MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Schwierige Geburt 

Hebammen üben an Simulationspuppen kritische Geburtsszenarien

 

Deutschlandweit einmalige "Münchner Projekt" erhöht die Patienten-Sicherheit im Kreißsaal

 

Simulation eines Geburtsszenarios. Photo: Klinikum der Universität MünchenMünchen (24. Juni 2009) – Die Simulation von Risikosituationen zur Fehlervermeidung ist in der Luftfahrt seit langem bekannt. Seltene, mitunter aber lebensbedrohliche Situationen können so mehrfach ohne Schaden für die Beteiligten trainiert werden. Auch in der Geburtshilfe gibt es sehr seltene, aber in ihrer Dramatik und Dynamik ernste Komplikationen mit teilweise gravierenden Folgen für Mutter und Kind. Geburtsimulationen am Phantom gibt es in der Geburtshilfe seit mehr als 100 Jahren. Technisch ausgereifte Geburtssimulatoren stehen jedoch erst seit kurzem zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (Geschäftsführender Vorstand: Prof. Dr. Christian Lackner), der Klinik für Anästhesiologie (Direktor: Prof. Dr. Bernhard Zwißler) sowie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Direktor: Prof. Dr. Klaus Friese) der Ludwig-Maximilians-Universität München am Campus Innenstadt wurde im letzten Jahr ein Simulationskreißsaal errichtet, der auch weltweit bislang nur an sehr wenigen Zentren existiert.

 

Die dazu gehörenden, ferngesteuerten Simulationspuppen sind in einem voll ausgerüstetem Kreißsaal installiert, in dem Mutter und Kind nach modernsten Methoden von einem Team behandelt werden können. Sämtliche Risikosituationen, wie Blutungen, Notfallkaiserschnitte, Schulterdystokien, akuter kindlicher Sauerstoffmangel, lassen sich wirklichkeitsgetreu darstellen und vermitteln den Medizinern und Hebammen ein realistisches Szenario. Der Ablauf wird von mehreren Videokameras aufgezeichnet, sodass eine ausführliche Fehleranalyse möglich ist.

 

 

Abb. 1 oben : Simulation eines Geburtsszenarios. Photo: Klinikum der Universität München

 

 

 

Simulation eines Geburtsszenarios. Photo: Klinikum der Universität München

 

Abb. 2: Erstuntersuchung der neugeborenen Simulatorpuppe. Photo: Klinikum der Universität München

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Klinikums der Universität München vom 24.06.2009.

MEDICAL NEWS

After old age, intellectual disability is greatest risk factor for…
New Corona test developed
Smoking cessation drug may treat Parkinson’s in women
Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human…
Using face masks in the community: first update – Effectiveness…

SCHMERZ PAINCARE

Projekt PAIN2020: Wir nehmen Schmerzen frühzeitig ernst. Jetzt für alle…
Wechselwirkung zwischen psychischen Störungen und Schmerzerkrankungen besser verstehen
Lisa Olstein: Weh – Über den Schmerz und das Leben
Wie ein Schmerz den anderen unterdrückt
Opioidtherapien im palliativen Praxisalltag: Retardierte Analgetika zeigen Vorteile

DIABETES

Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Diabetes: Neue Entdeckung könnte die Behandlung künftig verändern
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes: Fixkombination aus Basalinsulin und GLP-1-Analogon

ERNÄHRUNG

Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland

ONKOLOGIE

Krebsüberleben hängt von der Adresse ab
Vitamin D-Supplementierung: möglicher Gewinn an Lebensjahren bei gleichzeitiger Kostenersparnis
Konferenzbericht: Aktuelle Daten aus der Hämatologie vom ASH 2020
Anzeige: Aktuelle Daten zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms
Aktuelle Daten zu Apalutamid und Abirateron in der Therapie des…

MULTIPLE SKLEROSE

Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei aktiver…

PARKINSON

Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…