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NEUROCLUSTER 2018
Ärzteveranstaltung bietet seit 5 Jahren Raum für wissenschaftlichen Austausch von Neurologen auf Augenhöhe
Ulm/Düsseldorf (24. November 2018) – Bereits zum fünften Mal infolge findet vom 23.-24. November die ärztliche Fortbildungsveranstaltung NEUROCLUSTER statt, die vom Unternehmen Teva ausgerichtet wird. Jedes Jahr bietet das Pharmaunternehmen Experten aus verschiedenen Bereichen der Neurologie die Möglichkeit, sich mit Kollegen und Ärzten angrenzender Fachgebiete zu akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen auszutauschen. Der Rahmen bildet die Fragen hinsichtlich Gemeinsamkeiten und Differenzen neurologischer Krankheitsbilder: Gibt es Komorbiditäten im Patientenmanagement bei Multipler Sklerose? Welche Herausforderungen stellen sich bei der Diagnose von Morbus Parkinson? Und was gibt es Neues in den Therapiestrategien gegen Kopfschmerzen und Migräne?
In einem Fachpressegespräch, welches auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des NEUROCLUSTERS stattfand, stellten PD Dr. med. Antonios Bayas (Augsburg) und Prof. Dr. Karl Meßlinger (Erlangen) die Therapiegebiete der Multiplen Sklerose (MS) und Migräne exemplarisch gegenüber. Zwei unterschiedliche Krankheitsbilder, die jedoch oft in Zusammenhang stehen. Was beide Indikationen vereint ist die Tatsache, dass ein frühzeitiges, patientenfreundliches und multimodales Behandlungskonzept gefragt ist, welches sich gut in den Alltag integrieren lässt. „Das individuelle Krankheitsbild, die Verträglichkeit der Behandlung sowie die Adhärenz sind Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Therapiemanagement “, so Dr. Bayas. Er hob die Bedeutung einer auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittenen MS-Therapie hervor. Nur wenn diese berücksichtigt werden, ist eine wirksame Therapie und Adhärenz möglich. Der Immunmodulator Glatirameracetat (GA, Copaxone ® ) gilt als bewährte Therapie bei schubförmiger MS. Daten und Erfahrungen der letzten 20 Jahre bestätigen seine Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit in der Langzeitanwendung. 1 In der Versorgung von Migräne-Patienten stehen derzeit prophylaktische Behandlungsansätze im Fokus. „Hoffnungsträger in der Prophylaxe der Migräne, insbesondere der chronischen Migräne, sind vor allem CGRP-Antikörper“, so Prof. Meßlinger.
„Das NEUROCLUSTER wurde ins Leben gerufen, um Neurologen aus ganz Deutschland und Österreich regelmäßig an einen Ort zu bringen, an dem sie sich intensiv zu der großen Bandbreite an neurologischen Erkrankungen austauschen können. Teva möchte damit als Partner in der Neurologie den wissenschaftlichen Fortschritt aktiv unterstützen“, so Sascha Glanemann, Geschäftsführer der innovativen Sparte von Teva. Ärzte können im Rahmen der Veranstaltung an Vorträgen zu verschiedenen Indikationen wie z. B. Migräne und Morbus Parkinson sowie an Workshop Sessions teilnehmen, in denen unter anderem die diagnostischen Herausforderungen bei MS und die Komorbiditäten im MS-Patientenmanagement herausgearbeitet werden. Neue Erkenntnisse aus dem vergangenen Jahr hinsichtlich Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sowie Praxiserfahrungen werden geteilt, sodass ein wertvoller Austausch zwischen den Ärzten stattfinden kann. Im Bereich der Multiplen Sklerose und Migräne gibt es unterschiedliche Therapieoptionen, die sich im Therapiealltag bewährt haben. Aber auch hier gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse: die neuen Behandlungsansätze im Bereich der Migräne-Prophylaxe sowie Faktoren, die bei der Wahl der MS-Therapie stets berücksichtigt werden sollten.
Erfolgreiches Therapiemanagement bei Multipler Sklerose erfordert Adhärenz „Verlaufsmodifizierende Therapien mit Immunmodulatoren wie z.B. Glatirameracetat oder Beta-Interferone sind etabliert und haben sich im Praxisalltag bewährt. Damit die Therapie erfolgreich ist, ist es wichtig, dass die Patienten ihre Behandlung nicht abbrechen, auch wenn sie akut keine positiven Effekte verspüren“, erklärt Dr. Bayas. Faktoren wie Adhärenz, Wirksamkeit und Nebenwirkungen spielen eine entscheidende Rolle für den Verlauf der Therapie. „Es ist nachgewiesen, dass der frühzeitige Beginn einer Therapie einen positiven Einfluss auf das Fortschreiten der Erkrankung hat. Daraus folgt, dass Patienten Therapien benötigen, die verträglich und wirksam sind und somit langfristig angewendet werden können. Voraussetzung ist, dass die Therapien die individuellen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigen und sich gut in den Alltag integrieren lassen“, fügt der Experte hinzu.
Glatirameracetat (GA, Copaxone ® ) weist mittlerweile über 15 Jahre Erfahrung in der Real-Life-Therapie auf und ist eine bewährte Behandlungsoption bei schubförmiger MS (RMS). Mit umfangreichem Wissen aus über zwei Millionen Patientenjahren (GA 20 mg/ml 1x täglich) gibt der Immunmodulator dem Anwender auch in der Langzeitanwendung Sicherheit. 2 Durch die neue Formulierung im Jahr 2015 mit der 3x wöchentlichen 40 mg-Dosierung konnte die Häufigkeit der Anwendungen und somit die injektionsbedingten Nebenwirkungen reduziert werden. 3 Im Vergleich zu GA 20 mg (1x täglich) werden durch die nur noch dreimal wöchentliche Anwendung 208 Spritzen jährlich eingespart. 4 Im Vergleich zu oralen MS-Therapien kann die 40 mg-Formulierung den Vorteil haben, die Adhärenz bei den Patienten zu erhöhen und die Abbruchrate zu verringern. 5,6 Auch im Hinblick auf eine mögliche Familienplanung spielen die langjährigen Erfahrungen mit Glatirameracetat eine Rolle: Zirka 70 % aller MS-Erkrankten in Deutschland sind Frauen, die sich häufig im gebärfähigen Alter befinden. Ihre MS sollte kein Hindernis sein, eine Familie zu gründen. Die Therapie mit Glatirameracetat ist auch bei Kinderwunsch möglich. Aufgrund der positiven Datenlage 7 von Glatirameracetat wurde die Kontraindikation Schwangerschaft in den Fachinformationen durch eine individuelle Risiko-Nutzen-Bewertung ersetzt. 8,9
CGRP-Antikörper: Ein Meilenstein in der Migräne-Prophylaxe?
Migräne ist eine schwerwiegende, neurologische Erkrankung, die 1-4 % der weltweiten Bevölkerung betrifft. 10 Leiden Patienten während der letzten drei Monate an 15 oder mehr Tagen im Monat an Kopfschmerzen – davon mindestens an 8 Tagen an einer Migräne –, die länger als 4 Stunden andauern, liegt eine chronische Migräne vor. 11 Da bereits bei 4 oder mehreren Kopfschmerztagen im Monat das Risiko erhöht ist, aus einer episodischen Migräne eine chronische Form zu entwickeln, sollte ab dieser Frequenz mit einer prophylaktischen Therapie begonnen werden, um Anzahl, Schwere und Dauer der Migräne-Attacken zu reduzieren. Bisherige Prophylaxe-Therapien sind wirksam, jedoch teilweise mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden oder bei einem Teil der Patienten kontraindiziert. Da sich das Auftreten von Nebenwirkungen negativ auf die Adhärenz auswirkt, kann dies zu einem Abbruch der Therapie führen. Der neue Behandlungsansatz mit CGRP- (Calcitonin Gene-Related Peptide) Antikörpern eröffnet neue Perspektiven in der prophylaktischen Therapie der Migräne. „Daten zu Fremanezumab, Erenumab, Galcanezumab und Eptinezumab zeigen, dass Patienten, die an Migräne leiden und für eine prophylaktische Therapie infrage kommen, von einer Therapie mit CGRP-Antikörpern profitieren können. Alle Wirkstoffe weisen darüber hinaus ein gutes Nebenwirkungsprofil auf“, erklärt Prof. Meßlinger.
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Teva GmbH
Teva ist in Deutschland mit Markenarzneimitteln, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit aufgestellt. Rund 2.700 Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte Ulm und Blaubeuren/Weiler. Der Deutschlandsitz ist Ulm. Mit Originalpräparaten ist das Unternehmen in den Indikationen Neurologie und Onkologie erfolgreich vertreten. Das Originalprodukt Copaxone aus der eigenen Forschung der Teva ist in Deutschland Marktführer im MS-Markt. Zu Teva Deutschland gehört mit ratiopharm die meistverwendete und bekannteste Arzneimittelmarke Deutschlands.
Teva Global
Teva Pharmaceutical Industries Ltd. ist Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen und bietet innovative Behandlungsmöglichkeiten in den selektierten Krankheitsgebieten ZNS (zentrales Nervensystem), Schmerz und Atemwegserkrankungen. Wir entwickeln qualitativ hochwertige Generika und Medikamente in nahezu jedem Anwendungsgebiet, mit denen wir uns an unerfüllte Patientenbedürfnisse richten. Wir sind etabliert in den Bereichen Generika, Specialty, OTC und API, basierend auf einem über 100 Jahre altem Erbe, mit einer voll integrierten R&D, einer starken operativen Basis und einer globalen Infrastruktur und Maßstab. Wir sind bestrebt in einer verantwortungsbewussten, sozialen und umweltfreundlichen Art zu agieren. Mit Firmensitz in Israel, Produktionsstätten und Forschungsstandorten weltweit und 45.000 Mitarbeitern engagieren wir uns, das Leben von Millionen von Patienten zu verbessern.
Quellen
- Rovaris M et al. Long-term follow-up of patients treated with glatiramer acetate: a multicentre, multinational extension of the European/Canadian double-blind, placebocontrolled, MRI-monitored trial. Mult Scler. 2007; 13: 502-508.
- Ziemssen T et al. Long-term safety and tolerability of glatiramer acetate 20 mg/ml in the treatment of relapsing forms of multiple sclerosis. Expert Opin Drug Saf 2017; 16(2): 247–255.
- Wolinsky JS et al. GLACIER: An open-label, randomized, multicenter study to assess the safety and tolerability of glatirameracetate40 mg three-times weekly versus 20 mg daily in patients with relapsing-remitting multiple sclerosis. Multiple Sclerosis and Related Disorders 2015; 4:370-376.
- Khan O et al. Three Times Weekly Glatiramer Acetate in Relapsing-Remitting Multiple Sclerosis. Ann Neurol. 2013; 73:705-713
- Halpern R et al. Presented at International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research (IPSOR) 18th Annual European Congress. Milan, Italy. 7-11 November 2015. Poster PND 100.
- Trenz H et al. Presented at The American Academy of Neurology 2017 Annual Meeting. Boston, Massachusetts, USA. 22-28 April 2017. Poster P366.
- Sandberg-Wollheim M et al. Pregnancy outcomes from the branded glatiramer acetate pregnancy database. International journal of MS Care 2017. doi: http://dx.doi.org/10.7224/1537-2073.2016-079.
- Teva. Fachinformation Copaxone 20 mg/ml. Stand: Juli 2018.
- Teva. Fachinformation Copaxone 40 mg/ml. Stand: Juli 2018.
- VanderPluym J et al. Long-Term Use and Safety of Migraine Preventive Medications. Headache 2016;56:1335-1343.
- Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft. Migräne. Online publiziert unter: http://www.dmkg.de/patienten/antworten-auf-die-wichtigsten-fragen-rund-um-den-kopfschmerz-onlinebroschuere/online_broschuere_migraene.html (zuletzt aufgerufen: 30. Oktober 2018).
Quelle: Teva, 24.11.2018 (tB).