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Abb.: Dreidimensionales Modell des HI-Virus. © Hans R. Gelderblom/RKIRKI

HIV/AIDS in Deutschland

Berlin (18. Juli 2016) – Die Studie Klinische Surveillance der HIV-Erkrankung – ClinSurv HIV – ist eine Langzeit­beobachtungs-Kohorte HIV-positiver Patienten. Sie wird seit 1999 am Robert Koch-Institut durchgeführt. In die ClinSurv-HIV-Kohorte eingeschlossen werden alle HIV-positiven Patienten, die in den teil­nehmenden Kliniken und HIV-Schwerpunkt­praxen behandelt werden, derzeit circa 25.000 Patienten. Die Daten ermöglichen das Monitoring des klinischen Verlaufs der Erkrankung HIV-infizierter Patienten sowie deren antiretrovirale Behandlung im klinischen Alltag.

So können wichtige Aussagen über den Therapie­status, die Zu­sam­men­setzung von Therapie­regimen, Unter­brechungen der Therapie sowie der Therapie­treue (Therapie­adhärenz) und deren Einfluss auf den Therapie­erfolg oder die Ent­wicklung von Therapieversagen getroffen werden. Die Daten erlauben zum Beispiel auch eine Inter­pretation über die Umsetzung der Therapie­leitlinien bei einer HIV-Erkrankung. Darüber hinaus ermöglichen die Angaben aus der Kohorte einen Blick auf die Behandlungs­praxis in der klinischen Routine, zum Beispiel zu Resistenz­testungen. Die Daten aus der ClinSurv-HIV-Kohorte werden für zahlreiche wissenschaftliche Frage­stellungen und Analysen genutzt. Im Rahmen von ClinSurv HIV wurden in den letzten Jahren eine ganze Reihe unterschied­licher wissen­schaft­licher Frage­stellungen bearbeitet und publiziert. Ein Beitrag im Epi­de­miolo­gischen Bulletin 28/2016 bietet einen Überblick über wichtige Veröffentlichungen und ihre Ergebnisse aus der ClinSurv-HIV-Kohorte.

In Deutschland leben rund 83.400 Menschen mit HIV oder AIDS. Die Schätzung der Zahl der HIV-Neuinfektionen für 2014 für Deutschland und die Bundesländer ist auf den HIV/AIDS-Seiten abrufbar.

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Weitere Informationen

Abb.: Dreidimensionales Modell des HI-Virus. © Hans R. Gelderblom/RKI


Quelle: Robert Koch-Institut, 18.07.2016 (tB).

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