Abb.: Influenza-Viren unter dem Elektronenmikroskop. Photo: Robert Koch - InstitutRKI

Wissens- und Impflücken vor der Influenzasaison 2015/2016

 

Berlin (14. September 2015) – Ältere und chronisch Kranke haben neben Schwangeren ein höheres Risiko, dass eine Influenza-Erkrankung schwer verläuft und Kompli­ka­tio­nen lebens­be­drohlich werden können. In der ver­gan­ge­nen Grippe­saison war die Alters­gruppe über 60 Jahren besonders von schweren Krank­heit­sver­läufen be­trof­fen, das zeigt der neue Influenza­saison­bericht der Arbeits­ge­mein­schaft Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI), der jährlich im September, vor Beginn des optimalen Impf­zeit­raums Oktober bis November, veröffentlicht wird.

 

Die Zahl der Arzt­be­suche während der Grippewelle, die über das erwartete Maß (ohne Influenza) hinaus­gingen, wird auf 6,2 Millionen geschätzt. Die geschät­zte Anzahl der grippe­be­dingten zusätzlichen Kranken­haus­ein­wei­sungen beträgt rund 31.000. Diese Werte liegen nur wenig unter den Werten der schweren Influenza­saison 2012/2013. Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion fordert für die Risiko­gruppen eine Impfquote von mindestens 75%. Davon ist Deutschland weit entfernt, wie eine neue Studie des Robert Koch-Instituts zu Influenza-Impfquoten, Wissen und Einstellung bei Risikogruppen zeigt.

 

 

Weitere Informationen

 

 

 

Abb. oben: Influenza-Viren unter dem Elektronenmikroskop. Photo: Robert Koch – Institut

 


Quelle: Robert Koch-Institut (RKI), 14.09.2015 (tB).

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