Therapeutisches Brettspiel „kompetenz“. Photo: Janssen CilagTherapeutisches Brettspiel „kompetenz“

Individuelle Fähigkeiten und Bindungsgefühle spielerisch fördern

 

Berlin (24. November 2011) – Das neue therapeutische Brettspiel „kompetenz“ stellt einen innovativen Behandlungsansatz dar, der die individuellen Fähigkeiten von Menschen, die an Schizophrenie leiden, fördert. Dabei werden gezielt jene emotionalen, (meta-)kognitiven und sozialen Kompetenzbereiche trainiert, die durch die Erkrankung besonders beeinträchtigt sind. Der spielerische Ansatz induziert dabei positive Gefühle und das Spielen in einer Gruppe stärkt die Bindung sowohl zu den Mitspielern als auch zum Therapeuten. Die Integration des neuartigen Therapieelements in einen nachhaltigen, multimodalen Behandlungsansatz kann zur Verbesserung der Kompetenzen, Stärkung der sozialen Funktionsfähigkeit und einer gesteigerten Adhärenz beitragen.

 

An Schizophrenie erkrankte Menschen weisen aufgrund ihrer Erkrankung teils erhebliche Defizite hinsichtlich emotionaler, sozialer und (meta-)kognitiver Kompetenzen auf. Diese Defizite beeinträchtigen die soziale Funktionsfähigkeit der Patienten und führen zu Interaktionsproblemen im gesamten sozialen Umfeld der Betroffenen bis hin zur Isolation. Psychotherapeutische Strategien sollten daher eine Verbesserung der krankheitsbedingten Defizite zum Ziel haben.

 

Janssen bietet mit dem therapeutischen Brettspiel „kompetenz“ jetzt einen neuen, innovativen Therapiebaustein zur Unterstützung einer multimodalen Behandlung, mit dessen Hilfe die individuellen Kompetenzen der Patienten gefördert werden können. Die Wahl des Therapieansatzes in Form eines Brettspiels wurde auf Basis von spieltherapeutischen Untersuchungen getroffen, die den Nutzen des Spielens für therapeutische Zwecke bei seelischen Erkrankungen belegen. An der Entwicklung waren neben Experten aus den Bereichen Psychiatrie und Psychotherapie auch professionelle Spieleentwickler beteiligt.

 

„kompetenz“ bewirkt das gezielte Training von individuellen Fähigkeiten der Teilnehmer. Das Spiel ist für 2-3 Spielgruppen mit jeweils 2-3 Teilnehmern konzipiert. Durch das Bewegen der Figuren auf dem Spielfeld erreichen diese verschiedenfarbige Felder, die wiederum mit Aufgabenkarten aus unterschiedlichen Kompetenz-bereichen verknüpft sind. So werden die Bereiche emotionale und soziale Kompetenz, Kognition/Metakognition sowie Psychoedukation abgedeckt. Hinzu kommt eine Aufgabenkategorie, die der Auflockerung dient. Ziel des Spieles ist es, in einer vorher festgelegten Zeitspanne zusammen mit den Mitspielern der Gruppe möglichst viele Aufgaben zu lösen und so die meisten Punkte zu sammeln. Da die Spielzeit vor Beginn festgelegt wird, ist „kompetenz“ gut in den therapeutischen Alltag integrierbar.

 

Zudem ermöglicht das Spiel den Therapeuten, jeweils patientenindividuelle Defizite zu erkennen. Dies erleichtert die gezielte Auswahl von weiterführenden Therapieangeboten, die sich diesen Bereichen speziell widmen und diese fokussiert trainieren.

 

Erste Erfahrungen aus der Anwendung in der klinischen Praxis zeigen eine hohe Akzeptanz und Motivation auf Seiten der Patienten und auch der Therapeuten.

 

Durch das Spielen in mehreren Gruppen von Mitspielern werden positive Gefühle induziert und gemeinsam erlebt. Die Intensität der Bindung zu den anderen Teilnehmern und zum Therapeuten wird gestärkt. Im Hinblick auf das Erreichen einer stabilen Arzt-Patienten-Beziehung, die eine bedeutende Grundlage für ein nachhaltiges Therapiekonzept darstellt, ist dieser Spieleffekt von großem Nutzen für die weitere therapeutische Arbeit und kann zu einer gesteigerten Therapieadhärenz beitragen.

 

Das Spiel soll interessierten Psychiatrie-Pflegeabteilungen vom Aussendienst der Firma Janssen-Cilag angeboten werden.

 

 

Therapeutisches Brettspiel „kompetenz“. Photo: Janssen-Cilag

 

Abb. Therapeutisches Brettspiel „kompetenz“. Photo: Janssen-Cilag

 

 

Janssen-Cilag

 

Die Janssen-Cilag GmbH gehört zu den führenden forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland. Wichtige Kompetenzfelder des Unternehmens sind Anästhesie, Schmerz, Pneumologie, Dermatologie, Gynäkologie, Mykologie, Nephrologie, Neurologie und Psychiatrie, Onkologie, die Infektiologie/Virologie, Urologie sowie die Veterinärmedizin. 180.000 Neusynthesen entwickelte die Janssen-Cilag Forschung bis heute. Aus 80 davon entstanden neue Arzneimittel. Fünf dieser Substanzen stehen auf der Liste der unverzichtbaren Arzneimittel der WHO.

 

Weitere Informationen unter www.janssen-cilag.de

 

 

Quelle

 

  • Wolf K, Lambert M, Peters S; „Emotionale Kompetenz bei Schizophrenie“. Thieme-Verlag Stuttgart, Dez 2011/Jan 2012

 

 


Quelle: Pressegespräch der Firma Janssen-Cilag zum Thema „Nachhaltige Schizophrenietherapie heute – Das Zusammenwirken von medikamentösen und psychosozialen Behandlungsansätzen“ am 24.11.2011 in Berlin (tB).

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