinnvoller und hautschonender

 

Bei vielen Tätigkeiten ist Händedesinfektion sinnvoller und hautschonender.Hamburg (2. April 2009) – In zahlreichen Berufen müssen die Beschäftigten hygienisch saubere Hände haben. Deswegen waschen sie diese sehr häufig. Damit schädigen sie aber auf Dauer ihre Haut, warnt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und rät zur Händedesinfektion.

Was man Kindern möglichst früh beibringt, gilt nicht uneingeschränkt für die Arbeitswelt: Immer brav die Hände waschen! Bei zahlreichen Arbeiten zum Beispiel im Gesundheits- und Lebensmittelbereich müssen die Beschäftigten darauf achten, dass Sauberkeit und Hygiene eingehalten werden. „Für viele ist daher ständiges Händewaschen zur Angewohnheit geworden“, weiß Dr. Ute Pohrt, Arbeitsmedizinerin bei der BGW, der gesetzlichen Unfallversicherung für Gesundheitsberufe. „Dabei bringen sie jedoch ihre Haut aus dem Gleichgewicht und riskieren Ekzeme und Allergien. In vielen Fällen wäre eine Händedesinfektion hygienischer und hautschonender.“

 

Im professionellen Bereich ist die Händedesinfektion immer dann sinnvoll, wenn verhindert werden soll, dass Keime übertragen werden. „Sind die Hände nicht sichtbar verschmutzt, sollte man sie nicht waschen, sondern besser desinfizieren“, so Dr. Pohrt. Die Desinfektion auf der Basis von Alkohol tötet Keime ab, ist wirksamer als Waschen und belastet die Haut kaum. Die Mittel trocknen schnell ab und verursachen keine Allergien. Rückfetter verhindern eine übermäßige Austrocknung und glätten die Hautoberfläche. Handdesinfektionsmittel sind pH-neutral und hautverträglich.

 

Hautschutzcremes und Schutzhandschuhe

Zu häufiges Waschen hingegen, insbesondere mit Seife, entzieht der Haut die schützenden Fette und beeinträchtigt ihre natürliche Schutzfunktion. Grobes Reinigen mit Waschpaste und Bürste beansprucht sie zusätzlich. Die Haut wird rau, rötet und schuppt sich und lässt nun sensibilisierende Stoffe, die eine Allergie auslösen können, leichter durch. Wenn die Hände nach einer Desinfektion brennen, handelt es sich allerdings nicht um eine allergische Reaktion auf das Mittel. Es zeigt vielmehr, dass die Haut schon geschädigt ist und der Alkohol in tiefere Hautschichten gelangt. Das Händewaschen sollte gerade dann weiter reduziert und der Hautschutz verstärkt werden.

 

„Wer nach einer Verschmutzung die Hände waschen muss“, so die BGW-Expertin weiter, „sollte ein Waschsyndet mit hautneutralem pH-Wert um 5,5 sowie möglichst ohne Duft- und Parfümstoffe verwenden. Am besten ist es, durch geeignete Arbeitstechniken und Hilfsmittel eine Verschmutzung der Hände grundsätzlich zu vermeiden. Auch Schutzhandschuhe sind eine Möglichkeit. Zudem gibt es spezielle Hautschutzcremes, die man vor Schmutztätigkeiten auftragen kann. Sie erleichtern die anschließende Hautreinigung.“

 

 

Abb. oben: Bei vielen Tätigkeiten ist Händedesinfektion sinnvoller und hautschonender.

 


 

Quelle: Presseinformation der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) vom 02.04.2009 (tB).

MEDICAL NEWS

Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…
Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 

ERNÄHRUNG

Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…
Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…