Neue Therapieoption in der Schizophreniebehandlung:

Seroquel® Prolong zur täglichen Einmalgabe

Bonn (26. Februar 2008) – Mit Seroquel® Prolong zur täglichen Einmalgabe steht ab sofort eine neue Therapieoption in der Schizophrenie-Behandlung zur Verfü­gung. Ende Januar 2008 wurde Seroquel Prolong durch das Bundesinstitut für Arz­neimittel und Medizinprodukte (BfArM) für die Akuttherapie und Rückfallprophylaxe bei erwachsenen Schizophrenie-Patienten zugelassen. Die neue Formulierung von Quetiapin verbindet sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit mit einer einfachen, einmal täglichen Dosierung. Ärzte und Patienten profitieren zudem von einer schnellen Aufdosierung mit dem Erreichen der therapeutischen Dosis von 600 mg bereits am zweiten Tag. Die schnelle Aufdosierung und die tägliche Einmalgabe zur Nacht können außerdem zu einer besseren Compliance beitragen.

Mit Seroquel Prolong kommt AstraZeneca dem Wunsch von Ärzten und Patienten nach einer einfachen Dosierung von Quetiapin nach. Die einmal tägliche Dosierung und die schnelle Aufdosierung innerhalb von zwei Tagen auf 600 mg erleichtert den Patienten die regelmä­ßige Einnahme.

Einfaches Handling und Stärkung der Compliance

„Die neue Formulierung verbindet sehr gute Wirkeigenschaften und ein sehr gutes Verträglichkeitsprofil mit einer schnellen Aufdosierung und einer täglichen Einmalgabe“, erklärte Professor Hans-Jürgen Möller, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität München. „Damit haben wir eine potente Therapieoption, die von Seiten der Medikation her alle Voraussetzungen für eine Stärkung der Compliance erfüllt.“


Seroquel® Prolong bessert die akute Symptomatik: Seroquel Prolong zur täglichen Einmalgabe reduzierte die Symptomatik von Schizophreniepatienten, gemessen am PANSS-Gesamtscore (Positive And Negative Syndrome Scale), in allen drei verwendeten Dosierungen deutlich: 24,8 Punkte bei 400 mg pro Tag, 30,9 Punkte bei 600 mg pro Tag und 31,3 Punkte bei 800 mg pro Tag – verglichen mit 18,8 Punkten in der Placebogruppe. In einer weiteren Kontrollgruppe mit Seroquel in zweimal täglicher Dosierung kam es zu einer Reduktion um 26,6 Punkte. (Kahn RS et al. J Clin Psychiatry 2007; 68: 832-842). Photo : AstraZeneca

Abb. 1: Seroquel® Prolong bessert die akute Symptomatik: Seroquel Prolong zur täglichen Einmalgabe reduzierte die Symptomatik von Schizophreniepatienten, gemessen am PANSS-Gesamtscore (Positive And Negative Syndrome Scale), in allen drei verwendeten Dosierungen deutlich: 24,8 Punkte bei 400 mg pro Tag, 30,9 Punkte bei 600 mg pro Tag und 31,3 Punkte bei 800 mg pro Tag – verglichen mit 18,8 Punkten in der Placebo­gruppe. In einer weiteren Kontrollgruppe mit Seroquel in zweimal täglicher Dosierung kam es zu einer Reduktion um 26,6 Punkte. (Kahn RS et al. J Clin Psychiatry 2007; 68: 832-842).                                Photo : AstraZeneca


Die Compliance der Patienten ist in der Schizophreniebehandlung besonders wichtig. Denn das Absetzen der antipsychotischen Medikation ist einer der stärksten Prädiktoren für einen Rückfall (1) und jeder klinische Rückfall führt zu einer weiteren Verschlechterung der Prognose. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass eine einmal tägliche Gabe der Medikation die Therapietreue der Patienten unterstützen kann.(2) „Stabilität in der Therapie bedeutet für die Patienten ein deutliches Plus an Lebensqualität. Sie finden aus der sozialen Isolation heraus und können ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen“, erklärte Joachim Heymann, Medizinische Abteilung Neuroscience and Infection, AstraZeneca Deutschland. „Ein einfaches Handling kann die Compliance stärken und potenziell Rückfälle verhindern.“

Starke Wirksamkeit in Akutbehandlung und Rückfallprophylaxe

In der Akutbehandlung konnte Seroquel Prolong die Symptomatik von Schizophrenie-patienten, gemessen am PANSS-Gesamtscore (Positive And Negative Syndrome Scale), in allen drei verwendeten Dosierungen deutlich reduzieren: 24,8 Punkte bei 400 mg pro Tag, 30,9 Punkte bei 600 mg pro Tag und 31,3 Punkte bei 800 mg pro Tag – verglichen mit 18,8 Punkten in der Placebogruppe. (3) Zudem verbesserten sich die CGI-S- und CGI-I-Scores (Clinical Global Impression-Severity und -Improvement) unter Seroquel Prolong im Vergleich zu Placebo deutlich.


Seroquel® Prolong beugt Rückfällen vor: Seroquel Prolong zur täglichen Einmalgabe reduzierte das Rückfallrisiko von Schizophreniepatienten im Vergleich zu Placebo um 84 Prozent. Die Rückfallwahrscheinlichkeit nach sechs Monaten betrug 14,3 Prozent unter Seroquel Prolong und 68,2 Prozent in der Placebo-Gruppe. Der Unterschied in der Rückfallrate zwischen Wirkstoff- und Placebo-Gruppe war so groß, dass die Studie vorzeitig beendet wurde. Die Kaplan-Meier-Kurve zeigt den Anteil der Patienten, die im untersuchten Zeitablauf rückfallfrei blieben. (Peuskens J et al. Psychiatry 2007; 4(11): 34-50) Photo: AstraZeneca

Abb. 2: Seroquel® Prolong beugt Rückfällen vor: Seroquel Prolong zur täglichen Einmalgabe reduzierte das Rückfallrisiko von Schizophreniepatienten im Vergleich zu Placebo um 84 Prozent. Die Rückfall-wahrscheinlichkeit nach sechs Monaten betrug 14,3 Prozent unter Seroquel Prolong und 68,2 Prozent in der Placebo-Gruppe. Der Unterschied in der Rückfallrate zwischen Wirkstoff- und Placebo-Gruppe war so groß, dass die Studie vorzeitig beendet wurde. Die Kaplan-Meier-Kurve zeigt den Anteil der Patienten, die im untersuchten Zeitablauf rückfallfrei blieben. (Peuskens J et al. Psychiatry 2007; 4(11): 34-50)                   Photo: AstraZeneca


Auch die sehr gute Wirksamkeit in der Rückfallprophylaxe ist eindeutig belegt: Seroquel Prolong reduzierte das Rückfallrisiko von Schizophreniepatienten im Vergleich zu Placebo um 84 Prozent. Die Rückfallwahrscheinlichkeit nach sechs Monaten betrug 14,3 Prozent unter Seroquel Prolong und 68,2 Prozent in der Placebo-Gruppe.(4) Der Unterschied in der Rückfallrate zwischen Wirkstoff- und Placebo-Gruppe war so groß, dass die Studie vorzeitig beendet wurde.

Aufdosierung und Erhaltungsdosis

Seroquel Prolong steht als Filmtablette in den Dosierungen 50 mg, 200 mg, 300 mg und 400 mg zur Verfügung. Zu Behandlungsbeginn beträgt die Tagesdosis 300 mg am ersten Tag und 600 mg am zweiten Tag. Die empfohlene Tagesdosis für Seroquel Prolong liegt bei 600 mg. Sie kann bei Bedarf jedoch auf 800 mg erhöht werden. Grundsätzlich sollte die Tagesdosis innerhalb des effektiven Dosisbereiches von 400 mg bis 800 mg pro Tag liegen, je nach Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit. Für die Erhaltungstherapie bei Schizophrenie ist keine Dosisanpassung erforderlich. Seroquel Prolong ist zugelassen für die Akutbehandlung und Rückfallprophylaxe bei erwachsenen Schizophreniepatienten.

Anmerkungen

  1. Robinson D et al. : „Predictors of Relapse Following Response From a First Episode of Schizophrenia or Schizoaffective Disorder“, Arch Gen Psychiatry 1999; 56: 241-247
  2. Remington G et al.: „ The use of electronic monitoring (MEMS) to evaluate antipsychotic compliance in outpatients with schizophrenia “, Schizophr Res 2007; 90: 229-237
  3. Kahn RS et al. : „ Efficacy and tolerability of once-daily extended release quetiapine fumarate in acute schizophrenia: a randomized, double-blind, placebo-controlled study “, J Clin Psychiatry 2007; 68: 832-842
  4. Peuskens J et al.: „Prevention of schizophrenia relapse with extended release quetiapine fumarate dosed once daily: A randomized, placebo-controlled trial in clinically stable patients “, Psychiatry 2007; 4(11): 34-50


Quelle: Pressekonferenz der Firma AstraZeneca zum Thema "Neue Therapieoption in der Schizophreniebehandlung: Seroquel® Prolong zur täglichen Einmalgabe" am 26.02.2008 in München (GCI HealthCare) (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung